Examensarbeit, 2008
75 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2. Abenteuer, Risiko und Erlebnis – Begriffsklärung, Zusammenhang und Bedeutung
2.1 Abenteuer
2.2 Risiko
2.3 Erlebnis
2.4 Die Synthese von Abenteuer, Risiko und Erlebnis
2.5 Abenteuer, Risiko und Erlebnis im täglichen Leben
2.6 Die Verknüpfung mit dem Sport
3. Was ist Trendsport?
3.1 Der Begriff „Trend“
3.2 Der Begriff „Sport“
3.3 Der Begriff „Trendsport“
3.4 Beispiele einiger ausgewählter Trendsportarten
3.4.1 Snowboarding
3.4.2 Inline-Skating
3.4.3 Freeclimbing
3.5 Fazit
4. Eine Generation im Wandel – Zeitalter der Extreme?
4.1 Der Reiz des Risikos in unserer Gesellschaft
4.2 Die entscheidende Bedeutung des Sports
4.3 Vom Traditions- zum Trendsport
4.4 Der Wandel des Trendsports selbst
5. Die besondere Stellung der Jugendlichen
5.1 Jugendliche auf der Suche nach sich selbst
5.2 Die Freizeit und der Konsum der Jugendlichen
5.3 Die Rolle der Medien
5.4 Trendsport als Lebensstil
5.5 Ist die Suche nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis männlich?
6. Warum suchen Jugendliche bei der Ausübung von Trendsport freiwillig nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis?
6.1 Das Sensation Seeking
6.2 Das Flow Erlebnis
6.3 Angstlust und Angstüberwindung
6.4 Die eigenen Grenzen austesten
6.5 Flucht aus dem Alltag
6.6 Weitere Gründe
6.7 Fazit
7. Mögliche negative Aspekte der Abenteuer-, Risiko- und Erlebnissuche
7.1 Folgen einer zu starken Extremisierung
7.2 Jugendliche am Rande der Legalität
7.3 Reelle Gefahr im Trendsport? Der kalkulierte Wahnsinn
8. Pädagogische Konsequenzen durch die aufgezeigte Entwicklung
8.1 Erziehen durch Abenteuer, Risiko und Erlebnis
8.2 Die Thematisierung des Trendsports
8.3 Trendsport in der Schule. Was auswählen?
8.4 Wie sollen Abenteuer, Risiko und Erlebnis vermittelt werden?
8.5 Präventionsarbeit durch Schule, Eltern und Verein
8.6 Grundzüge der Erlebnispädagogik
8.7 Fazit
9. Gesamtfazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Suche Jugendlicher nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis sowie deren spezifische Verknüpfung mit Trendsportarten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese Bedürfnisse pädagogisch sinnvoll in den Alltag integriert werden können, anstatt sie lediglich als risikobehaftete Randerscheinungen zu betrachten.
1. Einleitung
Seit einigen Jahren fühlen sich Eltern und externe Beobachter immer mehr in ihrer Meinung bestärkt, dass das Leben der Jugendlichen zunehmend von einer Suche nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis bestimmt ist und diese Suche die Entwicklung jener Lebensphase entscheidend prägt. Teilweise wird einem sogar der Eindruck vermittelt, dass die Faszination an den drei Bereichen ein für unsere Zeit modernes Phänomen darstellt. Die Jugendlichen selbst geben verschiedene Gründe bezüglich der vermehrten Lust nach Abenteuer & Co. an und nennen z.B. Langeweile, Suche nach dem „Kick“ oder einfach Spaßhaben als mögliche Ursachen. Von Seiten der Erwachsenen hingegen wird oft der Vergleich zu Selbstmördern oder Verrückten gezogen, da scheinbar willentlich Gefahren eingegangen werden und deren Folgen von den Jugendlichen nicht bedacht werden. Fakt ist, dass zwischen diesen beiden „Parteien“ ein Konflikt festzustellen ist und die eine Seite das Geschehen als „völlig normal“ betrachtet, während die andere Seite es für absolut inakzeptabel hält und infolge dessen nicht tolerieren will.
Um dieser Suche nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis gerecht zu werden, bedienen sich die Jugendlichen hauptsächlich zweier Bereiche. Zum einen wird der Trendsport als ein geeignetes Mittel angesehen, um die eigenen Bedürfnisse in ausreichendem Maße stillen zu können, zum anderen werden jedoch auch Aktivitäten beobachtet, welche deutlich von der Norm abweichen und deren Ausübung zumeist illegal ist. S-Bahn-Surfen, Car-Crashing etc. sind hier nur einige Beispiele, welche diesem Bereich zuzuordnen sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Wahrnehmung der Suche Jugendlicher nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis sowie die Zielsetzung der Arbeit, pädagogische Ansätze hierfür zu entwickeln.
