Masterarbeit, 2021
118 Seiten, Note: 1,2
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Theorie
1.1 Einführung
1.2 Bindung
1.2.1 Bindungstheorie
1.2.2 Bindungsqualität im Kindesalter
1.2.3 Bindung und elterliches Erziehungsverhalten
1.2.4 Bindungsqualität im Erwachsenenalter
1.2.5 Bindungsstabilität
1.3 Soziale Angst
1.3.1 Definition
1.3.2 Diagnostische Kriterien der Sozialen Angststörung
1.3.3 Epidemiologie der Sozialen Angststörung
1.3.3.1 Prävalenz und Komorbiditäten der Sozialen Angststörung
1.3.3.2 Beginn und Verlauf der Sozialen Angststörung
1.3.4 Ätiologie und Risikofaktoren der Sozialen Angststörung
1.3.4.1 Genetische Faktoren
1.3.4.2 Temperamentsfaktoren
1.3.4.3 Soziale Faktoren
1.3.5 Störungstheorien und Erklärungsmodelle
1.3.5.1 Die Kognitive Theorie von Beck
1.3.5.2 Das Kognitive Modell von Clark und Wells
1.3.5.3 Interpersonelle Modelle
1.4 Selbstwert
1.4.1 Definition
1.4.2 Selbstwert und Selbstkonzept
1.4.3 Formen und Ausprägungen von Selbstwert
1.4.4 Optimaler Selbstwert
1.4.5 Prädiktoren und Einflussfaktoren von Selbstwert
1.5 Emotionale Kompetenz
1.5.1 Definition
1.5.2 Bereiche der emotionalen Kompetenz
1.5.3 Entwicklung emotionaler Kompetenz
1.5.4 Ursachen für Defizite in emotionaler Kompetenz
1.6 Aktueller Forschungsstand
1.6.1 Bindung und soziale Angst
1.6.2 Bindung und Selbstwert
1.6.3 Bindung und emotionale Kompetenz
1.6.4 Selbstwert und soziale Angst
1.6.5 Emotionale Kompetenz und soziale Angst
1.6.6 Selbstwert und emotionale Kompetenz
1.7 Fragestellungen und Hypothesen
2 Methoden
2.1 Stichprobenbeschreibung
2.2 Untersuchungsverfahren
2.2.1 Relationship Scales Questionnaire
2.2.2 SASKO – Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten
2.2.3 Frankfurter Selbstkonzeptskala zur allgemeinen Selbstwertschätzung
2.2.4 Emotionale-Kompetenz-Fragebogen
2.3 Untersuchungsdesign und Untersuchungsdurchführung
2.4 Auswertungsmethode
3 Ergebnisse
3.1 Deskriptive Ergebnisse
3.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
3.3 Weiterführende Analysen
4 Diskussion
4.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
4.2 Inhaltliche Einordnung
4.3 Methodenkritische Diskussion
4.4 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Master-Thesis untersucht den Einfluss der Bindungssicherheit auf soziale Angst, unter besonderer Berücksichtigung der vermittelnden Rollen von Selbstwert und emotionaler Kompetenz.
1.2.1 Bindungstheorie
Das Knüpfen von Bindungen gehört zur Natur des Menschen und ist dementsprechend zentral für eine günstige Entwicklung (Bowlby, 1977; Grossmann & Grossmann, 2014). Eine Bindung wird definiert als ein imaginäres Band, das zwischen zwei Menschen besteht, welches „in den Gefühlen verankert ist und das sie über Raum und Zeit hinweg miteinander verbindet“ (Ainsworth, 1979, zitiert nach Grossmann & Grossmann, 2014, S.71). Bindungen gehen mit starken Emotionen wie Liebe, Kummer und Trauer einher und unterscheiden sich von Beziehungen dadurch, dass sie über Zeit und Raum bestehen (Ainsworth, 1989; Bowlby, 1969, 1988).
Die erste Bindung, die ein Mensch aufbaut, ist die zu den primären Fürsorgepersonen, im Regelfall die Eltern. Diese Eltern-Kind-Bindung entwickelt sich vor allem in den ersten zwölf Lebensmonaten und hat die Funktion, dem Säugling die Behütung, Zuwendung und Unterstützung der Bezugsperson zu sichern (Bowlby, 1969). Obwohl sich Kinder an mehrere Personen binden können, gibt es im Regelfall eine Hierarchie der Bezugspersonen, in der es im Normalfall eine Hauptbezugsperson gibt, welche typischerweise die Mutter ist (Bowlby, 1969, Howes & Spieker, 2008).
Im Rahmen der Bindungstheorie wird die Annahme eines angeborenen Bindungssystems gemacht, dessen Funktion die Bewältigung von Bedrohungs- und Stresssituationen sowie die Bewahrung des Gefühls der Geborgenheit ist (Bowlby, 1969, 1973, 1980). Befindet sich das Kind in einer Stresssituationen, dann wird das System aktiviert, und das Kind zeigt spezifische Verhaltensweisen wie Weinen, Anklammern, Suchen oder Hinterherlaufen, die dazu dienen, die Geborgenheit und Nähe der Bezugsperson zu sichern. In der Bindungstheorie wird dieses Verhalten als Bindungsverhalten definiert und es ist wird so lange gezeigt, bis das Kind das Gefühl hat, sich in Sicherheit zu befinden, was typischerweise durch die Unterstützung der Bindungspersonen gelingt (Bowlby, 1969). Fühlt sich das Kind in Sicherheit, dann deaktiviert sich das Bindungssystem und das Bindungsverhalten schwindet.
1 Theorie: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Einführung in die psychologischen Konstrukte Bindung, soziale Angst, Selbstwert und emotionale Kompetenz sowie deren theoretische Verknüpfungen.
2 Methoden: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenbeschreibung sowie die eingesetzten Erhebungsinstrumente detailliert dargelegt.
3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive deskriptiver Analysen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Mediationsanalysen.
4 Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte der theoretischen Grundlagen, reflektiert kritisch die methodische Vorgehensweise und diskutiert Implikationen für Forschung und Praxis.
Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwert, emotionale Kompetenz, soziale Angststörung, internale Arbeitsmodelle, Emotionsregulation, soziale Unterstützung, Bindungstheorie, Mediation, Bindungsmuster, kognitive Schemata, Angst vor Nähe, Angst vor Trennung, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Bindungssicherheit und sozialer Angst bei Erwachsenen.
Die zentralen Variablen sind Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwertgefühl und emotionale Kompetenz.
Das Ziel ist zu klären, ob Bindungssicherheit die soziale Angst beeinflusst und ob dieser Zusammenhang durch Selbstwert oder emotionale Kompetenz mediiert wird.
Es wurde eine querschnittliche, quantitative Studie mit standardisierten Fragebögen durchgeführt, gefolgt von korrelativen und inferenzstatistischen Mediationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung der untersuchten Konstrukte, eine Beschreibung der Untersuchungsmethode und eine detaillierte Darstellung sowie Diskussion der Ergebnisse.
Kernbegriffe sind Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwert, emotionale Kompetenz und Mediationsanalyse.
Die Arbeit weist nach, dass ein unsicherer Bindungsstil signifikant mit einer höheren Ausprägung sozialer Angst korreliert.
Der Selbstwert fungiert als Mediator, der den negativen Effekt mangelnder Bindungssicherheit auf soziale Angst teilweise erklärt.
Emotionale Kompetenz, insbesondere die Emotionsregulation, wirkt ebenfalls mediierend; höhere Kompetenzen gehen mit geringerer sozialer Angst einher.
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