Magisterarbeit, 2007
287 Seiten, Note: Sehr Gut
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. EINLEITUNG
2. FORSCHUNGSFRAGEN & FORSCHUNGSZIELE
3. THESEN
4. METHODENWAHL & FORSCHUNGSDESIGN
4.1 CULTURAL STUDIES
4.2 ROLAND BARTHES UND DIE SEMIOTIK
4.2.1 Die Bild-Semiotik
4.2.2 Die semiotische Werbe(bild)-Analyse
5. BILD – KULTUR – VISUELLE SPRACHE
5.1 ZUM BEGRIFF „KULTUR“
5.2 ZUM BEGRIFF „BILD“
5.3 BILDSPRACHE
5.4 AUS BILDERN „LESEN“
5.5 DER KULTURELLE EINFLUSS AUF DAS BILDLESEVERHALTEN
5.6 DAS SYSTEM DER CODES
5.7 KLEIDUNG ALS SEMIOTISCHES SYSTEM
5.8 DIE KULTURELLE BEDEUTUNG DER FARBEN
6. INDIEN
6.1 ÜBERBLICK
6.2 AKTUELLE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN
6.2.1 Bangalore: Indiens Hightech-Schmiede & Zentrum der Softwareindustrie
6.2.2 Mumbai: Das Wirtschaftszentrum & die Globalisierungsproblematik
6.3 GESELLSCHAFT & KULTUR
6.4 TYPISCH INDISCH: DER HINDUISMUS UND DAS KASTENSYSTEM
7. EIN SOZIALES PROBLEM: ZUR STELLUNG DER FRAU IN INDIEN
7.1 DIE TRADITIONELLE ROLLE DER FRAU
7.2 VON UNTERDRÜCKUNG, AUSBEUTUNG UND KOMPLEXEN
7.3 URSACHEN FÜR DIE BENACHTEILIGUNG DER FRAU
7.4 ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE – DIE SOZIALE EMANZIPATION DER INDERIN
8. DAS INTERNET AM SUBKONTINENT (ZAHLEN, DATEN, FAKTEN)
8.1 DIE INDERIN UND DAS INTERNET
8.2 INDISCHE FRAUENMAGAZINE IM NETZ
8.2.1 Woman’s era
8.2.2 Verve
9. AUSWERTUNG DER ONLINE-MAGAZINE
9.1 DAS BILD DER FRAU AUF WWW.WOMANSEARA.COM
9.1.1 Bildkomposition/Aufnahmeformat/Kameraeinstellung
9.1.2 Pose/Körperhaltung
9.1.3 Gesichtsausdruck/Mimik
9.1.4 Kleidung
9.1.5 Zusammenfassung
9.2 DAS BILD DER FRAU AUF WWW.VERVEONLINE.COM
9.2.1 Bildkomposition/Aufnahmeformat/Kameraeinstellung
9.2.2 Pose/Körperhaltung
9.2.3 Gesichtsausdruck/Mimik
9.2.4 Kleidung
9.2.5 Zusammenfassung
9.3 VERGLEICHENDE GEGENÜBERSTELLUNG
10. EINZELBILDANALYSE
10.1 BEGRÜNDUNG ZUR AUSWAHL DER BILDER
10.2 ANALYSE DER ONLINE-WERBEANZEIGE VON IRA-DIAMONDS
10.2.1 Die „sprachliche Botschaft“
10.2.2 Die ikonografische Ebene
10.2.2.1 Die Pose
10.2.2.2 Die Kleidung
10.2.2.3 Die Mimik
10.2.2.4 Die Gegenstände
10.2.3 Realitätsbezüge & Rückschlüsse auf die Situation der Inderin
10.2.4 Zusammenfassung
10.3 ANALYSE DER ONLINE-WERBEANZEIGE VON ROOP-KALA SAREES
10.3.1 Die Bildkomposition
10.3.2 Das „Modezeichen“ als Ausdruck eines Lebensgefühls
10.3.3 Die Pose & Mimik
10.3.4 Die „sprachliche Botschaft“
10.3.5 Die Objekte und ihre Realitätsbezüge
10.3.6 Die „göttliche Pose“ & ikonografische Bezüge
10.3.7 Der „göttliche Aspekt“ der Kleidung
10.3.8 Zusammenfassung
11. STUDIE ZUM BILDLESEVERHALTEN
11.1 EINLEITUNG
11.2 SOZIODEMOGRAFISCHE DATEN
11.3 COMPUTERNUTZUNG
11.4 PRÄFERENZEN IN BEZUG AUF DIE WEBSITE-GESTALTUNG
11.5 FARB-VORLIEBEN
11.6 GEMEINSAMKEITEN & UNTERSCHIEDE IM BILDLESEVERHALTEN
11.6.1 Bild Nr. 1
11.6.2 Bild Nr. 2
11.6.3 Bild Nr. 3
11.6.4 Bild Nr. 4
11.6.5 Kulturspezifische Konnotationen zu Bild Nr. 5
12. THESENABGLEICH
13. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht das durch Online-Medien konstruierte Bild der indischen Frau, wobei insbesondere analysiert wird, wie sich das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne in der visuellen Darstellung widerspiegelt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die semiotische Bildanalyse indischer Online-Frauenmagazine und darauf, wie kulturelle Unterschiede das Bildleseverhalten von Rezipientinnen beeinflussen.
1. Einleitung
Dass eine Kultur die Verwendung, den Umgang mit und die Darstellung von Bildern in ihren Medien, ja sogar diese selbst prägt, ist unumstritten. Genauso wirken aber wiederum auch Medien auf die jeweilige Kultur eines Landes und prägen Denken, Verhalten, Zusammenleben und Sozialisation einer Gesellschaft: „Wenn wir heute von Kultur sprechen, meinen wir daher vor allem die Medienkultur“, konstatiert dazu Andreas Dörner.
