Diplomarbeit, 2008
143 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1. Einführung in die Problematik
1.2. Aufbau und Vorgehensweise der Diplomarbeit
1.2.1. Aufbau und Recherche
1.2.2. Definition
1.2.3. Durchführung der qualitativen teilstrukturierten Interviews
1.2.4. Ergründen von Lösungsansätzen anhand ausführlicher Literaturrecherche sowie Daten der Befragung
2. GRUNDLEGENDE DEFINITIONEN
2.1. Behinderung
2.2. Disability Management
2.3. Begünstigte Behinderte
2.4. Ausgleichstaxe
2.5. Diskriminierung
2.6. Gestützte Arbeit
2.7. Integrative Betriebe
2.8. Feststellung der Begünstigung
2.9. Behindertenvertrauensperson
2.10. Diversity Management
2.11. Arbeitskräfteüberlassung
3. DIE AUSGANGSSITUATION
3.1. Ausführliche Beschreibung der Problemstellung
3.2. Statistischer Überblick
3.2.1. Österreich
3.3. Auswirkungen in der Praxis
3.4. Schutzauflagen für begünstigt Behinderte
3.4.1. Kündigung
3.4.2. Behindertenvertrauensperson
3.4.3. Klage des Dienstgebers bei Diskriminierung
3.5. Integration
3.6. Vorteile für den Arbeitgeber
3.6.1. Finanzielle Förderungsmaßnahmen
3.6.2. Service- und Unterstützungsleistungen
3.6.3. Vielfalt
3.6.4. Marketing
3.6.5. Personalmarketing
3.6.6. Der Faktor Zeit
3.6.7. Kreativität, Flexibilität, gegenseitiges Lernen
3.6.8. Förderungen integrierter Unternehmen
3.6.9. Globalisierung
3.6.10. Verminderung des ökonomischen Risikos
3.7. Nachteile beschäftigter begünstigt Behinderter
3.7.1. Zusätzliche Urlaubstage
3.7.2. Vermehrte Arbeitsausfälle
3.7.3. Erhöhter organisatorischer Aufwand
3.7.4. Zahlung der Ausgleichstaxe trotz behinderter Mitarbeiter
3.7.5. Berührungsängste und Vorurteile
3.7.6. Rechtliche Vorgaben – Beweislast Umkehr
3.8. Erschwerende Rahmenbedingungen
3.8.1. Kündigungsschutz für nicht behinderte Langzeitkranke
4. ERFOLGREICHE EINBINDUNG BEGÜNSTIGT BEHINDERTER MITARBEITER IN DAS ARBEITSUMFELD
4.1. Zu überprüfende Thesen
4.2. Qualitative Interviews
4.2.1. Zusammenführen der Ergebnisse
4.3. Empfehlungen zur erfolgreichen Integration
4.3.1. Einführung – der erste Tag und die Zeit davor
4.3.2. Der Umgang mit behinderten Mitarbeitern
4.3.3. Maßnahmen der Personalführung
4.3.4. Maßnahmen der Personalentwicklung
4.3.5. Betriebliches Eingliederungsmanagement
4.3.6. Integration in den Arbeitsprozess
4.3.7. Förderungen für behinderte jugendliche Mitarbeiter in Ausbildung
4.3.8. Arbeitserprobung
4.3.9. Kompetenzmanagement
4.3.10. Arbeitsassistenz
4.3.11. Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz
4.3.12. Berufliche Rehabilitation
4.3.13. Service für Unternehmen
4.3.14. Barrierefreie Gebäude
4.3.15. ITS Salzburg
4.3.16. Gewalt
4.3.17. Beispielsprojekt Kompetenz 2000 plus
4.3.18. Professionelle Beratung für Unternehmen
4.3.19. Ethisches Verhalten
4.3.20. Kommunikation
4.3.21. Technische Unterstützung
4.3.22. Diversity-Management
4.3.23. Disability Management
4.3.24. Ganzheitlicher Einsatz von Diversity Management
4.3.25. Förderung nicht begünstigter behinderter Mitarbeiter
4.4. Mitarbeiterüberlassung
4.4.1. Disability Flexicurity Modell kritisch hinterfragt
4.4.2. Reaktionen der Wirtschaft
4.5. Zusammenfassung
5. FAZIT UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen bei der Beschäftigung von behinderten Mitarbeitern in Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und aufzuzeigen, wie Arbeitgeber durch gezielte Maßnahmen sowie moderne Managementansätze von der Integration behinderter Menschen profitieren können, anstatt lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichstaxe zu entrichten.
