Bachelorarbeit, 2008
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Photographie und Gedächtnis - Ein theoriegeschichtlicher Überblick
2.1 Photographie als das menschliche Vermögen bereichernder visueller Speicher (G. Santayana, 1905)
2.2 Photographie versus Gedächtnisbild (S. Kracauer, 1927)
2.3 Die Unwahrheit über die Wahrheit der Bilder (S. Sontag, 1977)
2.4 Das Ich erinnert sich (Barthes, 1980)
3. Memento
3.1 Eine narrative Analyse
3.1.1 Ein Versuch zur Story
3.1.2 Die besondere narrative Struktur des Films – Der Plot
3.2 Exkurs Intermedialität: Das Bild im Filmbild
3.3 Polaroid: Die besondere Ontologie des Sofortbildes
3.4 Leonards „condition“
3.5 Bilder als Gedächtnisprothese
3.6 Eine nicht hilfreiche Hilfe
4. Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Funktion der Photographie als prothetisches Gedächtnis anhand von Christopher Nolans Film "Memento". Die Forschungsfrage befasst sich damit, inwieweit das photographische Bild das defizitäre Kurzzeitgedächtnis des Protagonisten ersetzen kann und welche erkenntnistheoretischen sowie narrativen Konsequenzen daraus resultieren.
Die Überlegenheit des photographischen Bildes
Die Photographie füllt nun diese Lücke und eröffnet eine neue Dimension an Möglichkeiten. „Das Auge hat nur eine Retina und das Gehirn einen begrenzten Speicherraum, aber die Kamera kann jede gewünschte Zahl von Bildern empfangen und die neuen überlagern weder, noch verdrängen sie die alten Eindrücke.“ Durch ihre perfekte, objektive Wiedergabe der Natur und ihrer Funktion als die Zeit überdauerndes, unbeeinflussbares und unendlich großes Archivierungssystem ist die Photographie Santayana zufolge dem mängelbehafteten Gehirnorgan und seiner Gedächtnisfunktion überlegen. Die Photographie ist folglich eine verbesserte, modifizierte Nachahmung des menschlichen Gedächtnisses.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Photographie als "Konservierungsmaschine" von Erlebtem ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie das Forschungsinteresse an Nolans Film.
2. Photographie und Gedächtnis - Ein theoriegeschichtlicher Überblick: Dieser Teil beleuchtet kritisch vier zentrale theoretische Positionen (Santayana, Kracauer, Sontag, Barthes) zum Wesen des photographischen Bildes.
3. Memento: Das Hauptkapitel analysiert die narrative Struktur des Films "Memento" und die Anwendung von Polaroids als Gedächtnisprothese durch den Protagonisten.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass das künstliche prothetische System des Protagonisten trotz seiner medienoptimistischen Prämisse scheitert und auf die Unersetzbarkeit des biologischen Gedächtnisses verweist.
Photographie, Gedächtnis, Erinnerung, Memento, Christopher Nolan, Polaroid, Intermedialität, Anterograde Amnesie, Identität, Bildtheorie, Filmtheorie, Roland Barthes, Siegfried Kracauer, Ontologie, Medientheorie.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Photographie und menschlichem Gedächtnis und analysiert, wie diese Beziehung in Christopher Nolans Film "Memento" dargestellt wird.
Zentrale Themen sind die Theoriegeschichte der Photographie, die mediale Konstruktion von Erinnerung sowie die narrative Dekonstruktion der Zeit in einem Spielfilm.
Ziel ist es zu zeigen, dass photographische Bilder das menschliche Gedächtnis nicht vollständig ersetzen können, da ihnen der inhaltliche Sinnzusammenhang fehlt, der für echte Erinnerung essenziell ist.
Die Arbeit nutzt einen rezeptionsästhetischen und medienwissenschaftlichen Ansatz, kombiniert mit einer narrativen Filmanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Photographietheorie und eine darauf aufbauende Fallstudie des Films "Memento", inklusive der Analyse der dort verwendeten Polaroid-Mnemotechnik.
Photographie, Gedächtnis, Memento, Intermedialität, Amnesie und Identitätsbildung sind die entscheidenden Fachbegriffe.
Sie zeichnet sich durch die Sofortentwicklung und Beschreibbarkeit aus, die sie für den Protagonisten scheinbar zu einem idealen Notizsystem machen.
Leonard scheitert, weil die Photographien zwar Fakten festhalten, aber keine sinnhafte Verbindung zur vergangenen Lebenswelt herstellen können, was ihn manipulierbar macht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