Ganz besonders das Selbst-, aber auch das Fremdbild von Frauen verschiedenster Regionen der Erde manifestiert sich nicht zuletzt durch ihre Darstellung im Fernsehen, in Zeitungen oder Zeitschriften und seit einiger Zeit auch immer verstärkter durch das Internet. Die Entwicklung der weiblichen Persönlichkeit aufgrund medial vermittelter gesellschaftlicher Werte und Normen sowie die Identifizierung mit diesem konstruierten Frauenbild sind allerdings nach wie vor von starken regionalen Unterschieden geprägt.
Obwohl vor allem das Internet den Anspruch auf globale Informationsvermittlung erhebt, seine Inhalte bereits nahezu auf der ganzen Welt zugänglich sind und somit Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe ansprechen, hat man sich bis dato noch kaum Gedanken darüber gemacht, welche möglichen Auswirkungen und Probleme dieses elektronisch und universell verfügbare Bildmaterial mit sich bringt: Kulturelle Missverständnisse und Vorurteile (im Falle des Karikaturenstreites sogar politische, gesellschaftliche und religiöse Konflikte) sind da beinahe schon vorprogrammiert.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wechselseitige Beeinflussung von Medien und Kultur sowie die Relevanz der medialen Darstellung von Frauenbildern im Internet.
2. FORSCHUNGSFRAGEN & FORSCHUNGSZIELE: Hier werden die Ziele der Arbeit definiert, insbesondere die Untersuchung der Internetnutzung und der bildlichen Darstellung der indischen Frau.
3. THESEN: Es werden zentrale Hypothesen zur medialen Bildsprache und kulturellen Prägung der Bildinterpretation aufgestellt.
4. METHODENWAHL & FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen durch Cultural Studies und Semiotik zur Analyse medialer Texte und Bilder.
5. BILD – KULTUR – VISUELLE SPRACHE: Eine theoretische Fundierung der Begriffe Kultur, Bild und Bildsprache sowie deren soziokulturelle Bedeutung und Zeichenstruktur.
6. INDIEN: Das Kapitel bietet einen sozioökonomischen Überblick Indiens, beleuchtet wirtschaftliche Entwicklungen und die Rolle des Hinduismus und des Kastensystems.
7. EIN SOZIALES PROBLEM: ZUR STELLUNG DER FRAU IN INDIEN: Eine ausführliche Behandlung der ambivalenten Rolle der indischen Frau im Spannungsfeld von Tradition und Moderne.
8. DAS INTERNET AM SUBKONTINENT (ZAHLEN, DATEN, FAKTEN): Fokus auf die Internetentwicklung in Indien und die Präsenz indischer Frauenmagazine online.
9. AUSWERTUNG DER ONLINE-MAGAZINE: Die praktische semiotische Analyse der Bildsprache auf den Webseiten von "Woman's era" und "VerveOnline".
10. EINZELBILDANALYSE: Vertiefte semiotische Untersuchung zweier ausgewählter Werbeanzeigen zur Herausarbeitung tieferer kultureller Bedeutungen.
11. STUDIE ZUM BILDLESEVERHALTEN: Darstellung der empirischen Online-Umfrage, die kulturelle Unterschiede bei der Bildinterpretation zwischen österreichischen und indischen Studentinnen aufzeigt.
12. THESENABGLEICH: Eine kritische Überprüfung der in Kapitel 3 aufgestellten Thesen basierend auf den Ergebnissen der Analyse und Studie.
13. RESÜMEE: Ein zusammenfassender Überblick über die Erkenntnisse zum Aufstieg Indiens und der sich wandelnden Rolle der indischen Frau im Medium Internet.
Indien, Semiotik, Bildsprache, Cultural Studies, Frauenmagazine, Internet, Bildleseverhalten, Hinduismus, Kastenwesen, Gender, Tradition, Moderne, Online-Werbung, kulturelle Unterschiede, Konnotation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der semiotischen Analyse der visuellen Darstellung indischer Frauen in Online-Frauenmagazinen und wie diese Darstellungen ihre gesellschaftliche Realität widerspiegeln.
Die Arbeit verknüpft Medientheorie (Cultural Studies und Semiotik) mit soziologischen Aspekten der indischen Gesellschaft, dem Stellenwert der Frau sowie der Internetnutzung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob indische Online-Frauenmagazine eher ein traditionelles oder ein modernes Frauenbild konstruieren und wie dieses von indischen und österreichischen Nutzerinnen interpretiert wird.
Es wird eine Kombination aus semiotischer Bildanalyse (nach Roland Barthes) und einer empirischen Online-Umfrage zum Bildleseverhalten verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine soziologische Einordnung Indiens, die Analyse von Online-Magazinen und Werbeanzeigen sowie eine empirische Studie.
Wichtige Begriffe sind Semiotik, Indische Frauen, Online-Medien, Tradition vs. Moderne, Bildsprache und kulturelle Identität.
Der Hinduismus fungiert als zentraler Deutungsrahmen, da viele Bilder in indischen Werbeanzeigen symbolische Bezüge zur hinduistischen Ikonographie aufweisen, die erst durch dieses Hintergrundwissen entschlüsselbar sind.
Die Studie verdeutlicht, dass kulturelle Vorkenntnisse massiven Einfluss auf die Interpretation haben; was für Österreicherinnen beispielsweise "Stress" oder "Mode" konnotiert, kann bei Inderinnen tief verankerte religiöse oder soziale Rollenbilder ("Mutter", "Göttin") evozieren.
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