Diplomarbeit, 2009
119 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Klassisches Target Costing
2.1 Grundidee, Entstehung und Vorgehensweise des Target Costing
2.2 Ablaufschema des Target Costing
2.2.1 Zielkostenfindung
2.2.2 Zielkostenspaltung
2.2.3 Zielkostenrealisierung
2.3 Beurteilung des Target Costing und die Notwendigkeit einer Dynamisierung
3. Dynamisches Target Costing
3.1 Integration von Product Life Cycle Costing und Target Costing als Ausgangspunkt einer Dynamisierung
3.2 Dynamisierung des Target Costing
3.2.1 Erlösstruktur
3.2.2 Kostenstruktur
3.2.3 Zielrendite, Zielkosten und Zielkostenlücke
3.2.4 Kalkulationszinssatz
3.2.5 Zielkostenspaltung und Zielkostenkontrolldiagramm
3.2.6 Konzeptioneller Grundaufbau vorhandener Ansätze zum dynamischen Target Costing
4. Erweiterung des dynamischen Target Costing durch die Integration einer Risikoanalyse
4.1 Grundaufbau der Risikoanalyse
4.2 Risikoanalyse
4.2.1 Risikoanalyse der Erlösstruktur
4.2.2 Risikoanalyse der Kostenstruktur
4.2.3 Risikoanalyse der Zielrendite, Zielkosten und Zielkostenlücke
4.2.4 Risikoanalyse der Zielkostenspaltung und des Zielkosten-kontrolldiagramms
5. Zusammenführung der Erkenntnisse in einem Simulationsmodell innerhalb eines eigenen dynamischen Ansatzes mit integrierter Risikoanalyse
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Target Costing von einem statischen, einperiodigen Instrument zu einem dynamischen Managementwerkzeug weiterzuentwickeln, das den gesamten Produktlebenszyklus abbildet und Unsicherheiten durch eine integrierte Risikoanalyse explizit berücksichtigt. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Modellparameter dynamisiert und mittels Simulation in einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden können.
1.1 Problemstellung
Das Konzept des Target Costing, welches in den ersten Veröffentlichungen im deutschsprachigen Raum auch unter dem Begriff „Marktorientiertes Zielkostenmanagement“ oder „Zielkostenrechnung“ etabliert wurde, hat sich mittlerweile als ein bedeutungsvolles Standardinstrument des strategischen Kostenmanagements durchgesetzt. Dieses aus der Praxis stammende Instrument hat seinen Ursprung in Japan, wo es von den Autoren Sakurai, Tanaka, Hiromoto und Monden erstmals in der englischsprachigen Literatur behandelt wurde.
Das Target Costing wird als ein Instrument zur marktorientierten Planung, Steuerung und Kontrolle der gesamten Produktlebenszykluskosten verstanden, welches bereits in der Entwicklungsphase des Produkts ansetzt, definiert. Target Costing ist demzufolge ein Instrument des strategischen Kostenmanagements, welches auf eine langfristige, also auf den gesamten Produktlebenszyklus ausgerichtete, Betrachtung zum Gegenstand hat. Wenn das Target Costing als strategisches Planungsinstrument des Kostenmanagements verstanden werden soll, so muss es einerseits die Dynamik einer langfristigen Betrachtung sowie das Risiko der Unsicherheit von Prognosen berücksichtigen, was es in seiner klassischen oder traditionellen Ausgestaltung als statischer Ansatz nicht erfüllt. Dieser Überlegung zufolge wird zum einem in der Literatur seit längerer Zeit die Dynamisierung des Target Costing gefordert und werden zum anderen auch bereits potentielle Ansätze zur Dynamisierung vorgestellt. Diese Dynamisierung des Target Costing unter Einbeziehung des Risikos ist Gegenstand dieser Diplomarbeit.
1. Einleitung: Einführung in das Konzept des Target Costing, Darstellung der Problematik statischer Ansätze und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Klassisches Target Costing: Erläuterung der Grundidee, des Ablaufschemas (Zielkostenfindung, -spaltung, -realisierung) sowie eine kritische Würdigung der statischen Ausgestaltung.
3. Dynamisches Target Costing: Schrittweise Dynamisierung durch Integration des Product Life Cycle Costing, mehrperiodige Betrachtung von Erlös- und Kostenstrukturen sowie Analyse existierender dynamischer Ansätze.
4. Erweiterung des dynamischen Target Costing durch die Integration einer Risikoanalyse: Darstellung der methodischen Vorgehensweise zur Risikointegration und Risikoanalyse einzelner Komponenten und Strukturen.
5. Zusammenführung der Erkenntnisse in einem Simulationsmodell innerhalb eines eigenen dynamischen Ansatzes mit integrierter Risikoanalyse: Synthese der Ergebnisse in einem Simulationsmodell unter Nutzung der Monte-Carlo-Methodik.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Dynamisierungsergebnisse und Diskussion über zukünftige Entwicklungspotentiale.
Target Costing, Zielkostenmanagement, Kostenmanagement, Dynamisierung, Produktlebenszyklus, Product Life Cycle Costing, Risikoanalyse, Simulationsmodell, Monte-Carlo-Analyse, Zielkostenlücke, Zielkostenkontrolldiagramm, Kostensenkung, Marktorientierung, Kapitalwertmethode, Unsicherheit.
Die Arbeit untersucht, wie das Target Costing von einem statischen Modell in einen dynamischen Ansatz überführt werden kann, der auch Risiken und Unsicherheiten bei der Produktkostenplanung berücksichtigt.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Integration des Lebenszykluskonzepts, die Dynamisierung von Modellparametern wie Erlösen und Kosten sowie die Anwendung quantitativer Methoden wie der Risikoanalyse und Monte-Carlo-Simulation.
Das Ziel ist die Ausgestaltung eines dynamisierten Target Costing unter Einbeziehung von Risikodaten, um die Aussagekraft der Zielkostenvorgaben für den gesamten Produktlebenszyklus zu erhöhen.
Es wird eine Literaturanalyse der bestehenden Ansätze durchgeführt, gefolgt von einer konzeptionellen Entwicklung eines eigenen dynamischen Modells, das mittels Monte-Carlo-Simulation (unter Einsatz von Excel und @Risk) angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der Dynamisierung (Kapitel 3), die Einbindung der Risikoanalyse (Kapitel 4) und die Zusammenführung dieser Elemente in einem eigenständigen Simulationsmodell (Kapitel 5).
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie dynamisches Target Costing, Risikointegration, Lebenszykluskosten und simulationsgestützte Kostenplanung charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass klassische Ansätze zu statisch sind, da sie langfristige Entwicklungen im Produktlebenszyklus vernachlässigen und Prognoseunsicherheiten nicht explizit in die Zielkostenrechnung einbeziehen.
Die Risikoanalyse dient dazu, die vermeintliche Exaktheit von Durchschnittswerten zu hinterfragen, indem sie Wahrscheinlichkeitsverteilungen für Eingangsgrößen nutzt, um so die Zielkostenlücke präziser als Bereich oder Verteilung abzubilden.
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