Bachelorarbeit, 2008
54 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Berufliche Leistung
2.1 Definition
2.2 Operationalisierung
2.3 Determinanten beruflicher Leistung
2.3.1 Kognitive Leistungsfähigkeit
2.3.2 Persönlichkeit
2.3.3 Alter
2.3.4 Berufserfahrung
2.4 Zusammenfassung
3 Berufserfahrung: Konstrukt und Modelle
3.1 Erfahrung
3.2 Berufserfahrung
3.2.1 Definition
3.2.2 Operationalisierungsformen der Berufserfahrung
3.2.3 Modelle der Berufserfahrung
3.2.4 Berufserfahrung und Alter
3.3 Zusammenfassung
4 Komplexität: Theoretische Grundlagen
4.1 Annäherung an den Begriff der Komplexität
4.2 Arbeitskomplexität
4.2.1 Definition und Operationalisierung der Arbeitskomplexität
4.2.2 Arbeitskomplexität und Leistung
4.3 Zusammenfassung
5 Berufserfahrung als Prädiktor beruflicher Leistung
5.1 Empirische Befunde zum Zusammenhang zwischen Berufserfahrung und beruflicher Leistung
5.1.1 Stärke und Richtung des Zusammenhangs
5.1.2 Modelle zur Erklärung des Zusammenhangs
5.1.3 Verlauf des Zusammenhangs
5.1.4 Moderatoren des Zusammenhangs zwischen Berufserfahrung und Leistung
5.2 Zusammenfassung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, ob und in welchem Ausmaß Berufserfahrung die berufliche Leistung beeinflusst. Dabei wird insbesondere der moderierende Effekt der Arbeitskomplexität analysiert, um zu klären, unter welchen Bedingungen Berufserfahrung als valider Prädiktor für Arbeitsleistung fungiert.
Modell von Quiñones et al. (1995)
Quiñones et al. (1995) stellten nun ein Modell zur Berufserfahrung vor, an dem seine Multidimensionalität neu war. So gibt es demnach zwei verschiedene Dimensionen, anhand derer Berufserfahrung gemessen werden kann: Zum einen den Messmodus (der in etwa den unter Kapitel 3.2.2 dargestellten Messformen entspricht, also Anzahl, Zeit und Art) und zum anderen das Spezifitätsniveau, das die Detailierungsebene der erfassten Berufserfahrung beschreibt. Dieses umfasst die Abstufungen Organisationsebene, Positionsebene und schließlich Aufgabenebene als den spezifischsten Blickwinkel. Durch die Kombination dieser beiden Dimensionen entsteht eine 3 x 3 Matrix mit insgesamt neun Zellen (vgl. Abbildung 3).
Nach diesem Modell gibt es also insgesamt neun mögliche Operationalisierungsformen der Berufserfahrung, die mit je einer Zelle der Matrix dargestellt werden. Die Matrix enthält für jede Zelle eine beispielhafte Kurzerläuterung. So kann Berufserfahrung etwa auf der Aufgabenebene der Spezifität (task) durch die Häufigkeit, mit der eine bestimmte Aufgabe ausgeführt wurde (amount) gemessen werden, oder aber durch die Zeit, die jemand mit einer solchen Aufgabe verbracht hat (time). Schließlich kann eine Aufgabe hinsichtlich ihrer Art bzw. Komplexität charakterisiert werden (type), die sich wiederum auf die Qualität der Erfahrung auswirken kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den demografischen Wandel und die Bedeutung älterer Arbeitnehmer sowie das Ziel der Arbeit, den Einfluss von Berufserfahrung auf die Leistung unter Berücksichtigung der Arbeitskomplexität zu untersuchen.
2 Berufliche Leistung: In diesem Kapitel wird das Konstrukt der beruflichen Leistung definiert, dessen Messbarkeit diskutiert und wichtige Determinanten wie kognitive Fähigkeiten, Persönlichkeit und Alter aufgezeigt.
3 Berufserfahrung: Konstrukt und Modelle: Hier wird der Begriff der Erfahrung theoretisch hergeleitet und in die spezifische Form der Berufserfahrung überführt, wobei verschiedene Operationalisierungsformen und Modelle zur Strukturierung vorgestellt werden.
4 Komplexität: Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel nähert sich dem Konstrukt der Komplexität, definiert Arbeitskomplexität aus verschiedenen Perspektiven und erläutert deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.
5 Berufserfahrung als Prädiktor beruflicher Leistung: Dieser Abschnitt gibt einen Literaturüberblick zu empirischen Befunden, diskutiert Erklärungsmodelle für den Zusammenhang zwischen Erfahrung und Leistung sowie die moderierende Rolle von Arbeitskomplexität.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, kritisiert die methodische Einseitigkeit bisheriger Studien und gibt Empfehlungen für eine zukunftsorientierte Personalpolitik.
Berufserfahrung, berufliche Leistung, Arbeitskomplexität, demografischer Wandel, Operationalisierung, Metaanalyse, Leistungsbeurteilung, Kompetenz, Arbeitsproduktivität, Personalentscheidungen, moderierender Effekt, Prädiktor.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Berufserfahrung die berufliche Leistung beeinflusst, wobei insbesondere ältere Arbeitnehmer vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den Fokus rücken.
Die zentralen Themen sind das Konstrukt der beruflichen Leistung, verschiedene Modelle und Messmethoden der Berufserfahrung sowie der Einflussfaktor der Arbeitskomplexität.
Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit Berufserfahrung einen Einfluss auf die berufliche Leistung hat und wie stark dieser Zusammenhang ist, unter besonderer Betrachtung der moderierenden Wirkung durch Arbeitskomplexität.
Es handelt sich um einen Literaturüberblick, der einschlägige wissenschaftliche Studien und Metaanalysen zusammenfassend darstellt und kritisch diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Operationalisierung der Konzepte Leistung, Erfahrung und Komplexität sowie die vertiefende Analyse ihrer wechselseitigen Zusammenhänge anhand empirischer Pfadmodelle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Berufserfahrung, berufliche Leistung, Arbeitskomplexität, Operationalisierung und Prädiktoren charakterisiert.
Die Arbeitskomplexität wirkt als Moderator. Studien zeigen, dass bei hochkomplexen Tätigkeiten die Anforderungen an das Individuum steigen, was wiederum die Validität von Berufserfahrung als Leistungsprädiktor beeinflusst.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Alter nicht zwangsläufig mit geringerer Leistung einhergeht; vielmehr können Kompetenzgewinne durch langjährige Berufserfahrung kognitive Rückgänge ausgleichen.
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