Diplomarbeit, 2007
138 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Die Klonforschung als Untersuchungsgegenstand
2.1 Naturwissenschaftliche Grundlagen
2.1.1 Der Begriff Klon
2.1.2 Natürliche Entstehung von Klonen
2.1.3 Künstliche Erzeugung von Klonen
2.1.4 Die Verfahren
2.1.5 Techniken
2.1.5.1 Embryo – Splitting
2.1.5.2 Zellkerntransfer
2.1.6 Anwendungsbereiche
2.1.6.1 Reproduktives Klonen
2.1.6.2 Therapeutisches Klonen
2.1.7 Stand der Forschung
2.1.8 Meilensteine der Klonforschung
2.2 Rechtliche Grundlagen
2.2.1 Internationale Regelungen
2.2.2 Europarechtliche Regelungen
2.2.3 Nationale Regelungen
2.2.3.1 Die deutsche Rechtslage
2.2.3.2 Die britische Rechtslage
2.3 Klonen als Wissenschaft und Technik
2.3.1 Wissenschaft
2.3.2 Technik / Technologie
2.3.3 Biotechnologie
3 Wissenschaftsberichterstattung: Wissenschaft – Medien – Öffentlichkeit
3.1 Die Relevanz der Massenmedien für die öffentliche Kommunikation über Wissenschaft und Technik
3.1.1 Definition Massenmedien und Massenkommunikation
3.1.2 Massenmediale Öffentlichkeit
3.1.3 Funktion der Massenmedien
3.2 Wissenschaftsjournalismus
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Perspektiven der Wissenschaftsjournalismus – Forschung
3.2.2.1 Das Paradigma Wissenschaftspopularisierung
3.2.2.2 Journalismus als autonomer Beobachter
3.2.3 Die Situation des Wissenschaftsjournalismus
3.2.3.1 Die Situation in Deutschland
3.2.3.2 Die Situation in Großbritannien
3.3 Selektion, Aufbereitung und Rezeption von Wissenschaftsinformationen
3.3.1 Medien und Realität
3.3.2 Selektionsprozesse
3.3.2.1 Gatekeeper-Forschung
3.3.2.2 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren
3.3.2.3 Das Framing – Konzept
3.3.3 Vermittlung von Inhalten
3.3.3.1 Arten der Vermittlung von Wissenschaft
3.3.3.2 Das Fachsprachenmodell nach Hoffmann
3.3.3.3 journalistische Qualitätsfaktoren
3.3.4 Rezeption der Nachrichten
3.4 Vergleich deutscher – britischer Journalismus
3.5 Forschungsstand
3.5.1 Wissenschaft in den Medien
3.5.2 Biotechnologie in den Medien
3.5.2.1 Biotechnologie allgemein
3.5.2.2 Gentechnik
3.5.3 Klonen in den Medien
3.5.4 Öffentliche Meinung zum Klonen
3.5.5 Einordnung / Nutzen der vorliegenden Arbeit
4 Forschungsdesign
4.1 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2 Die Inhaltsanalyse als Methode
4.2.1 Begriffsbestimmung
4.2.2 qualitative und quantitative Aspekte der Forschung
4.3 Untersuchungsgegenstand
4.3.1 Der Spiegel
4.3.2 The Economist
4.4 Die empirische Erhebung
4.4.1 Grundgesamtheit und Stichprobe
4.4.2 Untersuchungszeitraum
4.4.3 Analyseeinheiten
4.5 Das Kategoriensystem
4.5.1 Grundlagen Kategorien und Codebuch
4.5.2 Anforderungen an das Kategoriensystem
4.5.2.1 Trennschärfe
4.5.2.2 Validität
4.5.2.3 Reliabilität
4.5.3 Codebuch vor dem Pretest
4.5.4 Codebuch nach dem Pretest
4.6 Reliabilitätstest
5 Ergebnisse
5.1 Forschungsfrage 1 – Nachrichtenfaktoren
5.2 Forschungsfrage 2 – Vermittlung der Verfahren und Ziele
5.2.1 Wissensvermittlung
5.2.2 Framing
5.3 Forschungsfrage 3 – Darstellung des nationalen und internationalen Umgangs
5.4 Forschungsfrage 4 – illustrative und sprachliche Darstellung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht und vergleicht die mediale Berichterstattung über Klonforschung in den Nachrichtenmagazinen „Der Spiegel“ (Deutschland) und „The Economist“ (Großbritannien) im Zeitraum von 1997 bis 2007, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Kommunikation dieses wissenschaftlichen Themas aufzuzeigen.
