Bachelorarbeit, 2008
55 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Themenkomplex Phraseologie
2.1 Definition
2.1.1 Polylexikalität
2.1.2 Festigkeit
2.1.2.1 Psycholinguistische Festigkeit
2.1.2.2 Strukturelle Festigkeit
2.1.2.3 Pragmatische Festigkeit
2.1.3 Idiomatizität
2.2 Terminologie und ihre Probleme
2.3 Klassifikation und Abgrenzung
2.4 Funktionen von Phraseologismen
3. Die Untersuchung – eine Evaluation mittels Fragebogen
3.1 Vorüberlegungen
3.2 Psycholinguistische und pragmatische Aspekte der Phraseologie
3.2.1 Psycholinguistische Aspekte
3.2.2 Spracherwerb von Phraseologismen
3.3 Durchführung der Untersuchung
3.3.1 Die Versuchspersonen und die Durchführung der Untersuchung
3.3.2 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
3.4 Auswertung der Untersuchung
4. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bekanntheit und das Verständnis von Phraseologismen bei Schülern der 7. Jahrgangsstufe zu evaluieren sowie den Einfluss von Kontext auf die Interpretationsleistung zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwieweit kontextgebundene versus kontextlose Angebote die Identifikation und das Verständnis dieser sprachlichen Einheiten beeinflussen.
2.4 Funktionen von Phraseologismen
Da die Existenz von Phraseologismen [...] eine nicht zu leugnende Tatsache der Sprache mit dem Status einer Universalie ist, müssen sie also eine Existenzberechtigung haben, die sich in ihrem besonderen, noch näher zu nuancierenden Wert für die Kommunikation auf den verschiedenen Ebenen der Sprache ausdrückt, und die sich auch nicht auf eine bloße Schmuckfunktion reduzieren läßt. Es gilt daher die zusätzlichen Funktionen der Phraseologismen in diesem Abschnitt der Arbeit aufzuklären.
Allen voran ist diesbezüglich die stilistische Funktion der Phraseologismen zu nennen. Sie ergibt sich aus der überaus großen semantischen Vielfalt vieler phraseologischer Ausdrücke. Gerade idiomatische Wortverbindungen machen es möglich, die Sprache des Sprechers oder Schreibers durch eine Vielzahl an Ausdrucksvarianten so zu erweitern, dass das Gemeinte auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht werden kann. Für die Stilistik ist hierbei die stilistische oder konnotative Information interessant, die zur denotativen Information hinzutritt und zusammen mit dieser das semantische Spektrum des Phraseologismus ergibt. Insbesondere expressive Konnotationen sind charakteristisch für Phraseologismen.
Des Weiteren wird wegen ihrer vorgeformten, festen Gestalt von einer höheren Überzeugungskraft gegenüber freien Verbindungen gesprochen. Diese Eigenschaft der Phraseologismen kann als argumentative Funktion gesehen werden. Die den Phraseologismen zugestandene expressive und intensivierende Qualität ergibt sich dadurch, dass sie Abstraktes oftmals in anschaulichen Bildern formulieren - ein Umstand, der den besonderen stilistischen Wert der Phraseologismen im Vergleich zu freien Verbindungen ausmacht. Der stilistische Effekt ergibt sich oft durch die Substitution einer Komponente des Phraseologismus, der Umkehrung einer Paarformel oder des Weglassens eines Elementes.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Phraseologismen in der Alltagssprache dar und definiert das Ziel, durch eine Evaluation an einer Gesamtschule den Wissensstand von Schülern zu ermitteln.
2. Der Themenkomplex Phraseologie: Dieses Kapitel erläutert die linguistischen Grundlagen der Phraseologie, insbesondere die Kriterien Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität.
3. Die Untersuchung – eine Evaluation mittels Fragebogen: Hier wird die empirische Studie beschrieben, die mittels eines Fragebogens die phraseologische Kompetenz von Schülern hinsichtlich Bekanntheit, Verständnis und Kontextabhängigkeit prüft.
4. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die Erkenntnis, dass der Kontext für das Verständnis zentral ist und der Phrasemschatz der Siebtklässler größtenteils passiv einzustufen ist.
Phraseologie, Phraseologismen, Idiomatizität, Festigkeit, Polylexikalität, Spracherwerb, Kontextabhängigkeit, Sprachverstehen, Evaluation, Fragebogenstudie, linguistische Kompetenz, semantische Struktur, syntaktische Funktion, passiver Wortschatz, Routineformeln.
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von Phraseologismen im Bereich der deutschen Sprache und evaluiert deren Bekanntheit und Verständnis bei Jugendlichen.
Die Arbeit behandelt die theoretische Definition von Phraseologismen, ihre psycholinguistischen Eigenschaften sowie die empirische Untersuchung ihres Gebrauchs im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es, den Wissensstand über Phraseologismen bei Schülern der 7. Klasse zu erheben und zu analysieren, wie kontextuelle Einbettungen das Verständnis beeinflussen.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer Evaluation mittels Fragebögen durchgeführt, die sowohl quantitative als auch qualitative Daten umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und die detaillierte Durchführung sowie Auswertung einer Befragung an einer Gesamtschule.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Phraseologismen, Idiomatizität, Kontextabhängigkeit, Sprachverstehen und Evaluation.
Der Kontext liefert laut der Untersuchung notwendige Informationen, um die Bedeutung von Phraseologismen, insbesondere bei polysemen Fällen, präzise zu erschließen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Phrasemschatz der Schüler als größtenteils passiv einzustufen ist und sie bei der aktiven Identifikation und Synthese von Phraseologismen erhebliche Schwierigkeiten hatten.
Ja, Variante A bot einen Kontext durch Beispielsätze, während dieser in Variante B fehlte, was einen signifikanten Einfluss auf die Bekanntheitswerte der getesteten Phraseologismen hatte.
Die Schüler tendierten dazu, die Peripherie um ein Phrasem herum zu weit oder zu ungenau zu markieren, was die korrekte Identifikation des phraseologischen Kerns erschwerte.
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