Bachelorarbeit, 2021
36 Seiten, Note: 1,8
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des Ehebruchs und der daraus resultierenden Gewalt in der Novellistik des Mittelalters. Sie untersucht, wie die Figuren in den ausgewählten Mären die Erkenntnis des Ehebruchs erfahren und ihre eigene Vergeltung ausüben, unabhängig von Justiz und göttlicher Gewalt.
Das erste Kapitel "Die Rache des Ehemanns" behandelt die Thematik der Störung der weltlichen Ordnung durch Ehebruch und die gewalttätige Wiederherstellung derselben. Hierbei wird der Prozess der Erkenntnis des Ehebruchs durch den Ehemann und seine Racheakte im Detail untersucht. Das zweite Kapitel "Der kluge Knecht" konzentriert sich auf die Rolle des Knechts als vermittelnde Instanz und analysiert die Macht- und Hierarchieverhältnisse im Zusammenhang mit dem Ehebruch und der anschließenden Racheinszenierung. Das dritte Kapitel "Das heiße Eisen" befasst sich mit der Gottesprobe als Mittel zur Vergeltung von Untreue.
Ehebruch, Gewalt, Selbstjustiz, Mittelhochdeutsche Mären, Figuren, richtende Instanzen, Binnenerzählung, Ding-Symbolik, Machtverhältnisse, Gottesprobe, Heinrich Kaufringer, Der Stricker, Die Rache des Ehemanns, Der kluge Knecht, Das heiße Eisen.
Mären sind kurze, oft unterhaltsame oder belehrende Verserzählungen des Mittelalters, die häufig Alltagsthemen wie Ehebruch und List behandeln.
In der Erzähllogik der Mären wird die gestörte Weltordnung durch den Ehebruch oft durch drastische, private Racheakte (unabhängig von offizieller Justiz) wiederhergestellt.
Die eigentlich sakrale Gottesprobe wird hier zum Instrument der Rache und Bloßstellung der untreuen Ehefrau degradiert.
Kaufringer war ein spätmittelalterlicher Autor, der für seine oft grausamen und pointierten Mären, wie "Die Rache des Ehemanns", bekannt ist.
Gewalt (z.B. Verstümmelung) dient als sichtbares Zeichen der Bestrafung und Markierung der Schuldigen innerhalb der sozialen Ordnung.
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