Diplomarbeit, 2008
125 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2. Zielsetzung und Entstehung der Rechnungslegung nach dem BilMoG und dem ED-SME
3. Überblick über die Rechnungslegungsvorschriften
3.1 Ansatzwahlrechte nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
3.2 Bewertungswahlrechte nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
3.3 Ermessensspielräume
3.3.1 Ermessensspielräume in der Bilanzierung nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
3.3.2 Ermessensspielräume in der Bewertung nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung von ausgewählten Bilanzpositionen im Einzelabschluss nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
4.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
4.1.1 Begriffsabgrenzung und Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
4.1.2 Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach dem RegE BilMoG
4.1.2.1 Ausschüttungssperre, Anhangsangaben und Auswirkungen auf die Steuerbilanz
4.1.3 Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach dem ED-SME
4.1.4 Wesentliche Unterschiede bei der Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
4.2 Sachanlagen
4.2.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung der Sachanlagen nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
4.3 Finanzinstrumente
4.3.1 Bilanzierung der Finanzinstrumente nach dem RegE BilMoG
4.3.1.1 Bewertungseinheiten nach dem RegE BilMoG
4.3.2 Bilanzierung der Finanzinstrumente nach dem ED-SME
4.3.2.1 Bewertungseinheiten nach dem ED-SME
4.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung der Finanzinstrumente zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
4.4 Eigenkapitalproblematik nach dem ED-SME
4.4.1 Die Neuregelung des IAS 32 und die Auswirkungen auf deutsche Personengesellschaften
4.4.1.1 Kriterium: beteiligungsproportionaler Anspruch bei Liquidation
4.4.1.2 Kriterium: nachrangigste Klasse von Finanzinstrumenten
4.4.1.3 Kriterium: gleiche Ausstattungsmerkmale
4.4.1.4 Kriterium: keine weiteren vertraglichen Zahlungsansprüche
4.4.1.5 Kriterium: Zahlungsstrom des kündbaren Instruments
4.4.1.6 Kriterium: Ausschließlichkeit
4.4.1.7 Klassifizierung puttable instruments im Konzernabschluss
4.4.1.8 Gesamtwürdigung der Eigenkapitalproblematik nach IFRS bzw. ED-SME
4.5 Rückstellungen
4.5.1 Sonstige Rückstellungen
4.5.1.1 Bilanzierung sonstiger Rückstellungen nach dem RegE BilMoG
4.5.1.1.1 Ansatz sonstiger Rückstellungen nach dem RegE BilMoG
4.5.1.1.2 Bewertung sonstiger Rückstellungen nach dem RegE BilMoG
4.5.1.1.3 Ausweis und Anhangsangaben sonstiger Rückstellungen nach dem RegE BilMoG
4.5.1.2 Bilanzierung sonstiger Rückstellungen nach dem ED-SME
4.5.1.2.1 Ansatz sonstiger Rückstellungen nach dem ED-SME
4.5.1.2.2 Bewertung und Anhangsangaben sonstiger Rückstellungen nach dem ED-SME
4.5.1.3 Wesentliche Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
4.5.2 Pensionsrückstellungen
4.5.2.1 Bilanzierung der Pensionsrückstellungen nach dem RegE BilMoG
4.5.2.2 Bilanzierung der Pensionsrückstellungen nach dem ED-SME
4.5.2.2.1 Bewertung leistungsorientierter Versorgungspläne nach dem ED-SME
4.5.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Konzernabschluss nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
5.1 Aufstellungspflicht nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
5.2 Konsolidierungskreis
5.2.1 Konsolidierungskreis nach dem RegE BilMoG
5.2.1.1 Exkurs Zweckgesellschaften nach dem RegE BilMoG
5.2.2 Konsolidierungskreis nach dem ED-SME
5.2.3 Änderungen des Konsolidierungskreises in der Berichtsperiode nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME
5.2.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME
5.3 Kapitalkonsolidierung
5.3.1 Kapitalkonsolidierung nach dem RegE BilMoG
5.3.1.1 Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode
5.3.1.1.1 Erstkonsolidierungszeitpunkt nach dem RegE BilMoG
5.3.1.1.2 Die Kaufpreisallokation und die Bedeutung der latenten Steuern im Rahmen der Kapitalkonsolidierung
