Diplomarbeit, 2008
158 Seiten, Note: Befriedigend
1. Einleitung
2. Problemstellung und Zielsetzung
2.1. Problemstellung
2.2. Zielsetzung
2.3. Vorgehensweise
3. Begriffsdefinitionen des Sports
3.1. Sportgruppen
3.1.1. Extremsport
3.1.2. Trendsport
3.1.3. Abenteuersport
3.1.4. Risikosport
3.1.5. Zuordnung des Freeskiings zu einer Sportart
3.2. Der Sport Freeskiing
3.2.1. Geschichte des Freeskiings
3.2.1.1. Freeriden
3.2.1.2. Freestyle
3.2.1.3. Ski Cross
3.2.1.4. Wettkämpfe
3.2.1.5. Wirtschaftliche Daten zum Freeskiing
3.2.2. Freeskiing in den Medien
4. Motive für die Ausübung von Extremsport
5. Sporttourismus
5.1. Skitourismus
5.2. Die Bedeutung des Freeskiings in der Freizeitwirtschaft
5.3. Trendmanagement im Sporttourismus
6. Lifestyle
6.1. Begriffsdefinition Lifestyle
6.2. Das Lifestyle Konzept
6.2.1. Klassische Lifestyleansätze in der Marktforschung
6.2.1.1. Values and Lifestyle Survey (VALS)
6.2.1.1.1. Definition
6.2.1.1.2. Kritik
6.2.1.2. Activities, Interests and Opinion method (AIO)
6.2.1.2.1. Definition
6.2.1.2.2. Kritik
6.2.1.3. Rokeach’s Value Survey
6.2.1.3.1. Definition
6.2.1.3.2. Kritik
6.2.1.4. List of Values (LOV)
6.2.1.4.1. Definition
6.2.1.4.2. Kritik
6.2.1.5. Eurostyle Concept
6.2.1.5.1. Definition
6.2.2. Allgemeine Kritik an klassischen Lifestyleansätzen
6.3. Lifestyle Segmentierung
6.4. Lifestyle Segmentierung im Tourismus
6.5. Lifestyle und Sportverhalten
7. Veränderungen der Gesellschaft
7.1. Makroebene
7.2. Mikroebene
7.3. Gesellschaftliche Veränderungen und Sport
8. Community
8.1. Freeskier als Community
8.2. Miteinbeziehung einer Community in die Produktentwicklung
9. Zusammenfassung der Theorie
10. Das Instrument der Fokusgruppendiskussion
10.1. Beschreibung einer Fokusgruppendiskussion
10.2. Ablauf einer Fokusgruppendiskussion
10.3. Ergebnisse einer Fokusgruppendiskussion
10.3.1. Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsverfahren einer Fokusgruppe
