Masterarbeit, 2021
78 Seiten, Note: 1,1
I. EINLEITUNG
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1. Das Selbstkonzept
1.1 Problematik einer Definition und Abgrenzung von verwandten Konstrukten
1.2 Verschiedene Definitionen des Begriffs
1.3 Definition „akademisches Selbstkonzept“
1.4 Wurzeln der Selbstkonzeptforschung
1.4.1 Begriffsbestimmung und Theorie nach William James
1.4.2 Symbolischer Interaktionismus
1.5 Das hierarchische Selbstkonzeptmodell von Shavelson, Hubner und Stanton
1.6 Modifikation des hierarchischen Selbstkonzeptmodells
2. Entstehung und Entwicklung des Selbstkonzepts
2.1 Determinanten des akademischen Selbstkonzepts
2.2 Soziale, dimensionale, temporale und kriteriale Vergleichsinformationen
2.2.1 Big-Fish-Little-Pond-Effekt
2.2.2 Das Internal/External-Frame-of-Reference-Modell
3. Schulleistung
3.1 Definition Schulleistung
3.2 Determinanten der Schulleistung
3.3 Die Schulnote als Indikator für Schulleistung
4. Einfluss wichtiger Bezugspersonen
4.1 Der Einfluss von Fähigkeitsmitteilungen auf das akademische Selbstkonzept
4.2 Der Einfluss der Eltern auf das akademische Selbstkonzept
5. Zusammenhänge zwischen Selbstkonzept, Schulleistung und elterlicher Kompetenzeinschätzung
5.1 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Schulleistung
5.2 Bisherige empirische Befunde zum Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Schulleistung
5.3 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Fähigkeitseinschätzungen der Eltern
5.4 Bisherige empirische Befunde zum Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Fähigkeitseinschätzungen der Eltern
5.5 Für diese Arbeit relevante Zusammenhänge zwischen Selbstkonzept, Schulleistung sowie elterlicher wahrgenommener Kompetenzeinschätzungen
III. EMPIRISCHER TEIL
6. Eine Studie zu den Zusammenhängen zwischen akademischem Selbstkonzept, Schulleistung und von Kindern wahrgenommener elterlicher Kompetenzeinschätzung
6.1 Ziele der Untersuchung
6.2 Fragestellungen und Hypothesen
6.3 Untersuchungsplan
6.4 Methode
6.4.1 Stichprobe
6.4.2 Messinstrumente
6.4.3 Auswertungsmethoden
6.4.4 Durchführung
6.5 Ergebnisse und Interpretation
6.5.4 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Schulleistung
6.5.5 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept, Schulleistung und von Kindern wahrgenommener elterlicher Kompetenzeinschätzung
7. Diskussion
8. Zusammenfassung
Diese Masterarbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen dem akademischen Selbstkonzept von Grundschulkindern, deren tatsächlicher Schulleistung sowie der von den Kindern wahrgenommenen elterlichen Kompetenzeinschätzung. Das primäre Ziel ist es, die Rolle der Schulleistung und die Rolle der Eltern als Quellen leistungsbezogenen Feedbacks im Hinblick auf bereichsspezifische akademische Selbstkonzepte zu analysieren und empirisch zu prüfen.
1.1 Problematik einer Definition und Abgrenzung von verwandten Konstrukten
Greve (2000) bezeichnet das Selbst als ein dynamisches System, welches sich aus einer kognitiven Komponente mit dem Konstrukt des Selbstkonzepts, einer affektiven Komponente mit dem Konstrukt des Selbstwerts und einer konativen Komponente mit dem Konstrukt der Selbstwirksamkeit oder Selbstregulation zusammensetzt. In der Literatur werden verschiedene Ansichten darüber geteilt, ob sich diese drei überlappenden Begrifflichkeiten theoretisch voneinander abgrenzen lassen oder ob die psychologischen „Selbst“-Konstrukte eng miteinander verwandt und nicht trennbar sind (z.B. Filipp & Frey, 1987; Mummendey, 1990).
