Examensarbeit, 2008
126 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1. Das Erlebnis
1.1 Die inflationäre Nutzung des Begriffes „Erlebnis“
1.2 Ein Defintionsversuch des Erlebnisbegriffes
1.2.1 Alltägliche und außergewöhnliche Erlebnisse
1.2.2 Die soziologische Sicht auf den Begriff Erlebnis
1.2.3 Die psychologische Sicht auf den Begriff Erlebnis
1.2.4 Die pädagogische Sicht auf den Begriff Erlebnis
1.2.5 Zusammenfassung des Definitionsversuch „Der Erlebnisbegriff“
2. Historische Wurzeln der Erlebnispädagogik
2.1 Jean Jacques Rousseau (1712-1778)
2.2 John Dewey (1859-1952)
2.3 Kurt Hahn (1886-1972)
2.3.1 Biografische Daten von Kurt Hahn
2.3.2 Das Erziehungskonzept
3. Die Erlebnispädagogik der Gegenwart
3.1 Erlebnispädagogik- ein Defintionsversuch
3.2 Methodische Prinzipien in der Erlebnispädagogik
3.3 Reflexionsmodelle der Erlebnispädagogik
3.4. Das Lernmodell nach Simon Priest
4. Transfer in der Erlebnispädagogik
4.1 Begriffsbestimmung Transfer
4.2 Transfermodelle in der Erlebnispädagogik
4.3 Hemmende und Fördernde Faktoren für den Transfer
4.3.1 Transferhemmende Faktoren in der Erlebnispädagogik
4.3.2 Transferfördernde Faktoren in der Erlebnispädagogik
5. Die Berufsschule
5.1 Der Begriff der beruflichen Bildung
5.2 Zur Geschichte der Berufsausbildung in Deutschland vor dem 20. Jahrhundert
5.3 Georg Kerschensteiner
5.4 Drei Entwicklungsphasen der Berufsschule
5.5. Die berufliche Handlungskompetenz
5.5.1 Der Kompetenzbegriff
5.5.2 Der Kompetenzbegriff in der Berufsbildenden Schule
6. Der Seilgarten
6.1 Definition des Begriffes Seilgarten
6.2 Beschreibung der einzelnen Elemente
6.2.1 Die hohen Elemente
6.2.1.1 Team Beam
6.2.1.2 Coaching Bridge
6.2.1.3 Der Lianengang
6.2.1.4 Flying Bridge
6.2.1.5 Pamper Pole
6.2.2 Die Sicherungstechniken
6.2.3 Die niedrigen Elemente
6.2.3.1 Mohak Walk
6.2.3.2 Die Wippe
6.2.3.3 The Wall
6.3. Grundsätzliche Prinzipien im Seilgarten
6.3.1 Einsatzmöglichkeiten von Seilgärten
6.3.2 Grundüberlegungen zur Durchführung eines Seilgartenttraining
6.3.3 Der Wertevertrag
6.3.4 Prinzip der frei gewählten bzw. selbstbestimmten Herausforderung
6.3.5 Spiele
6.3.6 Vertrauensbildenen Maßnahmen
6.3.7 Problemlöseaufgaben
6.4. Das ABC Konzept von Project Adventure
6.4.1 Die Phasen des ABC Konzeptes
6.4.1.1 Die Vorbesprechung
6.4.1.2 Die Durchführungsphase
6.4.1.3 Die Nachbesprechung
6.5 Die Wirksamkeit von Seilgartenaktivitäten
6.6 Die Bedeutung des Seilgartens für die Ausbildung der beruflichen Handlungskompetenz
7. Zusammenfassende Thesen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Erlebnispädagogik, insbesondere durch das Medium Hochseilgarten, für die Ausbildung beruflicher Handlungskompetenz in der berufsbildenden Schule. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie handlungsorientierte Konzepte, die ursprünglich in der Erlebnispädagogik verankert sind, in das moderne Lernfeldkonzept der Berufsschule integriert werden können, um eine ganzheitliche Förderung der Schüler zu erreichen.
