Bachelorarbeit, 2021
164 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Motiv, Motivation, Motivationstheorien
2.1. Motiv
2.2. Motivation
2.3. Bedürfnispyramide nach Maslow
2.4. Intrinsische und Extrinsische Motivation
2.5. Reisemotive nach Crompton
2.5.1. Pushfaktoren
2.5.2. Pullfaktoren
3. Darstellung und Beschreibung der Vanlife Community
3.1. Erklärung Vanlife
3.2. Neo-Tribalismus
3.3. Instagram
3.4. Einordnung in den Tourismus
4. Stand der Reisemotivforschung
4.1. Reisemotive von deutschen Touristen
4.2. Reisemotive von Campingtouristen
4.3. Reisemotive von Reisemobilisten
4.4. Zusammenfassung und Ausblick
5. Empirische Erhebung
5.1. Forschungsfrage
5.2. Forschungsdesign
5.2.1. Datenerhebung
5.2.2. Fragebogenerstellung und Erhebungspunkte
5.2.3. Sampling
5.3. Datenauswertung
5.3.1. Transkription
5.3.2. Qualitative Inhaltsanalyse
6. Forschungsergebnisse
6.1. Diskussion
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die spezifischen Reisemotive der deutschen Vanlife Community zu identifizieren und zu verstehen, da dieser Reisestil aus wissenschaftlicher Sicht bisher kaum erforscht wurde. Unter Verwendung eines qualitativen Forschungsansatzes mit leitfadengestützten Interviews wird untersucht, warum junge Erwachsene diesen Lebensstil wählen und wie sich ihre Motivationen von klassischen Reisemobilisten unterscheiden.
3.1. ERKLÄRUNG VANLIFE
Eine einheitliche, wissenschaftliche Definition, was unter den Begriff Vanlife zu verstehen ist gibt es aktuell nicht. Geprägt wurde die Begrifflichkeit durch Foster Huntington im Jahr 2011 (Forget, 2020, S.80). Er entschied sich seine Wohnung und seinen Job in New York zu kündigen und zog in einen Volkswagen Syncro von 1987. Seine Reise dokumentierte er mittels der Plattform Instagram und verwendet bei seinen Beiträgen die Hashtags #vanlife und #homeiswhereyouparkit (Monroe, 2017). Durch seine wachsende Reichweite verbreitete sich #vanlife rasant und es entstand eine weltweite Community (Gretzel & Hardy, 2019, S. 2).
Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Begriff Vanlife, sinngemäß Leben im Transporter. Dadurch ist festzustellen, dass die Eingliederung eines Automobils für eine Definition erforderlich ist. Darauf aufbauend werden im Folgenden drei verschiedene Erklärungsansätze aus unterschiedlichen Quellen aufgeführt, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Das Ziel ist es, daraus eine verständliche Definition zu erstellen, welche den Untersuchungsgegenstand der Arbeit beschreibt.
Paul Nitschke (2018) beschreibt den Begriff Vanlife in einem Onlinemagazin folgendermaßen:
„In deinem Van leben und reisen. So wie die meisten Menschen in ihren Wohnungen oder Häusern beheimatet sind, wohnt der Vandweller (auf deutsch: Busbewohner) auf vier Rädern und hat alles dabei, was er zum Leben „on the road“ benötigt. In seinem oft selbstausgebauten Camper befinden sich Wohnraum, Schlafraum und Küche in Einem, alles klein gehalten und so eingebaut, dass es vielseitig und praktisch ist (…).“
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen Vanlife ein, erläutert die Relevanz des Themas in der aktuellen Forschung und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Motiv, Motivation, Motivationstheorien: Hier werden psychologische Grundlagen erarbeitet, Begriffe abgegrenzt und relevante Theorien wie Maslows Bedürfnispyramide sowie Cromptons Push- und Pullfaktoren vorgestellt.
3. Darstellung und Beschreibung der Vanlife Community: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, ordnet Vanlife in den touristischen Kontext ein und beleuchtet die soziologischen Aspekte sowie die Rolle von Instagram.
4. Stand der Reisemotivforschung: Es wird ein Überblick über bestehende Erkenntnisse zu Reisemotiven von Touristen, Campingurlaubern und Reisemobilisten gegeben, um diese mit Vanlifern zu vergleichen.
5. Empirische Erhebung: Dieser Teil beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Datenerhebung durch Interviews sowie die methodische Vorgehensweise bei der Auswertung nach Mayring.
6. Forschungsergebnisse: Hier werden die durch die Inhaltsanalyse identifizierten Motivkategorien präsentiert, detailliert beschrieben und anhand von Zitaten belegt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Vanlife, Reisemotive, Motivation, Tourismusforschung, qualitative Inhaltsanalyse, Instagram, Neo-Tribalismus, Campingtourismus, Reisemobilisten, Freiheit, Individualität, Spontanität, Flexibilität, Selbstverwirklichung, Lebensstil.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Vanlife-Bewegung und untersucht die spezifischen Reisemotive, die junge Erwachsene dazu bewegen, diesen speziellen Lebensstil und Reisestil zu wählen.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Motivation, die Einordnung des Vanlife-Phänomens in den Tourismus, die Bedeutung digitaler Plattformen wie Instagram für diese Community sowie die empirische Analyse von Reisemotiven.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: „Was sind die zielgruppenspezifischen Reisemotive der deutschen Vanlife Community?“.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden leitfadengestützte Interviews mit zwölf Mitgliedern der Zielgruppe geführt und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Motivationspsychologie, die soziologische Beschreibung der Vanlife-Community, den Vergleich mit bestehender Reisemotivforschung und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Vanlife, Reisemotive, Motivation, Tourismusforschung, Instagram und Individualität.
Der Eigenausbau des Vans ist ein zentraler Ausdruck für Individualität. Er ermöglicht es den Vanlifern, ihr Fahrzeug exakt nach persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben zu gestalten, was eine klare Abgrenzung zu fertigen Reisemobilen darstellt.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Vanlife-Lebensstil von einigen Befragten als Möglichkeit gesehen wurde, auch unter den eingeschränkten Bedingungen der Covid-19-Pandemie weiterhin reisen zu können, da ein autarkes Unterwegssein möglich ist.
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