Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Teilung und Grenze
2.1. Gedenkstätte Berliner Mauer
2.2. Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
2.3. Grenzmuseen
2.4. Tränenpalast
2.5. Mauermahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
2.6. Freiheits- und Einheitsdenkmal
2.7. Exkurs: East-Side-Gallery
2.8. Exkurs: Mauermuseum am Checkpoint Charlie
2.9. Exkurs: Gedenkstätte Günter Litfin
2.10. Exkurs: Weiße Kreuze
3. Überwachung und Verfolgung / Widerstand und Opposition
3.1. Erinnerungsorte in Torgau
3.2. Gedenkstätte Bautzen
3.3. Forschungs- und Gedenkstätte in der Normannenstraße
3.4. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
3.5. Ehemaliges Untersuchungsgefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße
3.6. Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
3.7. Gedenkstätte Museum in der ,,Runden Ecke”
4. Gesellschaft und Alltag
4.1. Exkurs: Die Anfänge
4.2. Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
4.3. Deutsches Historisches Museum
4.4. Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die durch die "Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes" definierten Museen und Gedenkstätten zur DDR-Geschichte und ordnet diese in einen kunsthistorischen Zusammenhang ein. Ziel ist es, die unübersichtliche Museumslandschaft mit DDR-Bezug zu strukturieren und diese Orte als Erinnerungsräume sichtbar zu machen.
2.1. Gedenkstätte Berliner Mauer
Der zentrale Erinnerungsort der deutschen Teilung ist der 1,4 Kilometer lange Gedenkparcour an der Bernauer Straße in Berlin, er verbindet ,,originale Grenzanlagen und künstlerisch gestaltete Erinnerungsorte". Auf dem Areal befindet sich das letzte erhaltene Stück des sogenannten Todesstreifens. Der 70 Meter breite denkmalgeschützte Bereich wurde nach einem Wettbewerbsentwurf von Sven und Claudia Kohlhoff durch zwei sechs Meter hohe Metallwände eingefasst. Der Grenzabschnitt ist für Besucher nicht zugänglich, daher ermöglichen Sehschlitze einen Blick auf die Anlage.
Außerdem gehören zu der Gedenkstätte, die sich aus den vier Teilbereichen ,,Die Mauer und der Todesstreifen", ,,Die Zerstörung der Stadt", ,,Der Bau der Mauer" und ,,Alltag an der Mauer" zusammensetzt, das Mahnmal Fenster des Gedenkens, die neu errichtete Kapelle der Versöhnung, die Ausstellung ,,Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin" im Nordbahnhof, ein Besucherzentrum und ein Dokumentationszentrum mit einem fünfstöckigen Aussichtsturm. Der Verlauf der Mauer wird durch rostende Stahlstäbe angedeutet, die von einzelnen Metern originaler Mauersegmente durchbrochen sind. Der bei den Rückbauarbeiten nach der Grenzöffnung abgetragene Wachturm des Typs BT9 wird durch vier ebenfalls rostende Metallkanten nachgezeichnet und markiert die Grünfläche weitläufig.
Das Ausstellungsareal wird auf vier Ebenen erschlossen: 1. originale Relikte der Grenzanlage, 2. Ereignismarken, wie Gedenksteine und Informationstafeln, 3. archäologische Fenster, die zum Teil ältere Schichten der Grenzanlage zeigen und 4. eine Ausstellung vor Ort. Der erste Teil der Gedenkstätte wurde am 13. August 1998 eingeweiht, am 9. November 1999 folgte das Dokumentationszentrum Berliner Mauer, um das ,,Denkmal durch Sachinformationen und historisch-politische Bildungsarbeit" zu ergänzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsarbeit ein, erläutert die Relevanz der Erinnerungsorte zur SED-Diktatur und definiert das methodische Vorgehen sowie das theoretische Fundament auf Basis der Gedenkstättenkonzeption des Bundes.
2. Teilung und Grenze: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung verschiedener Erinnerungsorte, die den Prozess der deutschen Teilung und die physischen sowie psychischen Auswirkungen der Grenzanlagen thematisieren.
3. Überwachung und Verfolgung / Widerstand und Opposition: Hier werden Orte in den Blick genommen, die mit der Repression des SED-Regimes, der Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit sowie den Erfahrungen von Widerstand und politischer Haft verknüpft sind.
4. Gesellschaft und Alltag: Das Kapitel beleuchtet museale Ansätze, die den DDR-Alltag und die materielle Kultur der ehemaligen DDR thematisieren und deren museale Aufarbeitung kritisch hinterfragen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für den Erhalt der Erinnerungslandschaft gegenüber der staatlichen Gedenkstättenarbeit.
DDR-Geschichte, Erinnerungsort, Gedenkstätte, SED-Diktatur, Berliner Mauer, Museum, Musealisierung, Grenzregime, Stasi, politische Haft, Alltagskultur, Mahnmal, Aufarbeitung, deutsche Teilung, Zeitgeschichte.
Die Arbeit widmet sich der Analyse von Museen und Ausstellungen mit DDR-Bezug, um diese als Erinnerungsorte sichtbar zu machen und in einen kunsthistorischen Kontext zu setzen.
Die Arbeit gliedert sich entlang der Themenfelder der Gedenkstättenkonzeption des Bundes: Teilung und Grenze, Überwachung und Verfolgung, Widerstand und Opposition sowie Gesellschaft und Alltag.
Ziel ist es, die aufgrund der "Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes" unübersichtlich gewordene Museumslandschaft zu systematisieren und die Erinnerungsorte als solche für eine kunsthistorische Betrachtung zu erschließen.
Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Untersuchung der ausgewählten Erinnerungsorte und bezieht sich dabei auf die Definitionen von Martin Sabrow sowie auf Fachliteratur zur Musealisierung von Zeitgeschichte.
Der Hauptteil analysiert spezifische Einrichtungen, angefangen bei Gedenkstätten zur Mauer (z.B. Gedenkstätte Berliner Mauer, Tränenpalast) über Orte der Stasi-Repression (z.B. Hohenschönhausen) bis hin zu alltagsgeschichtlichen Museen (z.B. Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR).
Zu den prägenden Begriffen zählen neben DDR-Geschichte und Erinnerungsort vor allem Begriffe wie Musealisierung, SED-Diktatur, politische Haft und das Grenzregime.
Es ist ein 1990 entstandenes Ensemble im ehemaligen Grenzstreifen, das den Opfern der DDR-Grenze gedenkt und trotz Denkmalschutz aufgrund seiner Lage auf einer Reservebaufläche des Bundes in seinem Fortbestand als gefährdet gilt.
Die Ausstellung in der "Runden Ecke" ist die weltweit erste ihrer Art in den Originalräumen einer ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung, gerät jedoch zunehmend in die Kritik, da sie seit dreißig Jahren weitgehend unverändert blieb und nicht mehr zeitgemäßen museumspädagogischen Standards entspricht.
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