Bachelorarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 3
Einführung
1 Grundlagen: Das Wesen der finanziellen Repression
1.1 Definition und Konzept finanzieller Repression
1.2 Staatsverschuldung und die Möglichkeit der Entschuldung
1.3 Übersicht der finanziellen Repression in der Historie
2 Methodisches Vorgehen: Finanzielle Repression als ein Ausweg aus der Überschuldung neben weiteren Alternativen
2.1 Maßnahmen zur finanziellen Repression
2.2 Inflation und Deflation im Zuge finanzieller Repression
2.3 Der Finanzrepression stehen einige Alternativen gegenüber
3 Auswirkungen der finanziellen Repression auf verschiedene Sektoren
3.1 Folgen finanzieller Repression auf Gläubiger sind zumeist negativ
3.2 Die Effekte finanzieller Repression auf den Staat als Schuldner
3.3 Die Begrenztheit der Finanzrepression ist gleichermaßen gesamtwirtschaftliche Kritik an ihrem Modell
Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der modernen finanziellen Repression auf Gläubiger und Schuldner vor dem Hintergrund wachsender Trends zu negativen Zinsen und analysiert die Effekte auf die Gesamtwirtschaft. Ziel ist es, die Eignung der finanziellen Repression als Instrument zur Schuldenbewältigung kritisch zu hinterfragen.
1.1 Definition und Konzept finanzieller Repression
Die derzeit so häufig verwendete Begrifflichkeit „finanzielle Repression“ bzw. „Finanzrepression“, englisch financial repression, kann wie folgt definiert werden: Finanzielle Repression bedeutet eine Reduktion der staatlichen Schulden durch gezielte Beeinflussung der Staatsschuldenkosten. Genau genommen ist diese staatliche Kapitallenkungsstrategie, die ausführlich durch die Ökonomen Reinhart und Sbrancia gekennzeichnet wurde, ein schleichender Verlust des Sparvermögens, der zur Verarmung der Bürger führt und gleichzeitig den hochverschuldeten Staat und die Banken finanziell entlastet. Typische Erscheinungsformen finanzieller Repressionen sind hohe, schwankende Inflationsraten. Durch diese gezielte Beeinflussung sollen die Schulden entwertet werden. Braunschweig und Kablitz definieren die Finanzrepression in ihrer Studie als eine verdeckte Umverteilung von den Sparern und Anlegern bis hin zum Staat.
Das theoretische Konzept, das sich hinter der finanziellen Repression versteckt, umfasst vielerlei Faktoren. Transfer von Pensionsvermögen zu Regierungen, niedrige Leitzinsen und Anleiherenditen, der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB und der politische Druck auf Banken, Staatsanleihen zu kaufen, charakterisieren die finanzielle Repression in ihren einzelnen Merkmalen, auf die allerdings zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingegangen wird. Da die europäische Zentralbank in Korrespondenz mit der Regierung die Zinssätze absenkt, können sich Banken sehr preisgünstig über die EZB finanzieren. Der Wohlstand wird hierbei jedoch umverteilt. Privatanleger erhalten bei ihren Banken keine nennenswerten Zinsen für ihre Geldanlagen. Durch diese Niedrigzinspolitik wird der Staat entlastet, weil der Schuldendienst leichter fällt.
1 Grundlagen: Das Wesen der finanziellen Repression: Dieses Kapitel definiert den Begriff der finanziellen Repression, erläutert das theoretische Konzept der staatlichen Kapitallenkung und betrachtet die historische Entwicklung sowie die Ursachen staatlicher Verschuldung.
2 Methodisches Vorgehen: Finanzielle Repression als ein Ausweg aus der Überschuldung neben weiteren Alternativen: Hier werden die konkreten Maßnahmen der Finanzrepression wie Zinssenkungen und steuerliche Eingriffe sowie das Zusammenspiel von Inflation und Deflation analysiert und Alternativen zum Schuldenabbau gegenübergestellt.
3 Auswirkungen der finanziellen Repression auf verschiedene Sektoren: Dieses Kapitel beleuchtet die negativen Konsequenzen für Gläubiger, Sparer und Versicherungen sowie die Vorteile für den Staat als Schuldner und die gesamtwirtschaftlichen Grenzen des Modells.
Finanzielle Repression, Staatsschulden, Entschuldung, Niedrigzinspolitik, Inflation, Deflation, EZB, Gläubiger, Kapitalmärkte, Umverteilung, Schuldenkrise, Realzinsen, Sparer, Investoren, Staatsanleihen.
Die Arbeit analysiert die finanzielle Repression als Instrument zur Bewältigung hoher staatlicher Schuldenlasten.
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition des Konzepts, historische Anwendungsbeispiele, Maßnahmen der Zentralbanken und Regierungen sowie die Auswirkungen auf verschiedene wirtschaftliche Akteure.
Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit die finanzielle Repression ein geeignetes und nachhaltiges Instrument zur Staatsentschuldung darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse theoretischer Konzepte sowie der Auswertung historischer Daten und aktueller ökonomischer Zusammenhänge.
Der Hauptteil befasst sich mit den konkreten Mechanismen der Repression, dem Vergleich zu alternativen Sanierungsmaßnahmen und einer Sektoren-Analyse hinsichtlich der Belastungen und Effekte.
Wesentliche Begriffe sind Finanzielle Repression, Entschuldung, Niedrigzinspolitik, Realzinsen und Inflationssteuerung.
Durch die künstliche Reduktion von Zinsen und die gezielte Entwertung von Kapitalvermögen durch Inflation sinkt die Kaufkraft, ohne dass Anleger von angemessenen Renditen profitieren können.
Die Autorin weist auf potenzielle gesamtwirtschaftliche Schäden, verfälschte Marktsignale und die Gefahr hin, dass notwendige Strukturreformen durch das „bequeme“ Modell der Repression aufgeschoben werden.
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