Wissenschaftliche Studie, 2007
57 Seiten, Note: 1.5
1. Einleitung
1.1 Gegenstand und Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Relevante Akteure und Entwicklungen in der neuesten Phase der Globalisierung
2.1 Multinationale Unternehmen (MNU`s)
2.2 Nichtstaatliche Organisationen (NGOs)
2.3 Abnehmende Regulierungsmacht der Nationalstaaten
2.4 Corporate Citizenship (CC)
3. Engagierte Unternehmen und ihre Kunden
3.1 Das soziale Engagement ausgewählter Unternehmen der Bekleidungsindustrie
3.2 Die Handlungsrelevanz von sozialem Engagement für die Kaufentscheidung
4. Operationalisierung und Methode des empirischen Teils
5. Die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung durch MNUs aus der Bekleidungsindustrie
5.1 Das Wissen der Kunden
5.2 Das Kaufverhalten beim Kleidungskauf
5.3 Das Wissen der Befragten und sein Einfluss auf ihre Kaufentscheidung
6. Fazit
7. Bibliographie
8. Fragebogen
Die Arbeit untersucht den Kenntnisstand von Studenten der Universität Zürich bezüglich der sozialen Verantwortung von multinationalen Unternehmen in der Bekleidungsindustrie und analysiert, inwiefern dieses Wissen das tatsächliche Kaufverhalten bei Kleidung beeinflusst.
2.1 Multinationale Unternehmen (MNU`s)
Unter einer Multinationalen Unternehmung (MNU) wird nach Welge und Holtbrügge (2003, S. 40 f.) in dieser Arbeit eine Unternehmung verstanden, welche in mehreren Ländern wirtschaftlich tätig ist, deren Auslandtätigkeit einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit ausmacht, deren Management in weltweiten Kategorien denkt und handelt, deren Unternehmensstrategie unter weltweiter Perspektive konzipiert wurde, deren Muttergesellschaft oberstes Entscheidungszentrum ist, nach deren Vorgaben sich die Tochtergesellschaften orientieren sollen.
„Multinationale Unternehmen geraten mit ihrem Verhalten immer wieder ins Zentrum der Kritik, so zum Beispiel bezüglich ihrer Aktivitäten in den Entwicklungs- und Schwellenländern“ (Scherer 2003, S. 3). Nämlich dann, wenn die Presse auf teilweise „unakzeptable Arbeitsbedingungen“ hinweist, unter welchen Konsumgüterprodukte wie etwa Bekleidung, in Schwellen- und Entwicklungsländern hergestellt werden (vgl. Scherer 2003, S. 3). Die Arbeits- und Sozialgesetze in diesen Ländern entsprechen selten den Standards der westlichen Industrienationen oder werden von den zuständigen Behörden nicht durchgesetzt. Die Kritikpunkte an den Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern reichen von Kinderarbeit, unzureichender Arbeitssicherheit, der Unterschreitung gesetzlich vorgeschriebener Mindestlöhne, der Unterdrückung gewerkschaftlicher Betätigung, unzumutbaren Arbeitszeiten und erzwungenen Überstunden bis hin zu Diskriminierung (vgl. Scherer/Blickle/Dietzfelbinger 2002, S. 11).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie informiert Studenten über die soziale Verantwortung von Modekonzernen sind und ob dieses Wissen ihr Kaufverhalten steuert.
2. Relevante Akteure und Entwicklungen in der neuesten Phase der Globalisierung: In diesem Kapitel werden die Rollen von multinationalen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen sowie der Wandel der nationalstaatlichen Macht im Kontext der Globalisierung theoretisch beleuchtet.
3. Engagierte Unternehmen und ihre Kunden: Es wird untersucht, wie Unternehmen der Bekleidungsindustrie auf sozialen Druck reagieren und welche bisherigen Studien zur Relevanz dieser Aktivitäten für Kunden vorliegen.
4. Operationalisierung und Methode des empirischen Teils: Das Kapitel legt die methodischen Grundlagen für die Befragung dar, einschließlich der Auswahl der Stichprobe und der Gestaltung des Fragebogens.
5. Die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung durch MNUs aus der Bekleidungsindustrie: Hier werden die Ergebnisse der Befragung präsentiert, das Wissen der Teilnehmer analysiert und der Zusammenhang mit dem Kaufverhalten diskutiert.
6. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass trotz eines vorhandenen Wissens über Missstände der Preis und die Qualität für die Kaufentscheidung maßgeblich bleiben.
7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.
8. Fragebogen: Dokumentation des verwendeten Erhebungsinstruments.
Globalisierung, Multinationale Unternehmen, Bekleidungsindustrie, Soziale Verantwortung, CSR, Kaufverhalten, Konsumentenwissen, Nichtstaatliche Organisationen, Arbeitsbedingungen, Ethik, Ökonomie, Studenten, Universität Zürich, Umweltschutz, Menschenrechte.
Die Arbeit untersucht das Wissen von Zürcher Studierenden über die soziale Verantwortung (CSR) von Modeunternehmen und dessen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Globalisierung, dem Verhalten multinationaler Unternehmen, der Rolle von NGOs und der Analyse von ethisch motiviertem Konsumverhalten.
Das Ziel ist es zu erfahren, ob das Wissen über Produktionsbedingungen in Billiglohnländern die Kaufentscheidung der befragten Studenten tatsächlich beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Befragung von 81 Studierenden der Universität Zürich durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend mittels SPSS statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Globalisierungsakteure und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten zum Wissensstand und Kaufverhalten der Probanden.
Wichtige Begriffe sind Corporate Citizenship, Handlungsrelevanz, Konsumentenverhalten und die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch und tatsächlichem Kaufverhalten.
Die Untersuchung zeigt, dass die Studenten über existierende Probleme in der Produktionskette (wie Kinderarbeit oder Dumping-Löhne) relativ gut informiert sind.
Das Wissen hat überraschend geringen Einfluss; für die Mehrheit der Befragten bleiben Preis und Qualität beim Kleidungskauf die entscheidenden Faktoren.
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