10.3.1.1. Transkription
10.3.1.2. Ablauf der qualitativen Inhaltsanalyse
11. Empirische Untersuchung
11.1. Forschungsdesign
11.1.1. Erstellung und Durchführung der Studie
11.1.2. Hypothesen
11.1.3. Auswahl der Fokusgruppenteilnehmer
11.2. Auswertung
11.2.1. Festlegung des Materials
11.2.2. Analyse der Entstehungssituation
11.2.3. Formale Charakteristika des Materials
11.2.4. Richtung der Analyse
11.2.5. Theoretische Differenzierung der Fragestellung
11.2.6. Bestimmung der Analysetechnik und Festlegung des konkreten Ablaufmodells
11.2.7. Definition der Analyseeinheiten
11.2.8. Analyseschritte mittels des Kategoriesystems
11.3. Untersuchungsergebnisse
11.3.1. Allgemeine Angaben zu den einzelnen Fokusgruppen anhand der Datenblätter
11.3.2. Allgemeine Angaben zu den einzelnen Fokusgruppen anhand der Interviewfragen
11.3.2.1. Ice Breaker
11.3.2.2. Wie, Was, Warum?
11.3.2.2.1. Die Anfänge des Skifahrens bzw. des Freeskiings
11.3.2.2.2. Der Reiz bzw. die Motivation
11.3.2.2.3. Die Popularität des Freeskiings
11.3.2.2.4. Die Alterstruktur
11.3.2.2.5. Produktinformationen
11.3.2.2.6. Werte
11.3.2.3. Freizeitverhalten und Beruf
11.3.2.3.1. Berufs- und Privatleben
11.3.2.3.2. Unterschiede zu Anderen
11.3.2.4. Elternhaus
11.3.2.4.1. Beziehung zu den Eltern
11.3.2.4.2. Reiseverhalten in der Kindheit
11.3.2.5. Lebenssituation
11.3.2.6. Risiko
11.3.3. Merkmale von Freeskiern
11.3.4. Homogenität der Freeskier
11.3.5. Gesellschaftliche Veränderungen
11.3.5.1. Veränderungen auf der Makroebene
11.3.5.1.1. Wissensgesellschaft
11.3.5.1.2. Klassen/ Schichten
11.3.5.1.3. Armutsgefährdung/ Wohlstand
11.3.5.1.4. Kürzere Produktlebenszeit
11.3.5.1.5. Zeitdruck
11.3.5.1.6. Riskanter Fortschritt
11.3.5.1.7. Familie
11.3.5.2. Veränderungen auf der Mikroebene
11.3.5.2.1. Individualisierung
11.3.5.2.2. Längerer Familienzyklus
11.3.5.2.3. Veränderung der Jugend
11.3.5.2.4. Geringerer Bildungsunterschied zwischen Mann und Frau
11.3.5.2.5. Lebensqualität steht im Vordergrund
11.3.5.2.6. Orientierung am Privatleben
11.3.5.2.7. Risiko
11.3.5.2.8. Alter
11.3.6. Sonstige Ergebnisse der Fokusgruppendiskussionen
11.4. Zusammenfassung der Ergebnisse
12. Abprüfen der Hypothesen
13. Schlussfolgerung und Empfehlungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Freizeitverhalten, den Lifestyle und die Identität der "Freeskier" als eigenständige Community. Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Bild dieser Zielgruppe zu zeichnen und zu ergründen, wie gesellschaftliche Veränderungen ihren Lifestyle beeinflussen und wie sie sich in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht effektiv ansprechen lassen.
1. Einleitung
Freeskiing – eine neue Art den Skisport zu erleben! In den letzten Jahren wurde ein regelrechter Boom ausgelöst. Freeskiing versteht sich als alpiner Skisport, der das Fahren abseits der gekennzeichneten und präparierten Pisten und das Ausführen verschiedener Sprünge über Schanzen und Felsvorsprünge zum zentralen Thema hat. Immer mehr junge Leute verfallen dieser Faszination.
In der Ausgabe 6/2006 der Fachzeitschrift „Skiing. The next level“ beschreibt der Chefredakteur Klaus Polzer seine Erfahrungen mit diesem Sport, die wiederum die momentane Entwicklung und den Zauber dieses Sportes widerspiegeln, sehr treffend:
„Die Sicht war absolut Null. Trotzdem zog ich ohne Zögern meine Spur in den hüfttiefen Powder und ließ mich von der Schwerkraft treiben. Über kleine Absätze hinab tauchte ich in den trockenen Pulverschnee ein. Plötzlich erschien ein kleiner Hügel vor mir, vielleicht eine Wechte. Jedenfalls eine gute Gelegenheit abzuheben. Ich flog durch die Luft, freute mich über die Schwerelosigkeit…Und schlug im Gegenhang ein.
Eigentlich keine große Sache. Ich buddelte mich aus dem für mich enorm tiefen Schnee – ich war damals gerade zwölf! – und setzte meinen Tiefschneetraum fort. Allerdings brachte mir dieser kleine Zwischenfall später noch Ärger ein. Beim Aufprall hatte ich meinen Rennski gestaucht und für einen Slalom war er nicht mehr zu gebrauchen. Wenn man im Schneesturm schon nicht um die Stangen kurven konnte, sollte man das Skifahren eben bleiben lasse, meinte mein Trainer.
Es dauerte dann noch ein paar Jahre, bis ich mit dem Rennfahren aufhörte und mich aufs Freeriden konzentrierte. Ein Werdegang, der im Freeskiing lange üblich war und bei uns heute noch ist. Viele Stars, national und international, zählten in ihrer Jugend zu den größten Talenten im Slalom oder auf der Buckelpiste: Candide Thovex, Jon Olsson, Grete Eliassen, Martin Misof oder Fabio Studer, um nur einige zu nennen.