Das psychologische Konstrukt des Selbstkonzepts lässt sich aufgrund der Unklarheit des Bedeutungsgehalts sowie der Vielfalt an verwendeten Begriffen nicht einheitlich und allgemein definieren (Byrne, 1996, S. 2; Helmke, 1992, S. 18). In der Literatur findet man für den Begriff Selbstkonzept noch weitere Begriffe, von welchen die meisten synonym verwendet werden, wie z.B. Selbstidentität, Selbsttheorie, Selbstbild oder Selbstwahrnehmung (Byrne, 1996). Hansford und Hattie (1982a, S. 132) fanden in ihrer Metaanalyse, die insgesamt 128 Studien zur Beziehung zwischen Selbstkonzept und Leistung umfasste, 15 verschiedene Selbstkonzeptdefinitionen. Auch Shavelson, Hubner und Stanton (1976, S. 409) zeigten in einer Übersicht von Selbstkonzeptdefinitionen 17 Kategorien auf, denen die Begriffsdefinitionen zugeordnet werden können. Das Konstrukt des Selbstkonzepts kann als subjektives Bild der eigenen Person bezeichnet werden, bei dem die kognitiv-beschreibende Komponente im Vordergrund steht (Moschner & Dickhäuser, 2018, S. 750). Demgegenüber liegt der Schwerpunkt des Konstrukts des Selbstwerts mit seiner subjektiven Bewertung dieses Selbstbilds auf der affektiv-evaluativen Komponente (Wylie, 1974 zitiert nach Schütz, 2003, S. 4).
1. Das Selbstkonzept: Dieses Kapitel erläutert die Definition und die historische Herleitung des Selbstkonzept-Begriffs sowie die theoretischen Grundlagen wie das Shavelson-Modell.
2. Entstehung und Entwicklung des Selbstkonzepts: Der Abschnitt befasst sich mit den Determinanten und den sozialen Vergleichsprozessen, die maßgeblich zur Entwicklung des Selbstkonzepts bei Kindern beitragen.
3. Schulleistung: Hier wird der Begriff der Schulleistung definiert und die Schulnote als zentraler Indikator sowie deren vielfältige Bedingungsfaktoren innerhalb des Schulsystems dargestellt.
4. Einfluss wichtiger Bezugspersonen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie signifikante Andere, insbesondere Eltern, durch Feedback und Fähigkeitsmitteilungen das Selbstbild des Kindes prägen.
5. Zusammenhänge zwischen Selbstkonzept, Schulleistung und elterlicher Kompetenzeinschätzung: Der Abschnitt führt die theoretischen Stränge zusammen und analysiert die Interdependenzen zwischen Selbstkonzept, Leistung und elterlicher Wahrnehmung.
6. Eine Studie zu den Zusammenhängen zwischen akademischem Selbstkonzept, Schulleistung und von Kindern wahrgenommener elterlicher Kompetenzeinschätzung: Das Kapitel beschreibt die quantitative Studie, die Fragestellungen, Hypothesen, die Methodik und die Durchführung der Untersuchung.
7. Diskussion: Hier werden die gewonnenen empirischen Ergebnisse kritisch bewertet, in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis abgeleitet.
8. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die theoretischen Hintergründe sowie die zentralen Erkenntnisse der eigenen empirischen Forschung prägnant zusammen.
Akademisches Selbstkonzept, Schulleistung, Grundschulkindern, elterliche Kompetenzeinschätzung, I/E-Modell, soziale Vergleichsprozesse, dimensionale Vergleiche, Fähigkeitsmitteilungen, Shavelson-Modell, Leistungsrückmeldung, pädagogische Psychologie, Selbstkonzeptgenese, Marsh, Schulerfolg, Motivation.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem akademischen Selbstkonzept von Grundschulkindern, ihren schulischen Leistungen und der elterlichen Einschätzung ihrer Kompetenzen.
Die zentralen Felder sind die Selbstkonzeptforschung, die Bedeutung von Bezugsnormen im Unterricht sowie der Einfluss von Eltern und Lehrkräften auf die Selbstwahrnehmung von Kindern.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, wie Schulleistungen und elterliche Rückmeldungen zusammenwirken, um das fachspezifische akademische Selbstkonzept von Grundschulkindern zu formen.
Es wurde eine quantitative Korrelationsstudie mit 118 Grundschulkindern durchgeführt, bei der Fragebögen und Schulnoten mittels Korrelations- und Pfadanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Selbstkonzept und Schulleistung sowie in einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Bestätigung des I/E-Modells geprüft werden.
Wichtige Begriffe sind akademisches Selbstkonzept, I/E-Modell, soziale und dimensionale Vergleiche, elterliche Kompetenzeinschätzung und Schulleistung.
Eltern fungieren als „Interpreters of Reality“. Ihre wahrgenommenen Einschätzungen der Fähigkeiten des Kindes beeinflussen indirekt, aber signifikant, wie das Kind seine eigene Kompetenz im Unterricht bewertet.
Das I/E-Modell erklärt, warum Schüler, trotz positiver Korrelation zwischen mathematischen und verbalen Leistungen, oft eine geringe Korrelation zwischen ihren fachspezifischen Selbstkonzepten aufweisen, da sie dimensionale Vergleiche anstellen.
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