Bachelorarbeit, 2022
189 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Rechtsbegriff Kindeswohlgefährdung
2.2 Allgemeiner Sozialer Dienst
2.3 Kooperation
2.4 Netzwerk
3. Forschungsstand
3.1 Kindeswohlgefährdung
3.2 Allgemeiner Sozialer Dienst
3.3 Kooperation
3.4 Netzwerkarbeit
4. Theoretische Grundlagen
4.1 Falleingang am Beispiel des Case-Management-Konzepts
4.2 Bedingungsfaktoren guter Kooperation
4.2.1 Hürden bei der Zusammenarbeit
4.3 Prüfkriterien für die Gestaltung guter Kooperationsbeziehungen
4.3.1 Weitere Gelingensbedingungen
4.4 Interdisziplinäre Vernetzung im Kinderschutz – Frankfurter Modell
5. Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen
6. Eigene Forschung
6.1 Qualitative Untersuchung
6.2 Forschungsmethodisches Vorgehen
6.3 Ergebnisdarstellung
7. Bezüge zwischen Theorie und Forschung
8. Methodenbewertung
9. Implikationen für die weitere Forschung und Praxis
9.1 Implikationen für die zukünftige Forschung
9.2 Implikationen für die Gestaltung gelingender Kooperationen
9.3 Implikationen für den Umgang mit Hemmnissen beim Eingehen von Kooperationen
9.4 Implikationen für die Relevanz der Kooperationspartner*innen
10. Fazit
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, wie eine Kinderschutzfachkraft Kooperationen unter Berücksichtigung geltender Rahmenbedingungen erfolgreich gestalten kann. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation von Gelingensbedingungen für eine professionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Kinderschutz.
4.2 Bedingungsfaktoren guter Kooperation
„Der ASD und seine Mitarbeiter müssen sich [deshalb] mit den Vor- und Nachteilen von Kooperation, mit den Herausforderungen, die für ihr Gelingen zu bewältigen sind, und mit der Eigendynamik von Kooperationszusammenhängen auseinandersetzen“ (Santen/Seckinger 2015, 738).
Um aufzuzeigen, was hinderlich für Kooperationen sein kann, werden in diesem Passus zunächst exemplarisch Hürden zwischen Kooperationspartnern anhand der Studie von Klammer et al. dargelegt. Anschließend werden in Kapitel 4.3 anhand von Prüfkriterien der Autoren van Santen/Seckinger Gelingensbedingungen für gute Kooperationen vorgestellt und erläutert, durch die diese die Wirksamkeit von Kooperationen überprüft werden kann. Daraufhin werden weitere Gelingensbedingungen für die Gestaltung von Kooperationsbeziehungen in den Blick genommen. Anhand des Frankfurter Modells wird zum Schluss dieses Kapitels illustriert, wie Kooperation durch Kooperationsvereinbarung interdisziplinär und verbindlich gestaltet werden kann.
1. Einleitung: Diese führt in die rechtliche Relevanz des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung ein und formuliert die Forschungsfrage zur Gestaltung von Kooperationen.
2. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Kindeswohlgefährdung, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Kooperation und Netzwerk rechtlich und fachlich definiert.
3. Forschungsstand: Dieser Abschnitt fasst aktuelle Daten zu Kindeswohlgefährdungen zusammen und beleuchtet die Arbeitsrealität sowie Kooperationsbedingungen im ASD.
4. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert das Case-Management-Konzept als Handlungsgrundlage und stellt Modelle sowie Kriterien für erfolgreiche Kooperationsbeziehungen vor.
5. Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen: Hier erfolgt eine kurzgefasste Synthese der erarbeiteten Theorien und Kriterien für die Gestaltung von Netzwerkarbeit im Kinderschutz.
6. Eigene Forschung: Dieser Teil beschreibt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews sowie die Methodik der Auswertung der erhobenen Daten.
7. Bezüge zwischen Theorie und Forschung: Dieses Kapitel gleicht die Ergebnisse der Experteninterviews mit den theoretischen Erkenntnissen aus der Fachliteratur ab.
8. Methodenbewertung: Hier wird das gewählte Forschungsdesign hinsichtlich wissenschaftlicher Gütekriterien kritisch reflektiert.
9. Implikationen für die weitere Forschung und Praxis: Das Kapitel leitet aus den Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für Fachkräfte und Hinweise für zukünftige Forschungsansätze ab.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Kooperation im Kinderschutz.
Kinderschutz, Allgemeiner Sozialer Dienst, Kooperation, Vernetzung, Kindeswohlgefährdung, Case-Management, Gelingensbedingungen, Interdisziplinarität, Sozialarbeit, Schutzauftrag, Datenschutz, Netzwerkpartner, Kooperationsvereinbarung, Fallmanagement, Qualitätsmanagement
Die Arbeit analysiert die Bedeutung professioneller Netzwerke und Kooperationsstrukturen für den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) im Rahmen des Kinderschutzes.
Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kinderschutzes, die Praxis des ASD, Konzepte des Case-Managements und die Faktoren, die eine gelingende interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie eine Kinderschutzfachkraft Kooperationen unter geltenden Rahmenbedingungen so gestalten kann, dass eine effektive Unterstützung gewährleistet ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen sowie einer qualitativen Forschung, die fünf Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die eigene qualitative Untersuchung und die daraus abgeleiteten Implikationen für die Praxis.
Kinderschutz, Allgemeiner Sozialer Dienst, Kooperation, Vernetzung, Kindeswohlgefährdung, Case-Management und Gelingensbedingungen sind für diese Arbeit maßgeblich.
Alle Interviewpartner messen der Kooperation einen sehr hohen bis existenziellen Stellenwert für die tägliche Arbeit im Kinderschutz bei.
Der Datenschutz wird von vielen Befragten als signifikante Hürde empfunden, die den Informationsfluss zwischen Institutionen erschweren und die Kooperation hemmen kann.
Genannt werden unter anderem mehr Zeit für Vernetzung, eine stärkere Sensibilisierung der Kooperationspartner für Kinderschutzthemen sowie eine Entbürokratisierung der Kommunikationswege.
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