Doch das ändert sich! In Amerika, in Skandinavien und in einigen anderen Gegenden fangen die Kids heute bereits auf Twintips an. Mit acht fahren sie switch schon besser als viele ihrer Altersgenossen vorwärts und mit zehn springen sie 720er über dicke Kicker. Inzwischen sind die ersten Vertreter dieser Generation so weit, dass sie ins Rampenlicht treten. Und sie tun es mit Pauken und Trompeten. Jossi Wells, Derek Spong und Henrik Harlaut gewinnen wichtige Contests, Kye Petersen und Alexis Godbout haben eigene Videoparts“ (Skiing, 2006).
1. Einleitung: Beschreibt den Boom des Freeskiings, seine Abgrenzung zum klassischen Skisport und das wachsende Interesse der Jugend.
2. Problemstellung und Zielsetzung: Definiert die Forschungsfrage nach den Gemeinsamkeiten der Freeskier als Community und deren Lifestyle.
3. Begriffsdefinitionen des Sports: Differenziert Freeskiing von anderen Sportgruppen wie Extrem-, Trend- und Abenteuersport.
4. Motive für die Ausübung von Extremsport: Erläutert psychologische Antriebe wie den "Kick" und die Suche nach Lebendigkeit.
5. Sporttourismus: Untersucht die touristische Bedeutung des Freeskiings und die Notwendigkeit von Trendmanagement.
6. Lifestyle: Detaillierte Darstellung klassischer Lifestyle-Konzepte in der Marktforschung und deren Anwendung im Sport.
7. Veränderungen der Gesellschaft: Analysiert makro- und mikrosoziologische Trends wie Individualisierung und Zeitdruck.
8. Community: Definiert den Community-Begriff und wendet ihn auf die soziale Struktur der Freeskier an.
9. Zusammenfassung der Theorie: Führt die theoretischen Grundlagen zur Vorbereitung der empirischen Analyse zusammen.
10. Das Instrument der Fokusgruppendiskussion: Beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Datenerhebung.
11. Empirische Untersuchung: Dokumentiert das Forschungsdesign, die Durchführung der Fokusgruppen und präsentiert die detaillierten Ergebnisse.
12. Abprüfen der Hypothesen: Überprüft die zuvor aufgestellten Hypothesen anhand der gewonnenen empirischen Erkenntnisse.
13. Schlussfolgerung und Empfehlungen: Fasst das Potenzial des Freeski-Marktes zusammen und gibt Handlungsempfehlungen.
Freeskiing, Lifestyle, Community, Extremsport, Fokusgruppendiskussion, Marktforschung, Zielgruppenanalyse, Trendmanagement, Sporttourismus, Soziokultureller Wandel, Individualisierung, Identität, Konsumentenverhalten, Innovationsmanagement, Risikobereitschaft.
Die Arbeit untersucht das Freizeitverhalten und den Lifestyle von Freeskiern. Sie beleuchtet, wie sich diese Sportlergruppe definiert, welche Werte sie prägen und inwieweit sie als Community agiert.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Freeskiings, die Lifestyle-Forschung, soziologische Gesellschaftsveränderungen und die Anwendung von Fokusgruppendiskussionen zur Marktsegmentierung.
Das Hauptziel ist es, ein umfassendes Bild des Typs "Freeskier" zu erstellen, um Dienstleistern und Anbietern ein tieferes Verständnis dieser wachsenden Zielgruppe für gezieltes Marketing zu ermöglichen.
Es wird eine qualitative Forschungsmethode eingesetzt, primär Fokusgruppendiskussionen, die mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden, ergänzt durch Datenblätter.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung zu Sportsoziologie und Lifestyle-Theorien sowie eine empirische Untersuchung mit drei Freeskier-Fokusgruppen und einer Kontrollgruppe.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Freeskiing, Lifestyle, Community, Extremsport, Fokusgruppendiskussion und Trendmanagement.
Die empirischen Ergebnisse zeigen Unterschiede: Während die Community nach außen als Einheit auftritt, differenzieren sich innerhalb der Szene Freerider und Freestyler in ihren Ansichten und Prioritäten.
Risikobereitschaft ist ein zentrales Merkmal. Freeskier suchen aktiv Herausforderungen, schätzen aber Gefahren individuell ein und betreiben – je nach Sparte – ein aktives Risikomanagement.
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