Diplomarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Der Industriegütermarkt
2.1 Charakteristik von Industriegütermärkten
2.2 Klassifikation von Industriegütern
2.3 Typologien im Industriegütermarketing
3 Innovationen
3.1 Einordnung von Innovationen
3.1.1 Der sachliche Aspekt
3.1.2 Der Innovationsgrad
3.2 Bedeutung von Innovationen
3.3 Innovationsprozess
3.3.1 Geschäftsfelder und Ideenfindung
3.3.2 Abbruch oder Markteinführung
3.4 Säulen der Markteinführung
3.4.1 Adoptionstheorie
3.4.2 Diffusionstheorie
3.4.3 Meinungsführer und Referenzkunden
4 Der relevante Markt und die Zielgruppen
4.1 Marktanalyse
4.2 Marktsegmentierung
4.2.1 Marktsegmentierung bei Industriegütern
4.2.2 Das Vorgehen bei Innovationen
4.3 Beschaffungsverhalten von Organisationen
4.3.1 Buying Center
4.3.2 Promotoren und Opponenten
4.3.3 Die unterschiedlichen Kauftypen
5 Kommunikation
5.1 Definition der Kommunikationspolitik
5.2 Kommunikationsprozess
5.3 Ziele der Kommunikationspolitik
5.3.1 Ökonomische und außerökonomische Ziele
5.3.2 Drei Grundziele
5.3.3 Besonderheiten für das Industriegütermarketing
6 Ausgewählte Kommunikationsinstrumente
6.1 Die persönliche Kommunikation
6.2 Messen
6.2.1 Arten der Messe
6.2.2 Funktionen und Ziele
6.3 Roadshows
6.4 Online-Kommunikation
6.4.1 E-Mails
6.4.2 Unternehmenswebsite
6.3 Virtuelle Messen
6.5 Zusätzliche Instrumente
6.5.1 Klassische Werbung
6.5.2 Public Relations
6.5.3 Verkaufsförderung
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Leitfadens zur zielgerichteten Auswahl kommunikationspolitischer Maßnahmen bei der Markteinführung von Industriegütern. Dabei soll ein systematischer Prozess entwickelt werden, der Unternehmen hilft, die Herausforderungen in komplexen Business-to-Business-Märkten zu meistern und die Diffusion ihrer Innovationen effektiv zu unterstützen.
6.2.1 Arten der Messe
Im Bereich der Messen kann grundsätzlich zwischen vier Arten differenziert werden: Mehrbranchenmessen, Fachmessen, Hausmessen und virtuelle Messen. Zunächst wird hier auf die Mehrbranchen-, Haus- und Fachmesse eingegangen.
Eine Mehrbranchenmesse bietet umfangreiche Möglichkeiten den Informationsbedarf hinsichtlich unterschiedlicher Branchen zu decken. Ein Vorteil ist in den branchenübergreifenden Unternehmenspräsentationen zu sehen. Aus diesem Mehrwert an Zusatzinformationen aus anderen Produktprogrammen können insbesondere die Mitglieder des Buying Centers ihre Vorteile ziehen. Dies ist jedoch nur dann zu erwarten, wenn der Informationsbedarf über das Fachgebiet der Mitglieder hinausgeht.
Die Fachmesse zeichnet sich durch einen hohen Spezialisierungsgrad hinsichtlich des Leistungsangebots aus. Aufgrund der Tatsache, dass vorwiegend die gewünschten Zielgruppen angezogen werden, ist es möglich Streuverluste weitestgehend zu vermeiden. Insbesondere zielt die Fachmesse auf solche Nachfrager ab, die bereits einige Informationen für ihren Einkaufsentscheidungsprozess generiert haben.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Herausstellung der Relevanz einer planmäßigen Markteinführung von Innovationen bei Industriegütern sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 Der Industriegütermarkt: Beschreibung der charakteristischen Merkmale von Industriegütermärkten, ihrer Klassifikation und der Typologien im Marketing.
3 Innovationen: Definition und Einordnung von Innovationen, Beschreibung des Innovationsprozesses sowie Erläuterung der Adoptions- und Diffusionstheorien.
4 Der relevante Markt und die Zielgruppen: Analyse von Marktstrukturen, Methoden der Marktsegmentierung sowie eine tiefgehende Untersuchung des Beschaffungsverhaltens (Buying Center, Rollenverteilung, Kauftypen).
5 Kommunikation: Theoretische Grundlagen der Kommunikationspolitik, des Kommunikationsprozesses, der Zieldefinitionen und deren Bedeutung im Industriegütermarketing.
6 Ausgewählte Kommunikationsinstrumente: Detaillierte Vorstellung und Bewertung von Instrumenten wie persönlichem Verkauf, Messen, Online-Kommunikation, Werbung und PR.
7 Fazit: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für die Markteinführung von Industriegütern unter Berücksichtigung des Innovationsgrades und des Kommunikationsmixes.
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Die Diplomarbeit befasst sich mit der systematischen Gestaltung der Kommunikationspolitik bei der Einführung neuer Produkte (Innovationen) im Industriegüterbereich.
Zentrale Felder sind die Besonderheiten der Industriegütermärkte, die Dynamik von Innovationsprozessen, das komplexe Beschaffungsverhalten von Unternehmenskunden sowie die Auswahl geeigneter Kommunikationsinstrumente.
Das Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens, der Entscheidungsträgern bei der Auswahl und Strukturierung kommunikationspolitischer Maßnahmen während der Markteinführungsphase hilft.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die bestehende Modelle wie die Adoptions- und Diffusionstheorie sowie Ansätze der Buying-Center-Analyse auf den Markteinführungsprozess überträgt und bewertet.
Der Hauptteil analysiert die Zielgruppenidentifikation durch Marktsegmentierung sowie die spezifischen Kommunikationswege wie Messen, persönlichen Verkauf und Online-Kanäle, um den Informationsbedarf der Käufer zu decken.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industriegütermarketing, Markteinführungsstrategie, Innovationsmanagement, Buying-Center-Struktur und kommunikative Instrumente definiert.
Das Buying Center ist entscheidend, da in Industriegüterunternehmen Entscheidungen multipersonal getroffen werden; verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Informationsbedürfnissen müssen daher gezielt angesprochen werden.
Messen bieten eine Plattform für den direkten Informationsaustausch und die multisensorische Produkterprobung, was besonders bei komplexen Innovationen zur Senkung von Transaktionskosten und zur Vertrauensbildung beiträgt.
Die Kaufsituation (Erstkauf vs. Wiederholungskauf) bestimmt maßgeblich den Informationsbedarf; bei einem Erstkauf ist die Unsicherheit hoch, was intensivere, beratungsstarke Kommunikation erfordert.
Die Online-Kommunikation bietet eine hohe Multifunktionalität und ermöglicht es dem Kunden, selbstgesteuert und zeitunabhängig auf tiefgreifende Informationen zuzugreifen, was den Markteinführungsprozess ergänzt.
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