Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS UND IHRE ENTSTEHUNG
2.1 DIE UMWANDLUNG DER MDGS IN DIE SDGS
2.2 DIE DEUTSCHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
3. ZIELSETZUNG UND MONITORING DER SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS
3.1 DIE VERSCHIEDENEN PRÄAMBELN DER AGENDA 2030
3.2 SYSTEME ZUR UMSETZUNG UND ÜBERWACHUNG DER SDGS
3.3 NACHHALTIGE KONSUM- UND PRODUKTIONSMUSTER (SDG 12)
3.4 UNTERZIELE UND INDIKATOREN DES SDG 12
3.5 KRITIK UND PROBLEME DER INDIKATORENSETS
4. ZUR REALISIERUNG DES SDG 12 IN DEUTSCHLAND
4.1 AKTUELLE AMBITIONEN DER BUNDESREGIERUNG
4.2 BISHERIGE ERFOLGE DER DEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
4.3 BISHERIGE MISSERFOLGE DER DEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
4.4 MÖGLICHE PROBLEMLAGEN BEI DER UMSETZUNG DES SDG 12
4.5 PROBLEMATIKEN DES NACHHALTIGEN KONSUMS
4.5.1 Mobilitätssektor und Güter
4.5.2 Ernährungssektor
4.6 PROBLEMATIKEN BEI NACHHALTIGEN PRODUKTIONSMUSTERN
4.6.1 Die Kreislaufwirtschaft im Sinne des nachhaltigen Produzierens
4.6.2 Umweltmanagementsysteme und Unternehmensverantwortung
4.7 PROBLEMATIKEN BEI DER NACHHALTIGEN BESCHAFFUNG
4.8 WEITERFÜHRENDE HERAUSFORDERUNGEN
4.8.1 Footprint und Müllaufkommen in Deutschland
4.8.2 Klimaschädliche Subventionierungen
4.8.3 Brücken zwischen Politik und Wissenschaft
5. FAZIT
5.1 ALLGEMEINES RESÜMEE
5.2 AUSBLICK
Die Arbeit analysiert kritisch die Umsetzung des Sustainable Development Goal 12 (nachhaltiger Konsum und Produktion) in Deutschland. Ziel ist es, anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes und der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu untersuchen, welche Fortschritte bisher erzielt wurden und warum die Realisierung der Ziele in der Praxis hinter den Erwartungen zurückbleibt.
4.6.1 Die Kreislaufwirtschaft im Sinne des nachhaltigen Produzierens
Die Kreislaufwirtschaft (circular economy) ist ein ganzheitlicher Ansatz zur nachhaltigen Wiederverwendung von Rohstoffen und Materialien. Dies bedeutet zum einen einen niedrigeren Rohstoffeinsatz für die Produktion und zum anderen einen effizienteren Umgang mit bereits verwendeten Ressourcen. Dieses Ziel wurde bereits in den frühen 1990er Jahren definiert mit dem Ziel, verschwenderische industrielle Prozesse für die Produktion von Gütern zu verringern. Die EU beschloss 2015 einen Aktionsplan, der die Ziele für eine Erneuerung der Abfallwirtschaft und der Sekundärrohstoffverwendung etablieren soll. Dieser Plan soll der bisherigen Verschwendung von Rohstoffen entgegenwirken und eine neue Form des Wirtschaftens aufzeigen. Lacy u.a. fassen die Problematik des heutigen Wirtschaftssystems wie folgt zusammen:
„Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist untragbar. Wirtschaftswachstum, das lange als universelles Heilmittel für alle möglichen Übel galt – zum Beispiel für Rezessionen –, ist heute die Quelle der gravierendsten globalen Probleme. Die wirtschaftliche Entwicklung anzuhalten oder umzukehren ist weder sozial akzeptabel noch wünschenswert. Aber der Wachstumsmotor der Vergangenheit ist mit den komplexen Bedürfnissen der heutigen globalen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft nicht zu vereinbaren.“
Die Autoren kritisieren zwar das kapitalistische Wirtschaftssystem der heutigen Zeit, übersehen jedoch die bisherige Etablierung der Kreislaufwirtschaft im heutigen System. Zudem postulieren sie eher ein Fortschreiten des Business as usual, da eine Abkehr der wirtschaftlichen Entwicklung für die Autoren nicht möglich ist. Zwar erfordert es einen Wandel von Modellen des Wirtschaftens, jedoch muss im Zitat eher eine Kapitalismus Notwendigkeit im Allgemeinen, um globale Probleme zu lösen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die globale Relevanz der Sustainable Development Goals und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Umsetzung von SDG 12 in Deutschland.
2. SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS UND IHRE ENTSTEHUNG: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von den Millenniumszielen zu den heutigen nachhaltigen Entwicklungszielen und der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.
3. ZIELSETZUNG UND MONITORING DER SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS: Darstellung der theoretischen Grundlagen, Präambeln und der Mechanismen zur Überwachung des Fortschritts durch Indikatoren.
4. ZUR REALISIERUNG DES SDG 12 IN DEUTSCHLAND: Hauptteil, der aktuelle Ambitionen, Erfolge, Misserfolge und spezifische Problematiken in Konsum, Produktion und Beschaffung kritisch analysiert.
5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der bisherigen Ergebnisse und Ausblick auf notwendige zukünftige Schritte für eine erfolgreiche Transformation.
Sustainable Development Goals, SDG 12, Nachhaltigkeitsstrategie, Kreislaufwirtschaft, Indikatoren, Deutschland, nachhaltiger Konsum, ökologischer Fußabdruck, Umweltmanagementsystem, Ressourceneffizienz, Politik, Umwelt, Produktion, Nachhaltige Beschaffung, Transformation.
Die Arbeit befasst sich mit der Bestandsaufnahme zur Realisierung des Sustainable Development Goal 12 (nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) in Deutschland.
Die zentralen Felder sind der nachhaltige Konsum der privaten Haushalte, nachhaltige Produktionsmuster, das öffentliche Beschaffungswesen sowie die Wirksamkeit von Umweltmanagementsystemen und politischen Strategien.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit das SDG 12 in Deutschland bereits umgesetzt wurde und welche Erfolge oder Misserfolge sich in diesem Prozess aufzeigen lassen.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Arbeit, die auf einer Analyse von Regierungsberichten, Indikatorenberichten des Statistischen Bundesamtes und wissenschaftlichen Veröffentlichungen basiert.
Der Hauptteil analysiert die Ambitionen der Bundesregierung, untersucht die Fortschritte und Defizite anhand von Indikatoren und erörtert Problemfelder wie den hohen Ressourceneinsatz und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sustainable Development Goals, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiger Konsum, deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und Ressourceneffizienz charakterisiert.
Da die Kreislaufwirtschaft als Schlüsselmechanismus für eine effizientere Nutzung von Rohstoffen gilt, wird sie als entscheidender Ansatzpunkt für die Erreichung der Ziele des SDG 12 angesehen.
Indikatoren dienen als Messinstrument, um zu prüfen, ob die gesetzten Nachhaltigkeitsziele bis 2030 erreicht werden können, wobei die Arbeit kritisiert, dass viele der aktuellen Indikatoren wenig aussagekräftig oder unzureichend implementiert sind.
Das Fazit fällt eher ernüchternd aus; die Fortschritte sind gering und die Maßnahmen der Politik werden als zu zögerlich und wenig zielgerichtet bewertet.
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