1.1. EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMATIK
Arbeitnehmer, die angesichts bestimmter Gegebenheiten im Berufsleben in irgendeiner Form eingeschränkt sind, würden am freien Arbeitsmarkt aufgrund dieser Verschiedenartigkeit massiv benachteiligt werden. Um dieser Benachteiligung entgegen zu wirken und eine Diskriminierung infolge dessen vermeiden zu können, müssen Betroffene adäquat geschützt werden. (Celar, 2002)
In Österreich ist dieser Schutz im Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) festgehalten. Das BEinstG bezweckt eine Benachteiligung infolge einer Behinderung zu unterbinden bzw. zu beseitigen. Es regelt die Einstellung von begünstigt behinderten Personen und schreibt Unternehmen die Beschäftigung von einem begünstigt behinderten Mitarbeiter je 25 Mitarbeitern vor. (Ernst/Haller, 2005; RIS 2000 online)
Aufgrund sozialer Barrieren, wie beispielsweise die Unsicherheit im Umgang mit beeinträchtigten Personen, sowie „wegen der Schwierigkeiten, das Arbeitsverhältnis mit Schwerbehinderten einseitig wieder zu beenden, schrecken viele Betriebe vor der Einstellung behinderter Personen zurück“ (Wolff, 2006, S. 513; Interview I3, 2008). Sie bevorzugen stattdessen die Entrichtung der gesetzlich vorgeschriebenen Behindertenausgleichstaxe, um die Einstellung von beeinträchtigten Mitarbeitern zu umgehen und übersehen dabei häufig, welche Potenziale sich durch die Beschäftigung Behinderter dem Unternehmen eröffnen (Wolff, 2006; Stuber, 2006; Mauch, 2001). Auf die erwähnten Potentiale wird in den Kapiteln vier und fünf dieser Arbeit näher eingegangen und an dieser Stelle lediglich darauf hingewiesen.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, den Aufbau der Arbeit und die methodische Vorgehensweise, inklusive der durchgeführten qualitativen Experteninterviews.
2. GRUNDLEGENDE DEFINITIONEN: Hier werden zentrale Begriffe wie Behinderung, Disability Management, Ausgleichstaxe und Diversity Management theoretisch definiert und für die Arbeit abgegrenzt.
3. DIE AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel beschreibt die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt, die Auswirkungen der gesetzlichen Schutzbestimmungen in der Praxis sowie die Vor- und Nachteile einer Beschäftigung aus Arbeitgebersicht.
4. ERFOLGREICHE EINBINDUNG BEGÜNSTIGT BEHINDERTER MITARBEITER IN DAS ARBEITSUMFELD: Dieser Teil präsentiert die empirischen Ergebnisse der Interviews und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab.
5. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Potenzial eines Paradigmenwechsels hin zur Freiwilligkeit und Eigenverantwortung der Unternehmen.
Begünstigt Behinderte, Behinderteneinstellungsgesetz, Ausgleichstaxe, Disability Management, Diversity Management, Integration, Arbeitsmarkt, Kündigungsschutz, Personalmanagement, Qualifizierung, Arbeitskräfteüberlassung, soziale Verantwortung, Unternehmensimage, Barrierefreiheit, Inklusion.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Herausforderung, behinderte Menschen erfolgreich in das Arbeitsumfeld zu integrieren und dabei Vorurteile bei Arbeitgebern abzubauen.
Die Arbeit fokussiert sich auf gesetzliche Regelungen, die wirtschaftlichen und sozialen Vor- und Nachteile der Integration, Fördermöglichkeiten sowie Ansätze wie Disability- und Diversity-Management.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen motiviert werden können, behinderte Menschen einzustellen, anstatt lediglich die Ausgleichstaxe als Ersatz für die Beschäftigungspflicht zu nutzen.
Die Arbeit kombiniert eine ausführliche Literaturrecherche mit einem empirischen Teil, der auf zwölf teilstrukturierten qualitativen Experteninterviews basiert.
Im Hauptteil werden sowohl die Ausgangssituation und Probleme als auch konkrete Empfehlungen, wie z.B. barrierefreie Arbeitsplätze oder Personalentwicklung für behinderte Mitarbeiter, erörtert.
Zentrale Begriffe sind Behinderteneinstellungsgesetz, Inklusion, Ausgleichstaxe, Unternehmenskultur, Qualifizierung und Diversity Management.
Der strenge Kündigungsschutz wird von vielen Unternehmen als erhebliches Hemmnis und als schwer kalkulierbares Risiko bei der Einstellung begünstigt behinderter Personen wahrgenommen.
Es handelt sich um ein geplantes Konzept der Mitarbeiterüberlassung, das es Unternehmen ermöglichen soll, behinderte Mitarbeiter risikofrei für ein Jahr zu testen, bevor sie in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden.
Viele Unternehmen sind sich der existierenden Förderungen und Unterstützungsmöglichkeiten durch das Bundessozialamt nicht bewusst, was eine Barriere für die erfolgreiche Integration darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

