Forschungsarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Abstract
3. Einleitung
3.1 Definitionen (Begriffserklärungen)
-Gesundheitsförderung-
-Ziele Gesundheitsförderung-
3.2 Was macht gesund?
3.3 Der Settingansatz der Gesundheitsförderung
3.4 Gesetze und Leitlinien
4. Gesundheitliche Lage der Migranten in Deutschland
4.1 Ursachen der Barrieren des Gesundheitswesens und den Migranten
4.2 Argumente für migrantenorientierte Prävention
4.3 Erreichbarkeit der sozial benachteiligten Migranten durch Mediatoren
5. Berichterstattung
5.1. Armuts- und Reichtumsbericht 2008
5.2 Gesundheitsberichterstattung
6. Soziale Stadt und Gesundheitsförderung
6.1 Handlungsfeld Gesundheit: bisher noch geringe Relevanz in der Programmumsetzung
6.2 Soziale und gesunde Stadt
6.3 Sozialraumanalyse für ein integriertes, interdisziplinäres Verständnis
6.4 Gesundheitsförderung in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf
6.5 Qualitätsentwicklung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung
6.6 Krankenkassen als Partner in der stadtteilbezogenen Gesundheitsförderung
7. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration des Handlungsfeldes Gesundheitsförderung in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“, mit besonderem Fokus auf die gesundheitliche Situation von Migranten in Deutschland.
4.3 Erreichbarkeit der sozial benachteiligten Migranten durch Mediatoren
Eine Vielzahl der bisher initiierten Programme zur Gesundheitsförderung und Prävention hat die Gruppe der Migranten, und im Besonderen die Gruppe der sozial benachteiligten Migranten, nicht ausreichend erreicht. Dies liegt zum Teil daran, dass die Mehrheit der benachteiligten Migranten speziell dem Thema Gesundheit keine Beachtung geschenkt hat. Um die Erreichbarkeit der sozial benachteiligten Migranten zu erhöhen, wurde im Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover das Konzept der Gesundheitsmediatoren entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine primärpräventive Strategie, die Migranten den Zugang zu Hilfesystemen und gesundheitsrelevanten Themen ermöglichen soll. In einem ersten Schritt werden in der deutschen Gesellschaft gut integrierte Migranten zu so genannten Gesundheitsmediatoren ausgebildet. Dies bedeutet, dass ihnen von Experten Gesundheitswissen vermittelt wird. Dieses Wissen geben sie in migrantenspezifischen Präventionsveranstaltungen muttersprachlich und kultursensibel weiter. Auch diejenigen Migranten, welche durch kulturelle oder sprachliche Barrieren bisher über Präventionsmöglichkeiten und gesundheitliche Versorgung in Deutschland wenig wissen, können so informiert werden.
Mit den Gesundheitsmediatoren als „Keypersons“ und Kontaktpersonen zu den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Migranten besteht die Möglichkeit, gezielt Maßnahmen für diese Bevölkerungsgruppen umzusetzen. Durch diese frühzeitige Aufklärung der Zielgruppe und durch geeignete Interventionen zur Vermeidung von gesundheitlichen Defiziten lassen sich so auch Folgekosten reduzieren.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, Gesundheitsförderung als neues Handlungsfeld für den Jugendmigrationsdienst im Kontext der „Sozialen Stadt“ zu etablieren.
2. Abstract: Das Kapitel verdeutlicht die Unterrepräsentation der Gesundheitsförderung in der „Sozialen Stadt“ trotz bekannter Zusammenhänge zwischen Armut und Gesundheitsrisiken.
3. Einleitung: Hier werden grundlegende Begrifflichkeiten wie Migration, Gesundheitsplanung, Gesundheitswissenschaften und der Setting-Ansatz definiert und wissenschaftlich eingeordnet.
4. Gesundheitliche Lage der Migranten in Deutschland: Es werden spezifische Barrieren im Gesundheitssystem, Migrationshintergründe und Strategien wie Gesundheitsmediatoren zur Verbesserung der Versorgung analysiert.
5. Berichterstattung: Dieses Kapitel betrachtet statistische Grundlagen durch Armuts- und Gesundheitsberichte, um die soziale und gesundheitliche Situation von Menschen mit Migrationshintergrund zu beleuchten.
6. Soziale Stadt und Gesundheitsförderung: Das Kernkapitel untersucht die Rolle der Gesundheit im Programm „Soziale Stadt“, diskutiert Sozialraumanalysen, Qualitätskriterien und die Bedeutung der Krankenkassen als Partner.
7. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Notwendigkeit zusammen, Gesundheitsförderung als festen Bestandteil in die integrierte Stadtteilentwicklung zu integrieren, um soziale Benachteiligungen nachhaltig abzubauen.
Gesundheitsförderung, Soziale Stadt, Migranten, Prävention, Setting-Ansatz, Gesundheitsplanung, Sozialraumanalyse, Armut, Gesundheitliche Ungleichheit, Gesundheitsmediatoren, Qualitätsentwicklung, Gesundheitsberichterstattung, Integration, Stadtteilentwicklung, Gesundheitsrisiken.
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Lage von Migranten in Deutschland und prüft, wie das Programm „Soziale Stadt“ durch gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in benachteiligten Stadtteilen beitragen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Städtebau und Gesundheitsförderung, der Überwindung von Zugangsbarrieren zum Gesundheitssystem für Migranten sowie der Qualitätsentwicklung von Präventionsprojekten.
Ziel ist es, die Notwendigkeit zu verdeutlichen, Gesundheit als festes Handlungsfeld in die „Soziale Stadt“ zu integrieren, um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Der Autor nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten und Berichte zur sozialen und gesundheitlichen Lage, um den Handlungsbedarf innerhalb kommunaler Strukturen aufzuzeigen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Barrieren des Gesundheitssystems für Migranten, der Rolle von Gesundheitsmediatoren, der Gesundheitsberichterstattung sowie Strategien und Qualitätskriterien für eine soziallagenbezogene Gesundheitsförderung.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Gesundheitsförderung, Soziale Stadt, Migranten, Prävention, Setting-Ansatz und soziale Ungleichheit.
Der Setting-Ansatz beschreibt das Prinzip, Gesundheitsförderung nicht nur individuell (Verhalten), sondern direkt in den Lebenswelten (z.B. Stadtteil, Schule, Betrieb) durch Gestaltung sozialer Systeme zu verankern.
Krankenkassen sind aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen (§ 20 SGB V) zur Primärprävention zentrale Partner, deren Ressourcen für eine stadtteilbezogene Gesundheitsförderung in der „Sozialen Stadt“ essenziell sind.
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