Magisterarbeit, 2006
349 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Material und Methoden
3. Tourismus
3.1. Allgemeine Betrachtungen
3.1.1. Das touristische Angebot im Urlaubsland
3.1.2. Die Nachfrage im Quellgebiet
3.2. Tourismus in Entwicklungsländern
3.2.1. Begriffsdefinition und Merkmale von Entwicklungsländern
3.2.2. Vor-und Nachteile für Touristen
3.2.3. Auswirkungen im Reiseland
3.2.4. Ökotourismus als neue Form des Reisens
4. Landeskundliche Einführung unter Berücksichtigung des touristischen Potentials
4.1. Physisch-geographischer Überblick
4.1.1. Geographische Lage und Größe
4.1.2. Landschaftsformen
4.1.3. Klima
4.1.4. Vegetation
4.2. Anthropogeographischer Überblick
4.2.1. Bevölkerung
4.2.2. Geschichte
4.2.3. Wirtschaft
4.2.4. Historische Entwicklung des Tourismus
5. Natur- und Kulturdenkmäler
5.1. Der Forêt de Nyungwe
5.1.1. Einführung
5.1.2. Geschichtlicher Überblick
5.1.3. Besonderheiten der Flora und Fauna
5.1.4. Touristische Angebote
5.1.5. Touristische Frequentierung
5.1.6. Projekte in Planung
5.1.7. Kritische Betrachtung des touristischen Angebots
5.2. Akagera-Nationalpark
5.2.1. Einführung
5.2.2. Geschichtlicher Überblick
5.2.3. Besonderheiten der Flora und Fauna
5.2.4. Touristische Angebote
5.2.5. Derzeitige touristische Nutzung
5.2.6. Ausblick in zukünftige Projekte
5.2.7. Kritische Betrachtung des touristischen Angebots
5.3. Der Parc National des Volcans
5.3.1. Einführung
5.3.2. Geschichtlicher Überblick
5.3.3. Besonderheiten der Flora und Fauna
5.3.4. Touristisches Angebote
5.3.5. Touristische Frequentierung
5.3.6. Ausblick in zukünftige Projekte
5.3.7. Kritische Betrachtung des touristischen Angebots
5.4. Der Kivu-See
5.4.1. Naturräumliche Beschreibung
5.4.2. Sehenswürdigkeiten
5.4.3. Das Erholungspotential des Kivu-Sees
5.4.4. Kritische Betrachtung des touristischen Angebots
5.5. Weitere Natur- und Kulturdenkmäler
5.5.1. Die heißen Quellen von Bugarama und die Rusizifalls
5.5.2. Ibuhanga-Wald bei Ruhengeri
5.5.3. Höhlen bei Ruhengeri
5.5.4. Die Rusumo-Falls
5.5.5. Das Nationalmuseum in Butare
5.5.6. Der Königspalast in Nyanza
5.5.7. Die Genozid-Gedenkstätten
5.5.8. Das traditionelle Leben in Rwanda
5.5.9. Die Hauptstadt Kigali
6. Die touristische Infrastruktur
6.1. Beherbergungs- und Verpflegungsbetriebe
6.1.1. Beherbergungsbetriebe
6.1.2. Verpflegungsbetriebe
6.2. Transportwesen
6.2.1. Straßen
6.2.2. Lufttransport
6.2.3. Eisenbahn
6.2.4. Schifffahrtswege
6.3. Reiseveranstalter
6.4. Probleme in der touristischen Infrastruktur
6.4.1. Probleme bei der Unterkunft/ Verpflegung
6.4.2. Probleme im Transportwesen
6.4.3. Fehlender Service in Rwanda
7. Nachfrageseitige Betrachtung
7.1. Auswertung der Umfrage
7.1.1. Die Altersstruktur der befragten Personen
7.1.2. „Kennst Du/ kennen Sie das Land Rwanda?“
7.1.3. „Warst Du/ waren Sie schon mal in Rwanda?“
7.1.4. „Woher kennst Du/ kennen Sie das Land Rwanda?“
7.1.5. „Wo liegt Rwanda?“
7.1.6. „Was fällt Dir/ Ihnen zu Rwanda ein?“
7.1.7. Könntest Du/ könnten Sie sich vorstellen in Rwanda Urlaub zu machen?“
7.2. Zusammenfassen der Ergebnisse
7.3. Ausgewählte Befragung von Rwanda-Reisenden
8. Zusammenführen von Angebot und Nachfrage
8.1. Marktbetrachtung
8.2. Der heimische Markt
8.3. Der internationale Markt
8.4. Lösungsmöglichkeiten
9. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das touristische Potential von Rwanda, indem sie sowohl das Angebot vor Ort als auch die Nachfrage aus dem Quellgebiet (Deutschland) analysiert und diese anhand eines wirtschaftswissenschaftlichen Marktmodells zusammenführt. Ziel ist es, die derzeitige Wahrnehmung Rwandas als Reiseland zu eruieren und Strategien zur Verbesserung der touristischen Vermarktung abzuleiten.
