Diplomarbeit, 2008
148 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Inhaltlicher Aufbau und methodische Vorgehensweise
2. Kommunikation
2.1 Was ist Kommunikation
2.2 Was ist computervermittelte Kommunikation
2.2.1 Formen computervermittelter Kommunikation
2.2.2 Theorien computervermittelter Kommunikation
2.3 Digitale Medien und Multimedia in der Kommunikation
2.3.1 Multimediale Repräsentationsformen in IT-Systemen
2.3.2 Medientypen
3. Wahrnehmung und Rezeption
3.1 Informationsaufnahme und –verarbeitung
3.1.1 Information
3.1.2 Das Gedächtnis
3.1.3 Kognitive Prozesse bei der Informationsverarbeitung
3.2 Aufmerksamkeit im Informationsverarbeitungsprozess
3.3 Emotionen im Kommunikationskontext
4. Bedeutung bisheriger Erkenntnisse für die Unternehmenskommunikation
4.1 Interne Kommunikation in der Wertschöpfung des Unternehmens
4.2 Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Internen Kommunikation
4.3 Intranet – Ein Medium der internen Kommunikation
4.4 Podcasts in der internen Unternehmenskommunikation
5. Empirische Überprüfung
5.1 Vorbereitung
5.1.1 Ort und Zeitwahl
5.1.2 Versuchspersonen
5.1.3 Ankündigung
5.1.4 Darbietungsmaterial
5.1.5 Briefing der Beobachter
5.2 Experimentelles Vorgehen
5.2.1 Vorbereitung
5.2.2 Ablauf
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Auswertung der Interviews
5.3.2 Ergebnisinterpretation der Beobachtungen und der Interviews
5.3.3 Auswertung der Fragebögen
5.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Beantwortung der Forschungsfragen
6.2 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich verschiedene Medientypen (Audio, Video und Text) auf die Wahrnehmung und Rezeption von Informationen in der internen Unternehmenskommunikation auswirken. Das primäre Ziel ist es, Wirkungsunterschiede bei der Informationsvermittlung zu identifizieren und den Mehrwert neuer Medienformate in Intranets theoriegeleitet und durch ein Experiment zu analysieren.
Rationale Medienwahl
Das Modell der Rationalen Medienwahl geht davon aus, dass wir im alltäglichen Leben mit verschiedenen Kommunikationssituationen konfrontiert sind, „die sowohl sachlich-inhaltlicher, als auch auf sozio-emotionaler Ebene unterschiedlich anspruchsvoll und wichtig sind.“ Gleichzeitig lässt sich das Modell der rationalen Medienwahl aus mehreren Blickwinkeln betrachten, z.B. wie viel persönliche Nähe und Lebendigkeit während der Kommunikation empfunden werden soll (social presence oder wie komplex die vom Medium übermittelte Informationen ist (media richness, wie viel Rückkanäle zur wechselseitigen Verständigungsabsicherung zur Verfügung stehen (backchannel feedback) und wie hoch der Aufwand bzw. die Schwelle zum Versenden einer Nachricht ist (messaging treshold). Daraus lässt sich schließen, dass eine rationale Medienwahl immer dann getroffen wird, „wenn man in einer konkreten Situation genau das wählt, dass den sachlichen und sozialen Anforderungen der Kommunikationsaufgabe am besten gerecht wird (media appropriateness).“ Die Theorien der sozialen Präsenz, der medialen Reichhaltigkeit und des Backchannel-Feedback setzen voraus, dass Menschen Medien gemäß ihrer Nähe, Reichhaltigkeit bzw. Feedbackmöglichkeit beurteilen und dabei subjektive Rangreihen bilden. Joseph Schmitz und Janet Fulk führten unter 655 Angehörigen eines Forschungsinstitutes eine Bewertung und Nutzung unterschiedlicher Individualmedien durch. Dabei kristallisierte sich heraus, dass Face-to-Face Kommunikation die reichhaltigste Kommunikationsform war.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Multimedialisierung von Information und Kommunikation ein und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Kommunikation: Hier werden grundlegende Definitionen von Kommunikation und computervermittelter Kommunikation (CvK) erläutert sowie die entsprechenden theoretischen Modelle zur Medienwahl und Medienmerkmalen vorgestellt.
3 Wahrnehmung und Rezeption: Dieses Kapitel behandelt die kognitiven Prozesse der Informationsaufnahme, die Funktionsweise des Gedächtnisses und die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Emotionen in der Kommunikation.
4 Bedeutung bisheriger Erkenntnisse für die Unternehmenskommunikation: Hier wird der theoretische Rahmen auf die betriebliche Praxis übertragen, mit Fokus auf interner Kommunikation, Intranets und Podcasts.
5 Empirische Überprüfung: Dieses Kapitel beschreibt das durchgeführte Feldexperiment, die methodische Vorgehensweise (Beobachtung, Interviews, Fragebögen) sowie die Auswertung der Ergebnisse.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle multimedialer Medien.
Interne Unternehmenskommunikation, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Gedächtnis, Medientypen, Text, Audio, Video, Computervermittelte Kommunikation, Multimedialität, Kognition, Experiment, Merkleistung, Intranet, Podcasts.
Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Medientypen (Text, Audio, Video) die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung von Mitarbeitern in der internen Unternehmenskommunikation beeinflussen.
Die zentralen Themen sind Kommunikationswissenschaft, kognitive Psychologie, Medienpsychologie, interne Unternehmenskommunikation sowie die empirische Untersuchung von Mediennutzung und deren Wirkung.
Das Ziel ist es, Wirkungsunterschiede bei der Rezeption verschiedener Medienformate festzustellen und zu bewerten, welchen Mehrwert moderne Technologien wie Podcasts oder Videos für die interne Kommunikation bieten.
Die Arbeit basiert auf einem theoriegeleiteten Ansatz, der durch ein empirisches Feldexperiment mit Beobachtung, qualitativen Interviews und quantitativen Fragebögen ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kommunikation und Wahrnehmung, die Anwendung dieser Theorien auf die interne Unternehmenskommunikation sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des durchgeführten Experiments.
Die wichtigsten Begriffe sind Interne Unternehmenskommunikation, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Medientypen, Multimedialität und Merkleistung.
Um eine authentische Kommunikationsumgebung zu schaffen, die den Arbeitsalltag widerspiegelt, anstatt die Probanden in einer sterilen Laborumgebung zu testen, was die Validität der Ergebnisse erhöht.
Der Medientyp Text zeigte die höchste Merkleistung bei den Probanden, was vor allem auf die langjährige Gewöhnung der Mitarbeiter an dieses Medium und die Möglichkeit zur aktiven Bedeutungskonstruktion beim Lesen zurückzuführen ist.
Die Auswertung zeigt, dass eine hohe Qualität (Stimme, Schnitt, Aufbereitung) entscheidend für die Akzeptanz und das emotionale Befinden der Rezipienten ist; minderwertige Audio- oder Videoqualität führt schnell zu Langeweile oder Ablehnung.
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