Wissenschaftliche Studie, 2009
5 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
2. Die Rolle der Sprache in der Politik
3. Definition und Wesen der politischen Sprache
4. Instrumentalisierung und Machtausübung durch Sprache
5. Sprache als Mittel gesellschaftlicher Kontrolle
6. Fazit: Die Wechselwirkung von Politik und Sprache
Die vorliegende Arbeit untersucht die fundamentale Bedeutung von Sprache als politisches Instrument und analysiert, wie politische Akteure Sprache nutzen, um Macht auszuüben, Ideologien zu verbreiten und gesellschaftliche Strukturen zu beeinflussen.
Definition und Wesen der politischen Sprache
Was ist aber unter dem Begriff „politische Sprache“ zu verstehen? Eine exakte linguistische Definition dieser Sprachform zu geben ist kein einfaches Unterfangen, denn die politische Sprache hat ein vielseitiges Erscheinungsbild und weitgehende Anwendungsmöglichkeiten. Erstens muss hier erwähnt werden, dass die politische Sprache keine reine Fachsprache ist. Ihr Mischcharakter, ihre Überschneidung mit anderen Fachsprachen sowie mit der Alltagssprache sprechen gegen eine derartige Klassifizierung (vgl. Klein 1989, S. 3). Zwar hat die politische Sprache Anteil an vielen Sachgebieten, bedient sich aber nicht selten des Wortschatzes anderer Fachsprachen, stellt kein abgegrenztes Sachgebiet an sich dar und soll insgesamt eher als ein „differenzierter Handlungs- und Funktionskomplex“ (Dieckmann 1969, S. 47) ein „spezifischer Verbund aus Fachsprachenpluralität und öffentlicher Sprache, eine Sprache, deren soziale Geltung nicht auf bestimmte Expertengruppen eingeschränkt ist und die nicht über ein kognitiv-denotatives, sondern auch ein evaluativ-persuasives Potential verfügt“ (Strauß 1986, S. 193f.) bezeichnet werden. Sie erfolgt immer von politischen Standpunkten heraus und ist daher nie rein darstellungsfunktional, sondern stets auch appellativ und nicht deskriptiv-informierend (vgl. Burkhardt 2003, S. 123).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Grundannahme ein, dass Sprache ein wesentliches gesellschaftliches Kommunikationsmittel darstellt, das in allen Lebensbereichen instrumentalisiert wird.
2. Die Rolle der Sprache in der Politik: Hier wird dargelegt, warum Sprache für Politiker unverzichtbar ist, um politische Ziele zu vermitteln, Herrschaft zu sichern und gesellschaftliche Zustimmung zu erzeugen.
3. Definition und Wesen der politischen Sprache: Der Text erörtert die Schwierigkeit einer exakten linguistischen Definition und beschreibt die politische Sprache als vielseitigen, nicht-reinen Fachsprachen-Komplex mit hohem persuasivem Potential.
4. Instrumentalisierung und Machtausübung durch Sprache: Dieses Kapitel beleuchtet, wie politische Schichten durch Sprache Normen übertragen und das Weltbild des Individuums unbewusst formen.
5. Sprache als Mittel gesellschaftlicher Kontrolle: Es wird analysiert, wie Ideologien durch ein spezifisches Vokabular die Realität bewerten und damit Kontrolle über das Volk ausüben.
6. Fazit: Die Wechselwirkung von Politik und Sprache: Zusammenfassend wird betont, dass politische Wirklichkeit und Sprachgebrauch sich gegenseitig bedingen und dass Politik fundamental auf Sprache angewiesen ist.
Politische Sprache, Machtausübung, Kommunikation, Ideologie, Instrumentalisierung, Gesellschaftliche Kontrolle, Politische Strategie, Sprachgebrauch, Linguistik, Herrschaftssicherung, Überzeugung, Öffentliche Sprache, Handlungscharakter, Politische Rhetorik, Normenübertragung
Die Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Funktion der Sprache als Instrument der Politik und wie sie zur Gestaltung politischer Wirklichkeit eingesetzt wird.
Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle der Sprache in Machtverhältnissen, die instrumentelle Nutzung von Wörtern in Ideologien und die sprachliche Kontrolle der Gesellschaft.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie eng Politik und Sprache miteinander verflochten sind und dass jede politische Handlung zwingend sprachlich vermittelt werden muss.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse politischer und linguistischer Fachliteratur, um die Wirkungsweisen politischer Sprache zu systematisieren.
Der Hauptteil analysiert den Charakter politischer Sprache, deren Überzeugungskraft sowie ihre Funktion als Werkzeug zur Durchsetzung ideologischer Ziele.
Wesentliche Begriffe sind Politische Sprache, Machtausübung, Ideologie, Instrumentalisierung und Gesellschaftliche Kontrolle.
Die politische Sprache ist keine reine Fachsprache, sondern ein vielseitiger Komplex, der sich aus Alltagssprache und diversen anderen Fachbereichen zusammensetzt.
Weil Wörter genutzt werden können, um Handlungen auszulösen, Menschen zu denunzieren, Kriege zu rechtfertigen oder gesellschaftliche Normen gezielt zu steuern.
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