Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Die Kapitalwertmethode und ihre Einflussfaktoren
2.2 Anlässe und Funktionen von Unternehmensbewertungen
2.3 Überblick über unterschiedliche Bewertungsmethoden
3 Risikoabschlag / -zuschlag
4 Komponenten des Kalkulationszinssatzes und unterschiedliche Ermittlungsmethoden
4.1 Basiszinssatz
4.1.1 Konkretisierung des Basiszinssatzes
4.1.2 Ermittlung des Basiszinssatzes
4.1.2.1 Vergangenheitsdaten, Zinsprognosen oder Stichtagszins
4.1.2.2 Svensson-Methode
4.1.2.3 Phasenmodell
4.2 Risikokosten und unterschiedliche Ermittlungsarten
4.2.1 Begründung für die Berücksichtigung von Risikokosten
4.2.2 Ermittlung anhand fundamentaler Unternehmensdaten
4.2.3 Ermittlung durch den Rückgriff auf Marktdaten am Beispiel des CAPM
4.3 Die Konzeption des internen Zinsfußes
5 Zusammenhang zwischen Unternehmenswert und Kapitalisierungszinssatz
6 Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Methoden zur Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes in der Unternehmensbewertung systematisch zu beschreiben, kritisch zu beurteilen und deren Auswirkungen auf den Unternehmenswert zu analysieren.
4.1.2.2 Svensson-Methode
In der Praxis liegt selten eine flache Zinsstrukturkurve vor, weshalb die unterschiedlichen Zinssätze laufzeitadäquat zu ermitteln sind. Mögliche Fehler bei der Ermittlung des Basiszinssatzes unter Annahme einer flachen Zinsstruktur lassen sich durch die Verwendung von Spot-Rates vermeiden. Die Spot-Rate ist derjenige periodenbezogene Zinssatz, der für Anlagen über eine bestimmte Laufzeit ohne zwischenzeitliche Zinszahlungen erzielt wird. Spot-Rates und deren Zinsstruktur können unter anderem durch die folgenden drei Verfahren ermittelt werden: Direkte Ermittlung anhand von Strips (Separate Trading of Registered Interest and Principal Securities), Schätzung der Zinsstrukturkurve aus Zinsswaps oder Schätzung der Zinsstrukturkurve aus Bundesanleihen (Svensson-Methode). Das naheliegendste ist, direkt auf Nullkuponanleihen des Bundes zurückzugreifen. Das Stripping, die Trennung von Kapital- und Zinsansprüchen und deren separater Handel, ist seit 1997 für bestimmte Bundesanleihen möglich. Problematisch ist jedoch, dass das Volumen der gehandelten Strips im Vergleich zu den gehandelten Bundesanleihen relativ gering ist. Alternativ kann man die Zinsstrukturkurve aus Zinsswaps ableiten. Bei einem Zinsswap werden fixe und variable Zinszahlungen auf einen fiktiven Nominalbetrag über eine feste Vertragslaufzeit zwischen zwei Parteien ausgetauscht. Zwar ist der Swapmarkt einer der liquidesten Kapitalmärkte, allerdings findet der Handel nahezu außerbörslich statt was dazu führt, dass in den Swapsätzen Risikoprämien für Kreditausfallrisiken enthalten sind. Die enthaltene Risikoprämie ist relativ gering, da sich diese zum Großteil auf internationale Geschäftsbanken bezieht, vernachlässigen sollte man diese Größe aber nicht. Zudem werden bei einem Swap die zugrunde liegenden Beträge nicht getauscht. Dieser fehlende Liquiditätsfluss hat ebenfalls Auswirkungen auf den vereinbarten Zinssatz.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Themenfeld der Kapitalkostenermittlung in der Unternehmensbewertung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die allgemeinen Grundlagen der Unternehmensbewertung, insbesondere die Kapitalwertmethode sowie Anlässe und Funktionen von Bewertungen, dargelegt.
3 Risikoabschlag / -zuschlag: Dieses Kapitel behandelt die theoretische Einordnung der Unsicherheit bei der Unternehmensbewertung und die Wahlmöglichkeit zwischen Risikoabschlägen auf Zahlungen oder Risikozuschlägen beim Zinssatz.
4 Komponenten des Kalkulationszinssatzes und unterschiedliche Ermittlungsmethoden: Dieser Hauptteil analysiert die zwei Bestandteile des Kalkulationszinssatzes, Basiszinssatz und Risikokosten, anhand verschiedener wissenschaftlicher und praktischer Ermittlungsmodelle.
5 Zusammenhang zwischen Unternehmenswert und Kapitalisierungszinssatz: In diesem Kapitel wird anhand einer Sensitivitätsanalyse aufgezeigt, wie sich Variationen des Zinssatzes und Wachstumsfaktoren auf den Unternehmenswert auswirken.
6 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch die vorgestellten Ermittlungsmethoden im Hinblick auf deren Praxisrelevanz und Weiterentwicklungspotenzial.
Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Basiszinssatz, Risikokosten, Kapitalwertmethode, Diskontierungszinssatz, Svensson-Methode, Phasenmodell, CAPM, Beta-Faktor, Marktrisikoprämie, Sensitivitätsanalyse, Zinsstrukturkurve, Unternehmenswert, Finanzplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Ermittlung von Kapitalkosten in der Unternehmensbewertung und untersucht die Methoden zur Bestimmung von Basiszinssätzen sowie Risikokosten.
Die zentralen Felder umfassen die Kapitalwertmethode, die Zinsstrukturkurven-Schätzung, das CAPM-Modell sowie die Analyse von Einflussfaktoren auf den Unternehmenswert.
Das Ziel ist die systematische Beschreibung und kritische Beurteilung unterschiedlicher Ermittlungsarten für den Kapitalisierungszinssatz, um dessen erhebliche Bedeutung für das Bewertungsergebnis zu verdeutlichen.
Es werden gängige kapitalmarktorientierte Verfahren (z.B. CAPM, Svensson-Methode) analysiert, miteinander verglichen und deren Eignung für die Bewertungspraxis anhand der Literatur diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Basiszinssatzes, die Ermittlung von Risikokosten mittels fundamentaler Daten oder Marktdaten (CAPM) sowie die Untersuchung der Konzeption des internen Zinsfußes.
Typische Begriffe sind Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, CAPM, Basiszinssatz, Risikoprämie, Beta-Faktor und Sensitivitätsanalyse.
Das CAPM wird kritisiert, da seine theoretischen Annahmen – wie ein vollkommener Kapitalmarkt oder eine einperiodige Sichtweise – in der realen Bewertungspraxis nicht vollständig erfüllt sind.
Die Svensson-Methode wird als verbreitetes Verfahren zur Schätzung der Zinsstrukturkurve vorgestellt, da sie eine laufzeitadäquate Ermittlung des Basiszinssatzes ermöglicht.
Nein, der interne Zinsfuß wird zwar theoretisch diskutiert, für die Unternehmensbewertung jedoch überwiegend als ungeeignet beurteilt.
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