Bachelorarbeit, 2006
67 Seiten, Note: sehr gut (6,0)
1 Einleitung
2 Die Arbitrage Pricing Theorie
2.1 Stand der Theorie
2.2 Herleitung des Modells
2.2.1 Intuitive Herleitung
2.2.2 Formelle Herleitung
2.3 Evolution des Modells
2.4 APT vs. CAPM
3 Bestimmung der Faktoren
3.1 Statistical Factor Model
3.2 Macroeconomic Factor Model
4 Empirische Tests der APT
4.1 Kritische Betrachtung der Testbarkeit der Theorie
4.2 Empirische Tests
4.2.1 „An Empirical Investigation of the Arbitrage Pricing Theory“ von Richard Roll und Stephen A. Ross (1980)
4.2.2 „Commonality in the determinants of expected stock returns“ von Robert A. Haugen und Nardin L. Baker (1996)
4.2.3 „Some empirical tests in the Arbitrage Prcing Theory: Macrovariables vs. derived factors” von Su-Jane Chen und Bradford D. Jordan (1993)
4.2.4 „Empirische Untersuchung zur Bedeutung makroökonomischer Faktoren für Aktienrenditen am deutschen Kapitalmarkt” von Wolfgang Bessler und Heiko Opfer (2003)
5 Ein Arbitrage Pricing Modell für den deutschen Aktienmarkt
5.1 Modell nach Chen/Roll/Ross (1986)
5.2 Spezifizierung des Modells für den Deutschen Aktienmarkt
5.2.1 Instrumentalisierung der Faktoren nach Chen/Roll/Ross (1986)
5.2.2 Bildung der Aktienrenditen und Konstruktion der Portfolios
5.2.3 Bereinigung der makroökonomischen Zeitreihen
5.2.3.1 Übersicht der statistischen Eigenschaften
5.2.3.2 Bereinigung der Zeitreihen
5.2.4 Festlegung der Faktoren
5.3 Test des deutschen Kapitalmarktes
5.3.1 Schätzung der Exposures
5.3.2 Schätzung der Risikoprämien
5.4 Diskussion der Resultate und Kritik
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretischen Grundlagen der Arbitrage Pricing Theory (APT) zu erläutern und deren empirische Anwendbarkeit auf den deutschen Aktienmarkt im Zeitraum von 1997 bis 2005 zu prüfen. Dabei wird ein eigenes Modell entwickelt, das die Relevanz makroökonomischer Faktoren für deutsche Aktienrenditen quantifiziert und mittels Regressionen testet.
2.2.1 INTUITIVE HERLEITUNG
Die Grundlage für die Intuition hinter der Arbitrage Pricing Theorie liegt in der statistischen Observation, dass Aktienpreise dazu tendieren, sich in Gruppen zu bewegen. Eine solche Gruppe könnte einerseits der Markt als Ganzes sein, oder aber andererseits kleinere Gruppen wie eine einzelne Branche oder Firmen mit einer bestimmten Marktkapitalisierung. Jedoch scheint jeder einzelne Titel zusätzlich noch eine ‚individuelle Komponente’ aufzuweisen, welche zum Endergebnis, dem Preis des Titels am Ende des Handelstags, beiträgt. Die APT versucht nun, die Informationen, welche aus der Variation dieser realisierten Preise oder Renditen gewonnen werden können, so anzuwenden, dass zukünftige Renditen geschätzt werden können. Die erwähnte ‚individuelle Komponente’, oder das unsystematische Risiko, sollte dabei keine Rolle in der Preisbildung spielen, da es durch die Bildung von geeigneten Portfolios eliminiert werden kann. Dieser Vorgang ist allgemein als Diversifikation bekannt und bildet einen Grundstein der Portfoliotheorie nach Markowitz (Bodie, Kane & Marcus, 2005). Es muss nun also eine mathematische Formulierung gefunden werden, welche beschreibt, wie sich Aktien relativ zueinander bewegen. D.h. es müssen eine unbekannte Anzahl Faktoren bestimmt werden, welche die relativen Bewegungen der Aktienkursen zu beschreiben vermögen. Die unterschiedliche Gewichtung dieser Faktoren in den einzelnen Titeln wird dazu führen, dass für jede Aktie eine erwartete Rendite abgeschätzt werden kann (Cochrane, 2005).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die APT ein und definiert die Zielsetzung, die theoretische APT-Grundlage auf den deutschen Kapitalmarkt anzuwenden.
2 Die Arbitrage Pricing Theorie: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund, die mathematische Herleitung sowie den Vergleich der APT zum CAPM.
3 Bestimmung der Faktoren: Hier werden unterschiedliche Methoden zur Identifikation relevanter Faktoren vorgestellt, insbesondere statistische und makroökonomische Modelle.
4 Empirische Tests der APT: Das Kapitel bietet einen Überblick über den akademischen Diskurs zur Testbarkeit der Theorie und stellt bedeutende historische Forschungsarbeiten vor.
5 Ein Arbitrage Pricing Modell für den deutschen Aktienmarkt: Dieses Hauptkapitel beschreibt die konkrete Spezifizierung des Modells, die Datenauswahl, die Bereinigung der Zeitreihen sowie die Durchführung der empirischen Tests.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach das entwickelte Modell das Potenzial hat, Aktienrenditen in Deutschland adäquat zu erklären.
Arbitrage Pricing Theory, APT, Aktienrenditen, Kapitalmarkt, Finanzmarkttheorie, makroökonomische Faktoren, Risikoprämie, Portfoliobildung, Zeitreihenregression, Querschnittsregression, Deutschland, Beta, Diversifikation, Markteffizienz, Faktoridentifikation.
Die Arbeit untersucht die Eignung der Arbitrage Pricing Theory (APT) zur Erklärung von Renditen auf dem deutschen Aktienmarkt zwischen 1997 und 2005.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Multifaktormodellen, die methodische Auswahl makroökonomischer Faktoren und deren empirische Prüfung mittels Regressionen.
Das primäre Ziel ist es, ein Modell für den deutschen Kapitalmarkt zu entwickeln, um zu zeigen, ob die APT auch für diesen Markt valide und empirisch testbare Ergebnisse liefert.
Es werden Zeitreihen- und Querschnittsregressionen (nach dem Fama-MacBeth-Verfahren) eingesetzt, um Exposures und Risikoprämien zu schätzen.
Der Hauptteil widmet sich der Instrumentalisierung makroökonomischer Variablen (wie Term Spread und Inflation), der Konstruktion diversifizierter Branchenportfolios und der statistischen Analyse der Modellgüte.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie APT, Risikoprämien, Faktormodell, Branchenportfolios und deutsche Kapitalmarkt-Analyse charakterisieren.
Diese Periode wurde aufgrund der Verfügbarkeit konsistenter Daten für die gewählten makroökonomischen Variablen und Aktien-Indizes auf dem deutschen Markt gewählt.
Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Portfolio eine hochsignifikante Konstante und Anzeichen für serielle Korrelation aufweist, was auf das Fehlen spezifischer, bisher nicht berücksichtigter Faktoren hindeutet.
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