5.3.2 Kapitalkonsolidierung nach dem ED-SME
5.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Kapitalkonsolidierung zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
5.3.4 Einbeziehung von gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss
5.3.4.1 Einbeziehung von gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss nach dem RegE BilMoG
5.3.4.2 Einbeziehung von gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss nach dem ED-SME
5.3.4.2.1 Besonderheiten bei der Zwischenergebniskonsolidierung gemeinschaftlich geführter und assoziierten Unternehmen nach dem ED-SME
5.3.4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Einbeziehung von gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
5.4 Währungsumrechnung im Konzernabschluss
5.4.1 Währungsumrechnung im Konzernabschluss nach dem RegE BilMoG
5.4.2 Währungsumrechnung im Konzernabschluss nach dem ED-SME
5.4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Währungsumrechnung zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
6. Besondere Bilanzposten und spezielle Bilanzierungsprobleme
6.1 Geschäfts- oder Firmenwert
6.1.1 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts nach dem RegE BilMoG
6.1.2 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts nach dem ED-SME
6.1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
6.2 Latente Steuerabgrenzungen
6.2.1 Bilanzierung latenter Steuerabgrenzungen nach dem RegE BilMoG
6.2.1.1 Latente Steuern im Einzelabschluss nach dem RegE BilMoG
6.2.1.1.1 Sonderfall der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach dem RegE BilMoG und deren Konsequenzen für deutsche KMU
6.2.1.2 Latente Steuern im Konzernabschluss nach dem RegE BilMoG
6.2.2 Bilanzierung latenter Steuerabgrenzungen nach dem ED-SME
6.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung latenter Steuerabgrenzungen zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
6.3 Gewinnrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen
6.3.1 Gewinnrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen nach dem RegE BilMoG
6.3.2 Gewinnrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen nach dem ED-SME
6.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Gewinnrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
6.4 Leasingverhältnisse
6.4.1 Die Neufassung des § 246 HGB und kritische Würdigung
6.4.2 Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach dem RegE BilMoG
6.4.3 Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach dem ED-SME
6.4.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen zwischen dem RegE BilMoG und dem ED-SME sowie kritische Würdigung
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit vergleicht das deutsche Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) mit dem "Exposure Draft IFRS for SMEs" (ED-SME), um die Eignung beider Standards für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) in Deutschland zu bewerten und bestehende Disparitäten darzustellen.
4.1.1 Begriffsabgrenzung und Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
Bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens handelt es sich um alle körperlich nicht erfassbaren Werte die nicht zu den Sachanlagen zählen, die keine Finanzanlagen und die keine Gegenstände des Umlaufvermögens sind. Die Begriffsdefinition des ED-SME ähnelt sich im Grundsatz mit der handelsrechtlichen Begriffsdefinition. Daher ist ein immaterieller Vermögenswert nach dem ED-SME „ein identifizierbarer, nicht-monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz. Solch ein Vermögenswert ist identifizierbar, wenn (a) er separierbar ist, d.h. aus dem Unternehmen getrennt oder geteilt und somit verkauft, übertragen, lizenziert, vermietet oder getauscht werden kann. Dies kann einzeln oder in Verbindung mit einem Vertrag, einem Vermögenswert oder einer Schuld erfolgen; oder (b) er aus vertraglichen oder anderen gesetzlichen Rechten entsteht, unabhängig davon, ob diese Rechte aus dem Unternehmen oder aus anderen Rechten und Verpflichtungen übertragbar oder trennbar sind“.
