Diplomarbeit, 2008
209 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Klimawandel im Alpenraum
2.1 Klimawandel und Wintertourismus in den Alpen
2.2 Klimawandel und Sommertourismus in den Alpen
3 Technische Beschneiung als Instrument der Risikovorsorge in Bayern
3.1 Ausbau der technischen Beschneiung in Bayern
3.2 Kosten und Ressourcenverbrauch der technischen Beschneiung
3.2.1 Anschaffungs- und Betriebskosten
3.2.2 Wasserwirtschaft
3.2.3 Energieverbrauch
3.3 Investitionsrisiken
3.4 Genehmigungspraxis in Bayern
3.5 Ökologische Auswirkungen
3.5.1 Flora und Fauna
3.5.2 Landschaftsbild
3.6 Ökonomische Auswirkungen
3.6.1 Die Bedeutung der technischen Beschneiung für die Nachfrage
3.6.2 Wertschöpfung durch die technische Beschneiung
3.7 Fazit
4 Veränderung der Nachfrage durch den Klimawandel
4.1 Befragung zum Thema Winterurlaub in den Alpen
4.1.1 Zielsetzung
4.1.2 Methode
4.1.3 Stichprobenumfang
4.1.4 Ergebnisse der Umfrage
4.2 Weitere Einflussfaktoren auf die Nachfrage des Wintertourismus in Bayern
5 Mögliche Anpassungsstrategien an den Klimawandel
5.1 Mögliche kurzfristige Angebotsanpassung
5.1.1 Schneeabhängige Alternativangebote
5.1.1.1 Schneeabhängige Angebote für Wintersportler
5.1.1.2 Schneeabhängige Angebote für Nichtwintersportler
5.1.2 Schneeunabhängige Alternativangebote
5.1.2.1 Schneeunabhängige Angebote für Wintersportler
5.1.2.2 Schneeunabhängige Angebote für Nichtwintersportler
5.1.3 Themenberge
5.1.4 Kurzfristige Angebotserstellung
5.1.5 Kongress- und Seminartourismus
5.2 Mögliche langfristige Angebotsanpassung
5.2.1 Erschließungen von hochgelegenen Gebieten
5.2.2 Regionales Finanzierungsmodell für Seilbahnbetriebe
5.2.3 Kooperationsformen von Seilbahnbetrieben
5.2.4 Vier-Jahreszeiten-Tourismus
5.2.5 Erneuerung des Leitbildes
5.2.6 Qualitativer Ausbau und Polarisierung von Bergbahnen
5.2.7 Investitionsprüfung
5.2.8 Erweiterung des bayerischen Alpenraums als Gesundheits- und Wellnessdestination
5.3 Fazit
6 Konzeptentwicklung eines mobilen und klimafreundlichen Tourismus
6.1.1 Akzeptanz klimaschonender Verhaltensweisen im Urlaub
6.1.2 Anreise und Sanfte Mobilität
6.1.3 Energieeffizienz in der Hotellerie
6.1.4 Klimaneutraler Urlaub
7 Modellregion Berchtesgadener Land
7.1 Touristische Organisationsstruktur
7.2 Räumliche und zeitliche Verteilung des Tourismus im Landkreis
7.3 Touristisches Angebot im Winter
7.3.1 Wintersport und Wandern
7.3.2 Kultur und Tradition
7.3.3 Wellness
7.3.4 Hotellerie
7.4 Stärken/Schwächen- und Chancen/Risiken-Analyse
8 Politische Reaktionsmöglichkeiten Bayerns
8.1 Förderpolitik
8.1.1 Beratungsstellen
8.1.2 Förderkredite und Bankwesen
8.1.3 Förderung eines Qualitätsausbaus der bayerischen Hotellerie
8.1.4 Förderprogramme für Seilbahnbetriebe
8.1.5 Hinterfragung der Förderung von technischer Beschneiung
8.1.6 Förderung von Umstrukturierungsmaßnahmen
8.1.7 Tourismusorganisationen
8.2 Einhaltung der Alpenkonvention
8.2.1 Förderkriterien
8.2.2 Raumplanung und nachhaltige Entwicklung
8.3 Naturgefahren und Tourismus
9 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintertourismus im Alpenraum, mit besonderem Fokus auf Bayern. Ziel ist es, die Eignung der technischen Beschneiung als Risikovorsorge kritisch zu evaluieren und auf Basis einer empirischen Verbraucherbefragung nachhaltige Anpassungs- und Vermeidungsstrategien sowie politische Reaktionsmöglichkeiten für die Tourismuswirtschaft abzuleiten.