6.2.1.1 Team Beam
Zwei V-förmig aufgehängte Baumstämme bilden eine Brücke, die zu Zweit überquert werden soll. Da die Stämme divergierend aufgehängt sind, ist das Erfüllen der Aufgabe nur möglich, wenn die Teilnehmer sich an den Hände fassen und sich, im wahrsten Sinne des Wortes, einander (unter) stützen.
1. Das Erlebnis: Dieses Kapitel definiert den Erlebnisbegriff aus soziologischer, psychologischer und pädagogischer Sicht und grenzt alltägliche Erlebnisse von für die Pädagogik relevanten, außergewöhnlichen Erlebnissen ab.
2. Historische Wurzeln der Erlebnispädagogik: Es werden die theoretischen Fundamente durch die Ansätze von Jean-Jacques Rousseau, John Dewey und Kurt Hahn beleuchtet, die als Wegbereiter der Erlebnispädagogik gelten.
3. Die Erlebnispädagogik der Gegenwart: Hier werden Definitionsversuche moderner Erlebnispädagogik sowie methodische Prinzipien wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und verschiedene Reflexionsmodelle vorgestellt.
4. Transfer in der Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel widmet sich der zentralen Herausforderung der Übertragung erlebnispädagogischer Lernerfahrungen in den Berufsalltag durch verschiedene Transfermodelle und Maßnahmen.
5. Die Berufsschule: Eine Analyse des beruflichen Bildungswesens, des Lernfeldkonzepts und der beruflichen Handlungskompetenz im Kontext moderner Bildungsstandards.
6. Der Seilgarten: Dieses zentrale Kapitel beschreibt das Medium Seilgarten, seine Elemente, Sicherungstechniken und die konkrete Anwendung im Rahmen von Erlebnispädagogik zur Förderung der Handlungskompetenz.
7. Zusammenfassende Thesen: Eine prägnante Auflistung der zentralen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus den vorherigen Kapiteln der Arbeit.
Erlebnispädagogik, Hochseilgarten, berufliche Handlungskompetenz, Berufsschule, Erfahrungslernen, Transfer, Reflexion, Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Lernfeldkonzept, Kurt Hahn, John Dewey, Projekt Adventure, Schlüsselqualifikationen, Selbstbestimmung.
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Erlebnispädagogik, insbesondere durch den Einsatz von Seilgärten, als ergänzende Methode in der berufsbildenden Schule zur Stärkung der beruflichen Handlungskompetenz.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Erlebnispädagogik, moderne Methoden und Reflexionsmodelle, das berufliche Bildungssystem in Deutschland sowie die didaktische Einbindung des Seilgartens.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie erlebnispädagogische Maßnahmen genutzt werden können, um den Anforderungen moderner Bildungsstandards gerecht zu werden und Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und Eigenverantwortung zu fördern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle fachwissenschaftliche Diskurse und Literatur zur Erlebnispädagogik und Berufspädagogik analysiert, zusammenführt und auf die Praxis des Seilgartens bezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Erlebnisbegriffs, die historische Einordnung wichtiger Pädagogen, die Analyse aktueller didaktischer Modelle des Transfers und die detaillierte Beschreibung der Anwendung des Seilgartens in der Schule.
Wichtige Begriffe sind Erlebnispädagogik, Handlungskompetenz, Transfer, Reflexion, ganzheitliches Lernen und das Lernfeldkonzept in der Berufsschule.
Das ABC-Konzept (Adventure Based Counseling) von Project Adventure dient als methodische Grundlage für die Strukturierung von Erlebniseinheiten in den Phasen Vorbesprechung, Durchführung und Nachbesprechung.
Reflexion ist essenziell, um aus einem „unwillkürlichen“ Erlebnis eine bewusste Erfahrung zu generieren, die in den beruflichen oder persönlichen Alltag übertragen werden kann.
Im Gegensatz zu reinen kommerziellen „Adventure Parks“, bei denen Spaß im Vordergrund steht, findet im schulischen Seilgartentraining eine zielorientierte Vor- und Nachbereitung statt, um pädagogische Lerneffekte zu sichern.
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