2.1.5.1 Embryo – Splitting
Unter dem Begriff Embryo-Splitting versteht man „die Zwillingsbildung durch künstliche Teilung des Embryos“ (Heinemann, 2005: 200). Dafür gibt es zwei unterschiedliche Methoden, die sich die frühen Entwicklungsphasen des Embryos zunutze machen. Bis zum 8-Zellenstadium sind die Zellen noch totipotent, d.h. jede einzelne besitzt die Fähigkeit, sich unabhängig zu einem eigenen Organismus zu entwickeln. Werden Zellen aus dem Verband getrennt und in intakte Schutzhüllen transferiert, können sich theoretisch bis zu acht identische Embryonen entwickeln. Die einzelnen Zellen des Haufens nennt man auch Blastomere, weshalb diese Form des Embryo-Splittings als Blastomeren-Separation bezeichnet wird.
Doch auch nach dem 8-Zellenstadium und dem Verlust der Totipotenz ist eine künstliche Mehrlingsbildung möglich. Teilt man einen bereits weiter entwickelten Zellverband, ist der Embryo in der Lage verlorenes Gewebe entsprechend nachzubilden.
Beide dieser Formen können auch auf natürlichem Weg bei der Entstehung von eineiigen Zwillingen vorkommen (vgl. Clausen 2006: 24ff.).
1891 wurde erstmals ein künstliches Embryonen-Splitting durchgeführt. Dabei klonte Hans Driesch durch Blastomeren-Separation einen Seeigel. Den gleichen Erfolg hatte man bei einem Rhesusaffen im Jahr 2000 (vgl. Heinemann 2005: 200ff.). 1993 gelang es Jerry Hall auf diesem Weg menschliche Klone herzustellen. Er setzte sie jedoch nicht in eine Gebärmutter ein (vgl. Leiner 2005). Gegenwärtig wird die Technik bereits seit geraumer Zeit in der Landwirtschaft zur Zucht wertvoller Nutztiere wie z.B. Rinder eingesetzt (vgl. Deutscher Bundestag 2001).
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der medialen Berichterstattung über Klonforschung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage des deutsch-britischen Vergleichs dar.
Die Klonforschung als Untersuchungsgegenstand: In diesem Kapitel werden die biologischen, technischen und rechtlichen Grundlagen des Klonens sowie dessen Einordnung in Biotechnologie und Biomedizin erläutert.
Wissenschaftsberichterstattung: Wissenschaft – Medien – Öffentlichkeit: Dieser Teil beleuchtet die theoretischen Rahmenbedingungen des Wissenschaftsjournalismus, einschließlich Selektionsprozessen, Framing-Konzepten und der Rolle der Massenmedien.
Forschungsdesign: Hier werden die methodischen Schritte der Inhaltsanalyse, die Auswahl der Nachrichtenmagazine und die Hypothesenbildung für die empirische Untersuchung dargelegt.
Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Auswertung der Artikel im Hinblick auf Nachrichtenfaktoren, Wissensvermittlung, Framing und die Darstellung nationaler sowie internationaler Klonforschung.
Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bietet ein Fazit sowie einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Klonforschung, Wissenschaftsjournalismus, Der Spiegel, The Economist, Inhaltsanalyse, therapeutisches Klonen, reproduktives Klonen, Framing, Nachrichtenfaktoren, Stammzellenforschung, Medienvergleich, Wissenschaftskommunikation, Deutschland, Großbritannien, Biotechnologie.
Die Arbeit untersucht, wie zwei einflussreiche Nachrichtenmagazine (Spiegel und Economist) über das ethisch kontroverse Thema der Klonforschung berichten und welche Unterschiede sich dabei aufgrund der unterschiedlichen nationalen Kontexte ergeben.
Neben den wissenschaftlichen Grundlagen des Klonens stehen vor allem der Wissenschaftsjournalismus, die mediale Selektionslogik sowie rechtliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Berichterstattung im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der deutschen und britischen medialen Kommunikation über Klonforschung herauszuarbeiten und die zugrundeliegenden Gründe für diese Darstellungsweisen zu interpretieren.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen und quantitativen Inhaltsanalyse von 105 Artikeln, ergänzt durch eine theoretische Fundierung in der funktional-strukturellen Systemtheorie und der Framing-Theorie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Medien- und Wissenschaftskommunikation, ein detailliertes Forschungsdesign und eine umfangreiche Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf Nachrichtenfaktoren, Wissensvermittlung und Framing.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissenschaftsjournalismus, Klonforschung, Framing, Inhaltsanalyse und den Vergleich zwischen deutschem und britischem Mediensystem charakterisiert.
Der Vergleich wurde gewählt, da beide Publikationen als meinungsführende Nachrichtenmagazine ihres jeweiligen Landes fungieren, jedoch unterschiedliche journalistische Traditionen und rechtliche Umgebungen widerspiegeln.
Frames dienen als Interpretationsrahmen, mit denen die Magazine das komplexe Thema Klonen strukturieren, um es für das Publikum einzuordnen und dabei bestimmte Aspekte hervorzuheben oder zu vernachlässigen.
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