1.1 Problemstellung
Der Klimawandel ist zum Gegenstand aktueller Debatten auf globaler, nationaler und regionaler Ebene geworden. Seit dem extrem schneearmen Winter 2006/20007 in den Alpen sind der Klimawandel und dessen Auswirkungen auf den alpinen Wintertourismus zunehmend in der Diskussion. Entstehende Risiken werden speziell für den Wintertourismus in Bayern gesehen und dessen sichere Zukunft bereits in Frage gestellt. Eine besondere Herausforderung ist es, geeignete Anpassungsstrategien für den bayerischen Wintertourismus zu finden. Der Ausbau der technischen Beschneiung wird kontrovers diskutiert und scheint als Maßnahme nur bedingt geeignet zu sein, um dem Klimawandel zu trotzen. Demzufolge muss diese Maßnahme evaluiert und weitere Anpassungsstrategien konzipiert und umgesetzt werden.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei, inwiefern Wahrnehmung und Anpassungsprozesse der Verbraucher eine Rolle spielen werden. Fernerhin stellt sich die Frage, welche Vermeidungsstrategien an den Klimawandel getroffen werden können, das heißt wie eine Verminderung des anthropogenen CO2 (Kohlendioxid) Ausstoßes durch die Tourismuswirtschaft im Alpenraum möglich ist. Darüber hinaus sind Handlungsmöglichkeiten auf politischer Ebene denkbar. Welche Handlungsfelder diesbezüglich bestehen, welche Kriterien dabei einzuhalten sind und wie die bestehenden politischen Maßnahmen für die Tourismuswirtschaft zu bewerten sind, gilt es zu untersuchen.
1 Einleitung: Stellt die Problematik des Klimawandels für den alpinen Wintertourismus in Bayern dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, welche eine strukturierte Analyse von Anpassungsstrategien umfasst.
2 Klimawandel im Alpenraum: Analysiert vergangene Wetterdaten und zukünftige Klimamodelle, um die Auswirkungen auf den Winter- und Sommertourismus in den Alpen zu prognostizieren.
3 Technische Beschneiung als Instrument der Risikovorsorge in Bayern: Untersucht kritisch den Ausbau von Beschneiungsanlagen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten sowie deren Genehmigungspraxis.
4 Veränderung der Nachfrage durch den Klimawandel: Präsentiert die Ergebnisse einer Verbraucherbefragung bezüglich des Wintertourismus und beleuchtet weitere Einflussfaktoren auf das Nachfrageverhalten.
5 Mögliche Anpassungsstrategien an den Klimawandel: Erörtert sowohl kurzfristige als auch langfristige Angebotsanpassungen, wie etwa den Vier-Jahreszeiten-Tourismus oder eine qualitative Aufwertung des Angebots.
6 Konzeptentwicklung eines mobilen und klimafreundlichen Tourismus: Entwickelt Lösungsansätze zur Verminderung von CO2-Emissionen, insbesondere durch sanfte Mobilität und Energieeffizienz in der Hotellerie.
7 Modellregion Berchtesgadener Land: Wendet die theoretischen Erkenntnisse auf eine konkrete Modellregion an und führt eine Stärken-Schwächen-Analyse durch.
8 Politische Reaktionsmöglichkeiten Bayerns: Diskutiert politische Maßnahmen zur Förderung des Tourismus unter Einbeziehung der Kriterien der Alpenkonvention und weiterer Nachhaltigkeitsaspekte.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an einen nachhaltigen Wintertourismus in Bayern.
Klimawandel, Alpenraum, Wintertourismus, Bayern, Anpassungsstrategien, Vermeidungsstrategien, technische Beschneiung, Nachfrage, Berchtesgadener Land, alpine Konvention, Nachhaltigkeit, Tourismuspolitik, Wellness, Mobilität.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Klimawandels für den Wintertourismus in den bayerischen Alpen und entwickelt Strategien, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit dieser Urlaubsregionen zu sichern.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels auf Schneesicherheit, die Rolle der technischen Beschneiung, die veränderten Bedürfnisse von Winterurlaubern sowie nachhaltige Anpassungs- und Mobilitätskonzepte.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie bayerische Winterurlaubsorte durch eine Diversifizierung ihres Angebots, eine Anpassung an demografische Veränderungen und eine stärkere Ausrichtung auf ganzjährige Angebote auf den Klimawandel reagieren können.
Die Arbeit nutzt neben einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Klimaszenarien eine empirische, webbasierte Verbraucherbefragung unter rund 1.300 Teilnehmern sowie eine fallstudienbasierte Analyse der Modellregion Berchtesgadener Land.
Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Beschneiung als Instrument der Risikovorsorge, analysiert empirisch die Nachfrageveränderungen, erarbeitet konkrete Anpassungsstrategien und bewertet politische Handlungsoptionen für die Landespolitik in Bayern.
Klimawandel, Anpassungsstrategien, Wintertourismus, technische Beschneiung, Nachhaltigkeit, Modellregion Berchtesgadener Land.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die technische Beschneiung zwar kurzfristig zur Qualitätssicherung beitragen kann, jedoch aufgrund steigender Kosten, hoher Umweltbelastungen und der absehbaren klimatischen Entwicklung keine alleinige, zukunftsfähige Strategie darstellt.
Der Sommertourismus gewinnt an Bedeutung, da mildere Temperaturen in den Alpen neue Attraktivität für Urlauber schaffen könnten, was eine Diversifizierung hin zum Ganzjahrestourismus als strategische Chance für die Regionen erscheinen lässt.
Die Alpine Pearls sind ein Verbundkonzept, das Gästen ermöglicht, klimaschonend ohne eigenes Auto anzureisen und vor Ort mobil zu sein, womit sie einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion im Tourismus leisten.
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