2. Abenteuer, Risiko, Erlebnis – Begriffsklärung, Zusammenhang und Bedeutung: In diesem Kapitel werden die drei zentralen Begriffe theoretisch definiert und ihre Einheit im Kontext menschlichen Handelns sowie des Sports begründet.
3. Was ist Trendsport?: Das Kapitel klärt die Definition von Trendsport, erläutert dessen Merkmale und stellt beispielhaft Trendsportarten wie Snowboarding, Inline-Skating und Freeclimbing vor.
4. Eine Generation im Wandel – Zeitalter der Extreme?: Hier wird der gesellschaftliche Wandel beleuchtet, der zu einer verstärkten Erlebnisorientierung und einem Drang nach Extremsituationen führt, wobei der Sport eine zentrale Rolle einnimmt.
5. Die besondere Stellung der Jugendlichen: Dieses Kapitel fokussiert auf die psychischen und sozialen Entwicklungsprozesse im Jugendalter, die das Risikoverhalten und die Suche nach Abenteuer maßgeblich beeinflussen.
6. Warum suchen Jugendliche bei der Ausübung von Trendsport freiwillig nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis?: Es werden psychologische Faktoren wie Sensation Seeking, Flow-Erleben und Angstlust untersucht, die Jugendliche dazu bewegen, freiwillig risikoreiche sportliche Herausforderungen zu suchen.
7. Mögliche negative Aspekte der Abenteuer-, Risiko- und Erlebnissuche: Das Kapitel thematisiert die Gefahren der Extremisierung, die Grenzen der Legalität und wie Sportler ihr eigenes Risikopotenzial einschätzen.
8. Pädagogische Konsequenzen durch die aufgezeigte Entwicklung: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Institutionen wie Schule und Sportvereine das Bedürfnis nach Abenteuer und Risiko pädagogisch nutzen und präventiv begleiten können.
9. Gesamtfazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Suche nach Abenteuer und Risiko ein fundamentaler Bestandteil der Jugend ist und Erziehende diese als Chance zur Kompetenzförderung begreifen sollten.
Jugendliche, Abenteuer, Risiko, Erlebnis, Trendsport, Erlebnispädagogik, Identitätsbildung, Sensation Seeking, Flow-Erlebnis, Risikokompetenz, Sportpädagogik, Konsumverhalten, Freizeit, Prävention, Extremsport
Die Arbeit befasst sich mit dem Bedürfnis Jugendlicher nach Abenteuer, Risiko und Erlebnis und untersucht, wie dieses Bedürfnis durch Trendsportarten ausgelebt wird sowie welche pädagogischen Möglichkeiten bestehen, diesen Drang in geordnete Bahnen zu lenken.
Zu den zentralen Feldern gehören die theoretische Definition der Begriffe Abenteuer, Risiko und Erlebnis, der Einfluss des Sports auf die jugendliche Entwicklung, das Konsumverhalten, der soziale Druck innerhalb von Peer-Groups und die Rolle der Schule in der Erziehung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Suche nach Abenteuer nicht per se negativ oder gefährlich ist, sondern bei richtiger pädagogischer Begleitung zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Erwerb von Kompetenzen beitragen kann.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Zusammenführung pädagogischer und soziologischer Konzepte, um den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Trendsport und jugendliches Risikoverhalten einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Analyse gesellschaftlicher Wandlungsprozesse, die Untersuchung der jugendspezifischen Risikosuche sowie die pädagogische Reflexion von Maßnahmen in Schulen und Vereinen.
Wichtige Schlagworte sind Trendsport, Jugendalter, Risikoverhalten, Erlebnisgesellschaft, Erlebnispädagogik und Kompetenzerwerb.
Sensation Seeking beschreibt das spezifische Persönlichkeitsmerkmal der Reizsuche, bei dem das Individuum aktiv komplexe und intensive Empfindungen sucht und dabei bewusst Risiken in Kauf nimmt.
Die Peer-Group bietet Jugendlichen einen Ort der Selbstbestätigung und sozialen Integration, in dem Normen ausgehandelt werden. Sie fördert jedoch auch den Druck, durch riskante Mutproben den eigenen Status zu festigen.
Der Begriff beschreibt eine Form der Kommunikation zwischen dem vernunftgeleiteten Alltag und dem selbstgewählten Wagnis, um verantwortungsbewusstes Risikoverhalten durch Reflexion zu optimieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

