Bachelorarbeit, 2019
176 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung: Hintergrund und Forschungsinteresse
2 Der Stand der Forschung
3 Theoretischer und methodischer Aufbau
3.1 Entstehung und theoretischer Ansatz der psychologischen Morphologie
3.2 Der Gegenstand
3.3 Die Methode
3.4 Das Verfahren
3.5 Der Versionengang
3.5.1 Die Gestaltlogik
3.5.2 Die Gestalttransformation
3.5.3 Die Gestaltkonstruktion
3.5.4 Das Gestaltparadox
3.6 Gütekriterien der qualitativen Forschung
3.7 Das Studiendesign
3.8 Die Stichprobe
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.1 Die Grundqualität: Die Vor-Sicht
4.2 Der Wirkungsraum
4.2.1 Aneignung: Die Selbstbehandlung
4.2.2 Umbildung: Behutsames Hineinstürzen
4.2.3 Einwirkung: Den All-Tag in den Griff kriegen
4.2.4 Anordnung: Hinter Abhängigkeiten
4.2.5 Ausrüstung: Für das Wagnis der Gründung wappnen
4.2.6 Ausbreitung: Zwischen Faszination und Abschreckung
4.3 Die psychologisierende Fragestellung
4.4 Umgangstendenzen
5 Abschließende Einordnung
5.1 Qualität der Forschungsarbeit
5.2 Einbettung in einen kulturellen Kontext
5.3 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Motivationsstrukturen und Umgangstendenzen der Generation Z in Bezug auf eine eigene Unternehmensgründung zu untersuchen, um zu erklären, warum ein hohes Gründungsinteresse existiert, während die tatsächlichen Gründungszahlen in Deutschland niedrig bleiben.
4.2.1 Aneignung: Die Selbstbehandlung
Die Gründung ist etwas besonders „Faszinierendes“ (IB 3), ein langgehegter „Traum“ (IB 1) und gibt daher auch den Probanden das Gefühl selbst etwas Besonderes zu sein, sofern sie sich diese Gründung aneignen wollen. Dabei funktioniert die Gründung und auch die hypothetische Gründung als eine Art der Selbstbehandlung.
Diese Selbstbehandlung zeigt sich unter anderem darin, dass die Gründung genutzt wird, um vor sich „selbst und vor anderen“ (IB 8) etwas „zu beweisen“ (IB 4). Auf die Gründung zu blicken und dabei zu wissen, dass dies „etwas Eigenes“ (IB 1), beziehungsweise „dein eigenes Ding“ (IB 8) ist, erscheint den Probanden als ein „schönes Gefühl“ (IB 8). So ist dabei gar „ein geiles Gefühl, ein eigenes Unternehmen zu haben“ (IB 7). Ob es dieses Unternehmen dabei tatsächlich bereits gibt oder ob es nur in den Vorstellungen existiert, ist dabei zweitrangig. So geht es um den „Stolz“ (IB 7) auf das eigene Unternehmen, den „bestmöglichen Weg“ (IB 4) zur Selbstverwirklichung und den Wunsch es mit diesem „allen [zu] zeigen“ (IB 4). Die Möglichkeit, dass andere über das eigene Unternehmen denken: „Wow, da hat er echt was erreicht“ (IB 8) fördert die Attraktivität dieses Unterfangens und wäre „schon eine krasse Nummer“ (IB 5). In diesem Sich-Beweisen und dem damit zusammenhängend verspürten Stolz ist die Selbstbehandlung bereits unmittelbar in Gang.
1 Einleitung: Hintergrund und Forschungsinteresse: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle mediale Präsenz von Start-Ups und das wachsende Gründungsinteresse der Generation Z bei gleichzeitig stagnierenden Gründungszahlen in Deutschland.
2 Der Stand der Forschung: Hier werden Charakteristika der Generation Z (u.a. nach Scholz und Imdahl) analysiert, wobei besonders die Sehnsucht nach Sicherheit und ein pragmatischer Optimismus hervorgehoben werden.
3 Theoretischer und methodischer Aufbau: Dieser Abschnitt erläutert die psychologische Morphologie und das Verfahren der Tiefeninterviews, um als methodische Grundlage für die Untersuchung zu dienen.
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Die Ergebnisse zeigen, dass die Generation Z im Spannungsfeld zwischen der Faszination für das Gründen und der Angst vor dem Scheitern steht, was sich in spezifischen Absicherungsmechanismen niederschlägt.
5 Abschließende Einordnung: Die Arbeit schließt mit einer methodischen Reflexion und der Einbettung der Erkenntnisse in den aktuellen kulturellen Kontext sowie einem Fazit zur Gründungsmotivation.
Generation Z, Unternehmensgründung, Gründungsmotivation, psychologische Morphologie, Wirkungseinheit, Vor-Sicht, Selbstbehandlung, Scheitern, Kontrollverlust, Tiefeninterview, Arbeit, Sicherheit, Eigenverantwortung, Berufswelt, Transformation.
Die Bachelorarbeit untersucht die Gründungsmotivation der Generation Z, wobei die Diskrepanz zwischen hohem Interesse und geringer tatsächlicher Gründungsaktivität im Fokus steht.
Zentrale Themen sind die psychologische Beschaffenheit der Generation Z, ihre Einstellung zu Arbeit und Sicherheit sowie die Dynamiken zwischen dem Wunsch nach Selbstständigkeit und der Angst vor dem Scheitern.
Das Ziel ist es herauszufinden, welche Chancen und Notwendigkeiten die Generation Z in der Gründung eines Unternehmens sieht und wie das vermehrte Gründungsinteresse trotz rückläufiger tatsächlicher Gründungen psychologisch erklärbar ist.
Es wird der tiefenpsychologische Ansatz der psychologischen Morphologie verwendet, ergänzt durch acht qualitative Tiefeninterviews, um das Erleben der Probanden zu erfassen.
Der Hauptteil analysiert das Gründungserleben anhand morphologischer Wirkungszüge wie Aneignung, Umbildung, Einwirkung, Anordnung, Ausrüstung und Ausbreitung.
Generation Z, psychologische Morphologie, Gründungsmotivation, Sicherheit, Scheitern, Tiefeninterview, Eigenverantwortung.
Ein Fragebogen ist nicht ausreichend, da er verborgene emotionale Zusammenhänge und unbewusste Motive, die im morphologischen Ansatz gesucht werden, nicht in der notwendigen Tiefe erfassen kann.
Die Analogie dient einer Probandin dazu, den behutsamen und pflegeintensiven Wachstumsprozess einer Gründung zu beschreiben, der sowohl Vorsicht als auch Stolz auf das Ergebnis verdeutlicht.
Die "Vor-Sicht" beschreibt die verheißungsvolle, aber gleichzeitig unsichere Perspektive auf eine mögliche berufliche Zukunft als Gründer, auf die hoffend, staunend und ehrfürchtig geblickt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

