Bachelorarbeit, 2008
62 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Einwanderungspolitik der USA
2.1. Drei Modelle der amerikanischen Einwanderungspolitik
2.2. Die wichtigsten Entwicklungen der Einwanderungspolitik seit 1965
2.2.1. Immigration and Nationality Act
2.2.2. Immigration Reform and Control Act
2.2.3. Illegal Immigration Reform and Immigration Responsibility Act
3. USA – Mexiko: Zwischen Eroberung, Ausbeutung und Abhängigkeit
3.1. Vom Verlust des Territoriums zur antiamerikanischen Haltung
3.2. Das Bracero Programm und seine Folgen
3.3. NAFTA – Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen
3.3.1. Entstehung und Ziele der NAFTA
3.3.2. Die Förderung der Maquiladora Industrie
3.3.3. Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen
3.4. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Migration
4. Strategien zur Bekämpfung der illegalen Migration
4.1. Die Militarisierung der us-mexikansichen Grenze
4.1.1. Entwicklungen seit den 1970er Jahren
4.1.2. Militarisierung unter der Bush-Administration
4.1.3. Die vorgezogene US-Grenze in Südmexiko
4.2. Konsequenzen der Militarisierung für die Migranten
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert, inwieweit sich die Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich zu einer „Festung USA“ entwickelt haben. Dabei wird untersucht, wie die Militarisierung der südwestlichen Grenze die mexikanische Migration beeinflusst und ob diese Strategie erfolgreich ist, wobei der Schwerpunkt auf den politischen und wirtschaftlichen Interdependenzen zwischen den USA und Mexiko liegt.
3.4. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Migration
Bei der Zuwanderung in den USA handelt es sich größtenteils um eine Arbeitsmigration, welche ebenfalls verdeutlicht, wie groß das Wohlstandsgefälle zwischen den USA und Mexiko immer noch ist. Wie im vorigen Kapitel beschrieben, haben sich die Hoffnungen auf eine Angleichung der beiden Nationen durch NAFTA nicht erfüllt. Die wirtschaftlichen Probleme Mexikos, besonders die Zerstörung der Landwirtschaft, gehören zu den wichtigsten Migrationsgründen. Zwar werden vor allem in der Maquiladora Industrie stetig neue Arbeitsplätze geschaffen, doch diese sind meist auf der Basis von Zeitverträgen und wie bereits erwähnt, unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen (vgl. Abschnitt 3.3.2.)
Folglich sind es hauptsächlich gering qualifizierte Arbeitskräfte die in die USA emigrieren. Durch die Abwanderung dieser meist sehr ärmlichen Schicht kommt es zu einem Anstieg der Armut in den Vereinigten Staaten, denn die genannten MigrantInnen sind meist in der untersten Lohngruppe beschäftigt und nehmen Sozialfürsorge in Anspruch. Nach Angaben des U.S. Census Bureau waren es 1998 fast ein Drittel aller in den USA lebenden MexikanerInnen. Insgesamt bilden die MexikanerInnen die größte Migrantengruppe in den USA, die von Armut betroffen ist (vgl. Abb. 7).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Identität der USA als Einwanderungsland ein und skizziert die Problematik einer restriktiveren Politik sowie der Grenzmilitarisierung.
2. Die Einwanderungspolitik der USA: Dieses Kapitel erläutert die historischen Modelle der US-Einwanderungspolitik und analysiert kritisch wichtige Gesetzesänderungen seit 1965.
3. USA – Mexiko: Zwischen Eroberung, Ausbeutung und Abhängigkeit: Hier werden die komplexen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Nachbarländern sowie der Einfluss von NAFTA und dem Bracero-Programm auf die Migrationsströme untersucht.
4. Strategien zur Bekämpfung der illegalen Migration: Das Kapitel behandelt die zunehmende Militarisierung der US-Grenze, die Auswirkungen dieser Maßnahmen und die Rolle der „vorgezogenen Grenze“ in Südmexiko.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der US-Politik zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die bisherige Grenzmilitarisierung als gescheiterte Strategie zu betrachten ist.
Einwanderungspolitik, USA, Mexiko, illegale Migration, Militarisierung, NAFTA, Grenze, Arbeitsmigration, Festung USA, Remittances, Hispanics, Grenzsicherung, Menschenrechte, Arbeitsmarkt, Interdependenz
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Einwanderungspolitik der USA gegenüber Mexiko und analysiert die Auswirkungen der Grenzmilitarisierung auf die Migrationsströme.
Zu den zentralen Themen gehören die historischen Modelle der Einwanderung, die ökonomischen Beziehungen durch NAFTA, die Strategien zur Grenzsicherung und die humanitären Folgen für Migranten.
Ziel ist es zu analysieren, ob sich die USA tatsächlich zu einer „Festung“ entwickelt haben und ob die gewählte Strategie der Militarisierung zur Steuerung der Migration erfolgreich ist.
Die Arbeit basiert auf einer Sekundär- bzw. Dokumentenanalyse von Literatur, Zeitschriftenartikeln und wissenschaftlichen Berichten von Einrichtungen wie dem Pew Hispanic Center.
Der Hauptteil beleuchtet die Gesetzgebung seit 1965, die historische und ökonomische Verflechtung mit Mexiko sowie die spezifischen Strategien zur Bekämpfung illegaler Migration.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Einwanderungspolitik, Militarisierung, NAFTA, illegale Migration, Arbeitsmarktinterdependenz und ökonomische Auswirkungen.
Die Kritik basiert darauf, dass die Militarisierung die Migration nicht stoppt, sondern lediglich in gefährlichere Gebiete verschiebt, was zu einem drastischen Anstieg von Todesfällen unter Migranten führt.
Rücküberweisungen (Remittances) stellen eine bedeutende Deviseneinnahmequelle für Mexiko dar, deren unproduktive Nutzung jedoch auch langfristige Abhängigkeitsstrukturen fördert.
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