Masterarbeit, 2017
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Diskursgegenstand - Quality Television Series
2.1 Das „golden age“ und der Diskurs über Qualitäts-Kriterien – It’s not TV. It’s quality.
2.2. Tendenzen der Ästhetik, Dramaturgie und Rezeption der „Quality Television Series“ – QTVS als Teil einer „High Culture“
2.3 Konnex der Ökonomie, Markenbildung und Rezeption der „Quality Television Series“
2.4 Bedeutung einer leistungsstarken nationalen Fernsehindustrie in einer globalisierten Welt
3. Die Big Player am globalen Serienmarkt und eine veränderte Markenbildung
3.1 Die USA - Serienexportnation No. 1 und die Evolution der Popkulturen
3.1.1. Marktpositionierung der USA
3.2 Türkei – Rasanter Aufstieg zur starken Serienexportnation und Möglichkeiten der staatlichen Förderung
4. Instrumentalisierung der QTVS zur Steigerung der kulturellen Kommunikation, Diplomatie und Bildung
4.1 Soft Power – Theorie der „weichen“ Machtausübung
4.2 Soft Power als Schlüssel der kulturellen Diplomatie
4.3 QTVS als Instrument der Medienbildung
4.4 QTVS als Instrument der kulturellen Diplomatie
5. Instrumentalisierung und Realisierung von QTVS in Deutschland – Konflikte und Entwicklungen
5.1 Deutsche QTVS – Qualitative Autorenschaft
5.2 Deutsche QTVS – Programmplanung im linearen Fernsehen
5.3 Deutsche QTVS – Zwischen Kulturförderung und wirtschaftlichem Effekt
5.4 Deutsche QTVS – Finanzierungsmodelle und Vertrieb auf dem globalen Markt
5.5 Deutsche QTVS – Förderung von kulturellen Botschaften „Made in Germany“
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die kulturelle und politische Wirkungsweise, Rezeption, Ökonomie sowie die Produktionsbedingungen von "Quality Television Series" (QTVS). Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie eine automatisierte Förderung und Subventionierung von Qualitätsserien in Deutschland legitimiert werden kann, indem internationale Erfolgsmodelle – insbesondere aus den USA und der Türkei – analysiert und auf die deutsche Produktionslandschaft projiziert werden.
2.1 Das „golden age“ und der Diskurs über Qualitäts-Kriterien – It’s not TV. It’s quality.
Wie ein filmhistorischer Umbruch in der Kinogeschichte, so beschreibt der Filmwissenschaftler Robert Blanchet die Entstehung der Quality TV Series in der Fernsehseriengeschichte. Für Robert Blanchet haben gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Veränderungen zu einem einmaligen Innovationsprozess in der Fernsehgeschichte geführt und die Art und Weise der Serienproduktion maßgeblich beeinflusst.
Ein genaues Entstehungsdatum des „golden age“, da sind sich die meisten Wissenschaftler einig, kann nicht ausgemacht werden. Vielmehr sieht Blanchet einen aufkommenden Umbruch, der in den 80er Jahren mit Serien wie HILLS STREET BLUES (NBC 1981 – 1987), MOONLIGHTING (ABC 1985 – 1989) oder TWIN PEAKS (ABC 1990 – 1991) in den USA entstand. Kennzeichnend für den Umbruch seien für den Filmwissenschaftler Blanchet inhaltliche und formale Unterschiede zum bis dato üblichen Programmangebot der US-Broadcaster.
Einen signifikanten Beitrag zum „golden age“ leistete, die schon zuvor kurz erwähnte Serie THE SOPRANOS Ende der 90er Jahre. Von Fernsehkritikern gelobt, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und vom Publikum gerne gesehen, wird es als Paradebeispiel für das „golden age“ aufgeführt. THE SOPRANOES des Pay-TV Anbieters HBO, konnte nicht nur die Popularität des Senders ausbauen, sondern die „Quality Television Series“ neu definieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Quality-TV ein und erläutert die Bedeutung von Fernsehserien als kulturelle Arena sowie die Relevanz für die soziale Konstruktion der Realität.
2. Diskursgegenstand - Quality Television Series: Das Kapitel definiert den Begriff QTVS, diskutiert das sogenannte "goldene Zeitalter" des Fernsehens und untersucht ästhetische sowie narrative Kriterien.
3. Die Big Player am globalen Serienmarkt und eine veränderte Markenbildung: Hier werden die US-amerikanische Dominanz, die Marktpositionierung der Türkei als aufstrebende Exportnation und die Mechanismen des globalen Serienhandels analysiert.
4. Instrumentalisierung der QTVS zur Steigerung der kulturellen Kommunikation, Diplomatie und Bildung: Das Kapitel betrachtet die Theorie der "Soft Power" und untersucht, wie Fernsehserien als Instrumente der kulturellen Diplomatie und Medienbildung fungieren können.
5. Instrumentalisierung und Realisierung von QTVS in Deutschland – Konflikte und Entwicklungen: Fokus liegt auf den spezifischen Herausforderungen des deutschen Marktes, der Autorenschaft, den Finanzierungsmodellen und der Debatte um staatliche Kulturförderung.
6. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bewertet die Notwendigkeit staatlicher Förderung und die Rolle von QTVS als Kulturgut in einer zunehmend fragmentierten und digitalen Medienlandschaft.
Quality Television, QTVS, Serienproduktion, Soft Power, kulturelle Diplomatie, Globalisierung, Medienbildung, Markenbildung, Produktionsbedingungen, Kulturförderung, Deutschland, USA, Türkei, Digitalisierung, Innovationsmanagement
Die Arbeit analysiert das Phänomen "Quality Television Series" (QTVS) hinsichtlich seiner ökonomischen, kulturellen und politischen Bedeutung sowie dessen Potenzial als Instrument zur internationalen Kommunikation.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Qualitätskriterien für Serien, die Rolle des Fernsehens als "Soft Power"-Instrument, die Analyse internationaler Marktentwicklungen (USA, Türkei) und die Förderstrukturen für Serienproduktionen in Deutschland.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Berechtigung für eine automatisierte Förderung von Qualitätsserien in Deutschland, basierend auf einer Analyse internationaler Erfolgsmodelle.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der internationale Modelle (USA, Türkei) mit der deutschen Serienproduktionslandschaft verglichen werden, ergänzt durch die Auswertung von Fachliteratur und Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von QTVS, die Analyse des globalen Serienmarktes, die Rolle von Serien in der Diplomatie und eine tiefgehende Untersuchung der deutschen Situation inklusive Förderansätzen.
Wichtige Begriffe sind Quality Television, Soft Power, kulturelle Diplomatie, Serienproduktion, Innovationsförderung, Medienbildung und kultureller Export.
Die Türkei wird als Fallbeispiel für einen rasanten Aufstieg zur Serienexportnation herangezogen, wobei insbesondere die staatliche Unterstützung und der kulturelle Transfer in nicht-westliche Märkte analysiert werden.
Es dient als Referenzpunkt für die Entwicklung komplexer, narrativer Serienformate, die sich vom Standard-Fernsehen abheben und somit den Grundstein für die heutige Reputation von Qualitätsserien gelegt haben.
Streaming-Anbieter und SVOD-Dienste werden als entscheidende Treiber für die Veränderung des Konsumverhaltens und als alternative Finanzierungsmöglichkeiten angesehen, die dem Quotendruck des linearen Fernsehens entgehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