3.1.1. Das touristische Angebot im Urlaubsland
Jedes Land hat verschiedene, auch für den Tourismus relevante Ausstattungsfaktoren.
Für viele Besucher haben die natürlichen Ausstattungsfaktoren am Urlaubsort eine überragende Bedeutung. Dazu zählen die natürlichen Merkmale eines Raumes, wie die physisch-geographischen Aspekte Oberflächengestalt, Landschaftsformen, Klima, Tierwelt, Vegetation, Wasser, alle Naturdenkmäler und eine saubere Umwelt (WOLF, JURCZEK 1986 S. 44 ff.).
Ebenfalls von Bedeutung sind die infrastrukturellen Ausstattungsfaktoren. An deren erster Stelle stehen sämtliche Beherbungsbetriebe und das Transportwesen mit allen Verkehrsmitteln. Weiterhin gehören jegliche Sport- und Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, Bibliotheken und Spielplätze dazu (WOLF, JURCZEK 1986 S. 51 ff).
Die soziokulturellen Ausstattungsfaktoren beinhalten alle Kulturdenkmäler eines Landes. Dazu gehören die Museen, aber auch traditionelle Techniken und Handwerk. Ebenfalls zur Sozioökonomie gehören ökonomische, politische und psychologische Faktoren des Urlaubsgebietes. Sie treffen Aussagen über das private und öffentliche Investitionsverhalten und über die Einstellung von Politik und Bevölkerung zum Fremdenverkehr (WOLF, JURCZEK 1986 S. 57 ff.).
1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Ausgangslage, dass Rwanda als touristisches Ziel derzeit kaum wahrgenommen wird, und stellt die Untersuchung des touristischen Potentials vor.
2. Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die empirischen Grundlagen der Arbeit, einschließlich Feldstudien vor Ort in den Jahren 2002 bis 2005 sowie eine Umfrage unter 248 Personen in Deutschland.
3. Tourismus: Es werden grundlegende tourismustheoretische Aspekte und deren spezifische Anwendung auf Entwicklungsländer dargelegt.
4. Landeskundliche Einführung unter Berücksichtigung des touristischen Potentials: Das Kapitel bietet einen geographischen und anthropogeographischen Überblick über Rwanda, der als Basis für die Bewertung des touristischen Angebots dient.
5. Natur- und Kulturdenkmäler: Eine detaillierte Vorstellung der wichtigsten Nationalparks sowie bedeutender Kulturdenkmäler des Landes.
6. Die touristische Infrastruktur: Analyse der touristischen Kapazitäten wie Beherbergung, Transportwesen und Reiseveranstalter sowie Identifikation bestehender Probleme.
7. Nachfrageseitige Betrachtung: Auswertung der soziologischen Studie über die Kenntnisse und Urlaubsmotive der befragten Zielgruppe in Deutschland.
8. Zusammenführen von Angebot und Nachfrage: In diesem Kapitel werden die Angebots- und Nachfrageseite ökonomisch synthetisiert und Lösungsmöglichkeiten zur Marktoptimierung diskutiert.
9. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Bestätigung des vorhandenen, aber bisher nur unzureichend genutzten Potentials.
Rwanda, Tourismus, Entwicklungsländer, Ökotourismus, Marktanalyse, Nachfrage, Angebot, Infrastruktur, Nationalparks, Berggorillas, Landeskunde, Umfrage, Marketing, Tourismusentwicklung, Marktbildung.
Die Arbeit untersucht das touristische Potential des ostafrikanischen Staates Rwanda. Dabei wird beleuchtet, wie das Land als Destination wahrgenommen wird und welche Faktoren Angebot und Nachfrage beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die touristische Infrastruktur, die Analyse von Natur- und Kulturdenkmälern sowie das Image und die Wahrnehmung Rwandas in der deutschen Bevölkerung.
Das Hauptziel besteht darin, die Diskrepanz zwischen dem vorhandenen touristischen Potential und der geringen touristischen Nachfrage zu verstehen, um darauf basierend konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Vermarktung zu geben.
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse, Feldforschung vor Ort (Besuch von Nationalparks und Hotels) sowie eine soziologische Umfrage zur Einschätzung der Nachfrageseite.
Der Hauptteil gliedert sich in die geografische und historische Landeskunde, die detaillierte Beschreibung der touristischen Highlights (wie Nationalparks) sowie eine kritische Prüfung der Infrastruktur, ergänzt durch eine Auswertung der Umfrageergebnisse.
Neben dem zentralen Fokus auf Rwanda und Tourismus sind Begriffe wie Ökotourismus, Marktversagen, Infrastrukturentwicklung und öffentliche Wahrnehmung essenziell.
Der Genozid wird historisch eingeordnet, da er das aktuelle Image Rwandas in den Medien und die Wahrnehmung durch potentielle Touristen massiv prägt, was als Haupthindernis für das Tourismuswachstum identifiziert wird.
Die Autorin stellt fest, dass in den Nationalparks neben den Einheimischen (Rwandern) ein sehr großer Anteil der Gäste aus im Land lebenden Ausländern (Residenten) besteht, was eine rwandische Besonderheit darstellt.
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