Die Bedeutung des immateriellen Vermögens ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, jedoch hat bisher die deutsche Rechnungslegung durch das Aktivierungsverbot für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB der zunehmenden Bedeutung keine Rechnung getragen. Um den Wert eines Unternehmens abzuschätzen, bedarf es zunehmend überwiegend Informationen über die immateriellen Vermögen eines Unternehmens, besonders bei Branchen mit hohem Innovationspotential, deren Unternehmenswert stark an die immateriellen Vermögensgegenstände gekoppelt ist. Immaterielle Vermögensgegenstände können erhebliche Wertpotentiale darstellen, vermögen jedoch aufgrund ihrer fehlenden Körperlichkeit sowie fraglicher Werthaltigkeit zu erheblichen objektivierbaren Abgrenzungs- und Bewertungsproblemen führen und gelten somit als „ewige Sorgenkinder des Bilanzrechts“.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit international harmonisierter Rechnungslegungsstandards auch für KMU und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, das BilMoG und den ED-SME kritisch zu vergleichen.
2. Zielsetzung und Entstehung der Rechnungslegung nach dem BilMoG und dem ED-SME: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe der Bundesregierung zur Reform des HGB sowie die Entstehungsgeschichte des ED-SME durch das IASB.
3. Überblick über die Rechnungslegungsvorschriften: Es erfolgt eine Analyse der Einschränkungen von Ansatz- und Bewertungswahlrechten sowie der Ermessensspielräume nach dem RegE BilMoG im Vergleich zum ED-SME.
4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung von ausgewählten Bilanzpositionen im Einzelabschluss nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME: Dieses Kernkapitel untersucht detailliert die Behandlung von immateriellen Werten, Sachanlagen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen in beiden Regelwerken.
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Konzernabschluss nach dem RegE BilMoG und dem ED-SME: Die Untersuchung fokussiert auf Fragen der Aufstellungspflicht, des Konsolidierungskreises, der Kapitalkonsolidierung und der Währungsumrechnung im Konzernkontext.
6. Besondere Bilanzposten und spezielle Bilanzierungsprobleme: Dieses Kapitel widmet sich spezifischen Themen wie dem Geschäfts- oder Firmenwert, latenten Steuern, langfristigen Fertigungsaufträgen und Leasingverhältnissen.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der zukünftigen Herausforderungen für KMU durch die neuen Bilanzierungsvorschriften.
BilMoG, ED-SME, KMU, Rechnungslegung, HGB, IFRS, Kapitalkonsolidierung, Rückstellungen, Immaterielle Vermögensgegenstände, Finanzinstrumente, Bilanzpolitik, Maßgeblichkeitsprinzip, IASB, Konzernabschluss, Bewertungswahlrechte.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die deutsche Rechnungslegung und vergleicht diese mit dem Entwurf des IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen (ED-SME).
Zentral sind die Angleichung der nationalen Rechnungslegung an internationale Standards, die Bilanzierung von Bilanzpositionen im Einzel- und Konzernabschluss sowie die Behandlung spezieller Problemfelder wie immaterieller Werte und Rückstellungen.
Das Ziel ist der detaillierte Vergleich zwischen dem Regierungsentwurf zum BilMoG und dem ED-SME, um Disparitäten aufzuzeigen und zu bewerten, ob das BilMoG für deutsche KMU eine sinnvolle Alternative zum ED-SME darstellt.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der Regelwerke, ergänzt durch die Auswertung der Fachliteratur, aktueller Stellungnahmen und kritischer Diskussionsbeiträge aus der Wissenschaft und Praxis.
Der Hauptteil behandelt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Ansatz- und Bewertungswahlrechten, die Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände, Finanzinstrumente, Rückstellungen, die Kapitalkonsolidierung sowie spezielle Themen wie latente Steuern und Leasingverhältnisse.
Die zentralen Schlagworte umfassen BilMoG, ED-SME, KMU, Rechnungslegung, Konzernabschluss, Kapitalkonsolidierung und Bewertungsspielräume.
Die Autorin argumentiert, dass IFRS für viele KMU aufgrund hoher Komplexität, Kostenbelastung und fehlender Ausrichtung auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen oft ungeeignet sind.
Das BilMoG wird zwar als ein Schritt zur Modernisierung begrüßt, jedoch wird angemerkt, dass zwingende Unterschiede zum ED-SME bestehen bleiben und die Komplexität für KMU teilweise weiter zunimmt.
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