Diplomarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung in den Problemkreis
2 Die Organe der Fußball-Bundesliga
2.1 Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) e.V.
2.1.1 Geschichtliche Entwicklung des DFB und der Bundesliga
2.1.2 Organisatorische Grundlagen des DFB
2.2 Die Liga – Fußballverband e.V. (Ligaverband)
2.3 Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
2.4 Vereine und Kapitalgesellschaften
3 Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten deutscher Bundesligisten
3.1 Verbandsinterne Rechnungslegungspflichten und Prüfungshandlungen im Zuge des Lizenzierungsverfahrens
3.1.1 Vorbemerkungen zum Lizenzierungsverfahren des Ligaverbands
3.1.2 Die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
3.1.2.1 Einzureichende Unterlagen
3.1.2.1.1 Bilanz
3.1.2.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung
3.1.2.1.3 Anhang
3.1.2.1.4 Lagebericht und weitere Angaben
3.1.2.1.5 Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers
3.1.2.1.5.1 Auswahl des Prüfers
3.1.2.1.5.2 Rechtliche Grundlagen und Gegenstand der Prüfung
3.1.2.1.5.3 Berichterstattung
3.1.2.2 Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch die DFL
3.1.2.2.1 Liquiditätsverhältnisse
3.1.2.2.2 Vermögenslage
3.1.2.2.3 Abschließendes Urteil
3.1.2.2.4 Zuständigkeiten und Verfahren
3.1.3 Das Lizenzierungsverfahren der UEFA
3.2 Externe Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten
3.2.1 Kapitalgesellschaften
3.2.1.1 Jahresabschluss und Lagebericht
3.2.1.2 Konzernabschluss und Konzernlagebericht
3.2.1.2.1 Pflicht zur Aufstellung
3.2.1.2.2 Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen
3.2.1.2.3 Kapitalmarktorientierte Unternehmen
3.2.1.3 Prüfung
3.2.1.4 Offenlegung
3.2.2 Vereine
3.2.2.1 Vereinsarten
3.2.2.2 Typische Struktur gemeinnütziger nichtwirtschaftlicher Vereine
3.2.2.3 Die Rechnungslegung gemeinnütziger Vereine
3.2.2.3.1 Rechnungslegung nach dem BGB
3.2.2.3.2 Rechnungslegung nach dem HGB
3.2.2.4 Prüfung
3.2.2.5 Offenlegung
4 Die Bilanzierung von Spielerwerten im immateriellen Anlagevermögen
4.1 Begriffsklärung und Rechtsprechung
4.2 Bilanzansatz von Spielerwerten
4.2.1 Ansatz von originärem immateriellem Vermögen
4.2.1.1 Ansatz von Spielerwerten gemäß HGB
4.2.1.2 Ansatz von Spielerwerten gemäß IFRS
4.2.2 Ansatz von derivativem immateriellem Vermögen
4.2.2.1 Ansatzvorschriften gemäß HGB
4.2.2.2 Ansatzvorschriften gemäß IFRS
4.3 Bewertung derivativer Spielerwerte
4.3.1 Zugangsbewertung
4.3.1.1 Zugangsbewertung gemäß HGB
4.3.1.2 Zugangsbewertung gemäß IFRS
4.3.2 Folgebewertung
4.3.2.1 Planmäßige Abschreibungen
4.3.2.1.1 Planmäßige Abschreibungen gemäß HGB
4.3.2.1.2 Planmäßige Abschreibungen gemäß IFRS
4.3.2.1.2.1 Anschaffungskostenmodell
4.3.2.1.2.2 Neubewertungsmodell
4.3.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung
4.3.2.2.1 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung gemäß HGB
4.3.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung gemäß IFRS
4.4 Ausweisvorschriften
4.4.1 Ausweisvorschriften gemäß HGB
4.4.2 Ausweisvorschriften gemäß IFRS
5 Zusammenfassende Schlussbemerkungen
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und Analyse des Lizenzierungsverfahrens der deutschen Fußball-Bundesliga, insbesondere im Hinblick auf die damit verbundene finanzielle Berichterstattung. Dabei werden sowohl die spezifischen verbandseigenen Anforderungen als auch die allgemeinen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften für Vereine und Kapitalgesellschaften untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf der kontroversen Bilanzierung von Spielerwerten, für die ein Überblick über die Rechtsprechung sowie die praktische Vorgehensweise bei Ansatz, Bewertung und Ausweis nach HGB und IFRS erarbeitet wird.
