Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Gleichnis
2.1 Begriffsklärung: Gleichnis
2.2 Ein kurzer Einblick in die Forschungsgeschichte der Gleichnistheorie
2.3 Gleichnistypen
2.3.1 Gleichnis im engeren Sinn (besprechendes Gleichnis)
2.3.2 Die Parabel (erzählendes Gleichnis)
2.3.3 Beispielerzählungen (Beispielgeschichten)
3 Gleichnisexegese
3.1 Gattungsbestimmung
3.1.1 Vorbemerkung
3.1.2 Bestimmung als gleichnishafte Gattung
3.1.3 Binnendifferenzierung
3.2 Analyse des bildinternen Erzählgefälles
3.2.1 Strukturale und textlinguistische Analyse
3.2.2 Ermittlung der bildinternen Pointe
3.2.3 Bestimmung der referentiellen Bildelemente im historischen Kontext
3.3 Rekonstruktion der Sprachkonventionen
3.3.1 Vergleiche unterhalb der Textebene – die Arbeit mit der Konkordanz
3.3.2 Vergleich von Texteinheiten
3.4 Erschließung des thematischen Bezugsrahmens
3.4.1 Analyse der Verzahnung mit dem Kontext
3.4.2 Bestimmung von Situation und Sache
3.4.3 Bestimmung der bildübergreifenden Pointe
3.5 Persönliche Stellungnahme
4 Gleichnisse – schon in der Primarstufe?
4.1 Ausgangslage
4.2 Die empirische Studie von Anton A. Bucher – die Stadien des Gleichnisverständnisses
4.3 Das Gleichnisverständnis von Grundschulkindern hinsichtlich Lk 15,11-32
4.4 Neue Konzeptionen der Gleichnisdidaktik
4.5 Fazit und Ausblick
5 Kriterien zur Analyse von Kinderbibel
5.1 Eine Kinderbibel - was ist das?
5.2 Kriterien einer guten Kinderbibelerzählung
5.2.1 Die Sprache der Kinderbibel
5.2.2 Bilder – Illustrationen
5.2.3 Theologische und pädagogische Anforderungen
6 Analyse der Kinderbibelerzählung „Vom gütigen Vater“
6.1 Vorstellung der ausgewählten Kinderbibelerzählung
6.2 Die Sprache der Kinderbibelerzählung
6.3 Analyse der theologischen und pädagogischen Anforderungen
6.4 Beurteilung der Kinderbibelerzählung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) für den Primarschulunterricht durch eine theologische Exegese und eine darauf aufbauende Analyse einer spezifischen Kinderbibelerzählung. Ziel ist es zu klären, ob die didaktische Aufbereitung einer solchen Erzählung das Gleichnis kindgerecht vermittelt, ohne dabei die ursprüngliche theologische Intention zu verfälschen.
3.1.2 Bestimmung als gleichnishafte Gattung
Die vorliegende Textpassage lässt sich als Gleichnis identifizieren. Den Anlass für die Erzählung der Gleichnisse bietet die Empörung der Pharisäer und Schriftgelehrten über den Umgang Jesu mit den Sündern und Zöllnern in Lk 15, 1-2. Die Verse 1-2 dienen somit als Einleitung oder Exposition für die anschließenden drei Gleichnisse, „vom verlorene Schaf“, „von der verlorenen Drachme“ und „vom verlorene Sohn“.32
Der Wechsel zwischen den semantischen Ebenen, sprich die Spannung zwischen Ausgangsebene (Szene aus dem Leben des Gleichniserzählers) und Erzählebene, spielt innerhalb der Gleichnistrilogie eine wesentliche Rolle. 33 Die Überleitung von der Ausgangsebene zur Erzählebene erfolgt durch die Einleitungsformel: „Weiter sagte Jesus“(Lk 15,11a). War im vorausgegangenen Gleichnis noch die Rede von den Leitbegriffen: „Freude im Himmel“ und „Sünder/Umkehr“ (V.10), so rücken ab V.11 neue Leitbegriffe, wie „Mann“ und „Söhne“ in den Vordergrund. Die Bildebene erstreckt sich von V.11b bis einschließlich V.32. 34
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Gleichnisvermittlung in der Schule ein und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.
2 Gleichnis: Hier werden die Grundlagen zur Definition von Gleichnissen, ihrer Forschungsgeschichte und den verschiedenen Gleichnistypen erörtert.
3 Gleichnisexegese: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Auslegung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn anhand der historisch-kritischen Methode.
4 Gleichnisse – schon in der Primarstufe?: Dieser Abschnitt widmet sich den entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Kindern und der religionspädagogischen Diskussion über die Eignung von Gleichnissen in der Grundschule.
5 Kriterien zur Analyse von Kinderbibel: Hier werden theoretische Anforderungen an eine gelungene Kinderbibel, unterteilt in Sprache, Bilder und theologische Aspekte, definiert.
6 Analyse der Kinderbibelerzählung „Vom gütigen Vater“: Das Kapitel wendet die erarbeiteten Kriterien praktisch auf die Erzählung von Martina Steinkühler an und beurteilt deren Eignung.
7 Fazit: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die methodische Vorgehensweise sowie die fachlichen Schlussfolgerungen.
Gleichnis, verlorener Sohn, Lukasevangelium, Gleichnisdidaktik, Exegese, Primarstufe, Kinderbibel, Metaphorik, Religionsunterricht, Theologie, Kindgerechtigkeit, Hermeneutik, Bildverstehen, Anton A. Bucher, Erzählbibel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eignung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn für den Primarschulunterricht, indem sie theologische Exegese mit religionspädagogischen Anforderungen an Kinderbibeln verknüpft.
Die Hauptthemen sind die exegetische Analyse des Gleichnisses Lk 15,11-32, das kindliche Verständnis metaphorischer Texte und die didaktische Bewertung von Kinderbibelerzählungen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Gleichnis vom verlorenen Sohn in der Form einer Kinderbibelerzählung fachlich und theologisch angemessen für Grundschulkinder aufbereitet werden kann.
Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Exegese nach Kurt Erlemann sowie rezeptionsästhetische und entwicklungspsychologische Ansätze, insbesondere das Stufenmodell von Anton A. Bucher.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Exegese des Bibeltextes, die Analyse des kindlichen Gleichnisverständnisses und eine methodische Überprüfung einer konkreten Kinderbibelquelle.
Neben dem Gleichnis selbst sind Fachbegriffe wie Gleichnisdidaktik, Symboldidaktik, Rezeptionsästhetik und die Analyse von Kinderbibeltexten zentral.
Pädagogen wie Baldermann, Halbfas und Büttner befürworten die Behandlung von Gleichnissen, unterstreichen aber die Notwendigkeit, das Alter der Kinder und deren individuelles Verständnisniveau zu berücksichtigen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Erzählung "Vom gütigen Vater" durch das Weglassen zentraler Szenen und eine zu starke Deutungsvorgabe die ursprüngliche Intention des Gleichnisses für die Kinder verfälscht.
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