ad 1.3.2. Transferentschädigungen:
Bei diesem Posten ist zu unterscheiden, ob zu dem „verkauften“ Spieler gleichzeitig ein Spielerwert in der Bilanz vorzufinden ist, da dieser selbst im Zuge eines Transfers aus einem laufenden Vertrag herausgekauft respektive für ihn eine Ausbildungs- und Förderungsentschädigung gezahlt wurde. Oder ob es sich um einen Spieler aus der eigenen Jugend bzw. um einen ablösefrei unter Vertrag genommenen Spieler handelt, der dementsprechend nicht mit einem Spielerwert in der Bilanz aktiviert ist. Ist ein Spielerwert aktiviert, so ist gleichzeitig eine Vollabschreibung auf den aktivierten Betrag vorzunehmen.
1 Einführung in den Problemkreis: Diese Einleitung beleuchtet die ökonomische Bedeutung der Bundesliga sowie die daraus resultierenden Risiken und Besonderheiten, insbesondere im Hinblick auf die Spielergehälter und Rechnungslegung.
2 Die Organe der Fußball-Bundesliga: Das Kapitel stellt die Organisationsstruktur des deutschen Profifußballs mit DFB, Ligaverband und DFL vor und erläutert deren jeweilige Rollen und Verflechtungen.
3 Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten deutscher Bundesligisten: Dieser Teil analysiert das verbandsinterne Lizenzierungsverfahren inklusive der Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die externen gesetzlichen Pflichten für Vereine und Kapitalgesellschaften.
4 Die Bilanzierung von Spielerwerten im immateriellen Anlagevermögen: Das Kapitel widmet sich der Bilanzierbarkeit von Spielern, der historischen Rechtsprechung dazu und den spezifischen Vorgehensweisen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis nach HGB und IFRS.
5 Zusammenfassende Schlussbemerkungen: Hier werden die Kernergebnisse der Arbeit resümiert und die Bedeutung einer ökonomisch zweckmäßigen Behandlung von Spielerwerten betont.
Bundesliga, Lizenzierungsverfahren, Rechnungslegung, Spielerwerte, Bilanzierung, DFL, Kapitalgesellschaften, Vereine, HGB, IFRS, Transferentschädigungen, Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Abschreibungen, Prüfungspflicht, Anlagevermögen
Die Arbeit untersucht die Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten von Klubs der deutschen Fußball-Bundesliga, sowohl im Rahmen des verbandsinternen Lizenzierungsverfahrens als auch nach gesetzlichen Standards.
Die zentralen Felder sind die Organisationsstruktur des Profifußballs, das Lizenzierungsverfahren der DFL, die gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften für Vereine und Kapitalgesellschaften sowie die spezifische Bilanzierung von Spielerwerten.
Das Ziel ist die Analyse des Lizenzierungsverfahrens sowie eine systematische Aufarbeitung der Praxis zur Bilanzierung von Spielerwerten nach HGB und IFRS, inklusive eines Überblicks über die diesbezügliche Rechtsprechung.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analysierenden Herangehensweise, welche die geltenden rechtlichen Bestimmungen (Satzungen, HGB, IFRS, AO) systematisch darstellt und in den Kontext des Profifußballs einordnet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Verbandsstrukturen, die detaillierte Analyse des Lizenzierungsverfahrens der DFL, die Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie die fundierte Auseinandersetzung mit der Bilanzierung von Spielerwerten (Ansatz, Bewertung, Ausweis).
Besonders relevante Fachbegriffe sind Lizenzierungsverfahren, Transferentschädigung, Spielerwerte, Immaterielles Anlagevermögen, Bilanzklarheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Abschreibung und Gesamtkostenverfahren.
Der Sicherungsfonds dient dazu, den Spielbetrieb auch im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eines Klubs abzusichern. Die Arbeit hinterfragt kritisch den Ausweis dieser Kaution im Anlagevermögen.
Während beide Systeme eine Aktivierung derivativer Spielerwerte erlauben, ergeben sich Unterschiede bei der Aktivierung von Handgeldern (Signing Fees) und der Behandlung von Fremdkapitalkosten.
Die größte Schwierigkeit liegt in der mangelnden Homogenität und dem fehlenden aktiven Markt für Spieler, was eine objektive Marktpreisermittlung und damit die Anwendung bestimmter IFRS-Methoden (wie die Neubewertungsmethode) nahezu ausschließt.
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