Masterarbeit, 2009
119 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Motivation und Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Vom Gedanken zum Bild – vom Bild zum Gedanken
2.1 Der Kommunikationsbegriff
2.1.1 Der symbolische Interaktionismus
2.1.2 Vitruvs triadisches Design
2.1.3 Formen der Kommunikation
2.2 Stufen der Handlungsänderung
2.3 Visuelle Kommunikation
2.3.1 Begriffsklärung Visuelle Kommunikation und Bild
2.3.2 Wahrnehmung visueller Kommunikation
2.4 Visualisierung
2.4.1 Ziele der Visualisierung
2.4.2 Eigenschaften erfolgreicher Visualisierung
2.4.3 Anforderungen an die Visualisierung
2.5 Visuelle Kommunikation im unternehmensinternen Kontext
2.6 Zusammenfassung
3 Geschäftsprozesse
3.1 Der Prozessbegriff
3.1.1 Die Prozessdokumentation
3.1.2 Historische Entwicklung
3.1.3 Perspektive
3.2 Zusammenfassung
4 Anforderungen an die Kommunikation von Unternehmensprozessen
4.1 Firmitas
4.2 Utilitas
4.3 Venustas
4.4 Expressivität
4.5 Effektivität
4.6 Angemessenheit
4.7 10 Punkte für eine gute Prozessvisualisierung
5 Entwicklung neuer Techniken zur Visualisierung von Geschäftsprozessen
5.1 Überblick und Bewertung häufig verwendeter Visualisierungstechniken
5.1.1 Prozesslandkarte
5.1.2 Wertschöpfungskettendiagramm (WKD)
5.1.3 Funktionszuordnungsdiagramm (Swimlanes)
5.1.4 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
5.1.5 Erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten (eEPK)
5.1.6 IDEF3
5.1.7 Zusammenfassung
5.2 Weitere bekannte Visualisierungsmethoden
5.2.1 U-Bahn-Plan
5.2.2 Farbleitsysteme
5.2.3 Puzzle-Symbolik
5.2.4 Piktogramme
5.3 Entwicklung einer eigenen Visualisierungsmethode
5.3.1 Rahmenbedingungen
5.3.2 Vorstellung der GOF-Methode
5.4 Zusammenfassung
6 Umsetzung der GOF-Methode am Beispiel der IT Infrastructure Library (ITIL)
6.1 Beschreibung des Rahmenwerkes ITIL
6.1.1 Historischer Abriss
6.1.2 Die Ziele von ITIL
6.1.3 Eignung des ITIL-Rahmenwerkes als Beispiel für Prozessvisualisierung
6.2 Prozesserläuterung
6.3 Umsetzung der GOF-Methode im Rahmen des ITIL-Kontextes
6.3.1 Grafisches Leitsystem
6.3.2 Ausprägung der GOF-Ebenen im Projekt „ITIL reloaded“ bei der BSR
6.3.3 Storyboard einer möglichen Anwendung
6.3.4 Überprüfung der Methode auf ihre Zielerreichung
6.3.5 Weiterführende Vorschläge
6.4 Zusammenfassung
7 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Chancen einer zielgruppengerechten Visualisierung von Geschäftsprozessen im Rahmen der unternehmensinternen Kommunikation zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie visuelle Methoden genutzt werden können, um Prozessbeteiligte besser zu informieren, zu involvieren und somit den Erfolg von Prozessveränderungen in Unternehmen zu steigern.
2.1.1 Der symbolische Interaktionismus
Die vorgenannten Rahmenbedingungen greift George Herbert Mead in seiner Theorie des symbolischen Interaktionismus auf und ergänzt, dass Verständigung und damit Kommunikation nur dann zustande kommt, wenn beide Kommunikationspartner in den benutzten Zeichen oder Symbolen denselben Sinn und Inhalt sehen. Dies kann misslingen, „weil die Bedeutung der ‘Dinge’ (Personen, Gegenstände, Sachverhalte, Ideen, …) nicht als etwas ein für allemal Feststehendes betrachtet werden darf“. Mead geht davon aus, dass wir es selbst sind, die den Dingen um uns herum eine bestimmte Bedeutung zuschreiben und deren Wirklichkeit somit definieren. Sie ist folglich das Ergebnis von Interpretationsprozessen, die bei unterschiedlichen Menschen zu verschiedenen Bedeutungen führen können.
Meads Theorie des symbolischen Interaktionismus baut stark auf der Sprache als Mittel der Kommunikation auf. Da sich die Arbeit jedoch auf die visuelle Kommunikation fokussiert, wird für die weitere Bearbeitung das Prinzip der Enkodierung und Dekodierung auf Meads Theorie angewandt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Prozessvisualisierung als Wettbewerbsfaktor und definiert das Ziel, die Kommunikation von Prozessen durch visuelle Methoden zu optimieren.
2 Vom Gedanken zum Bild – vom Bild zum Gedanken: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, der visuellen Kommunikation sowie die Rolle von Bildern und deren Wahrnehmung durch den Menschen behandelt.
3 Geschäftsprozesse: Dieses Kapitel widmet sich der Definition und historischen Entwicklung von Geschäftsprozessen sowie der Bedeutung des Prozessmanagements für Unternehmen.
4 Anforderungen an die Kommunikation von Unternehmensprozessen: Basierend auf den vorangegangenen Theorien wird ein Katalog mit Anforderungen erstellt, der als Grundlage für die Bewertung von Visualisierungsmethoden dient.
5 Entwicklung neuer Techniken zur Visualisierung von Geschäftsprozessen: Neben einem Überblick und der Bewertung bestehender Techniken wird hier die neu entwickelte GOF-Methode vorgestellt.
6 Umsetzung der GOF-Methode am Beispiel der IT Infrastructure Library (ITIL): Die praktische Anwendung der GOF-Methode wird anhand eines ITIL-Projekts bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) demonstriert und evaluiert.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Potenzial der Methode sowie zukünftige Forschungsfragen im Bereich der visuellen Prozesskommunikation.
Prozessvisualisierung, Geschäftsprozessmanagement, Visuelle Kommunikation, GOF-Methode, ITIL, Unternehmenskultur, Change-Prozesse, Prozessdokumentation, Prozessoptimierung, Piktogramme, Informationsdesign, Wissensmanagement, Prozessbeteiligte, Effektivität, Expressivität.
Die Arbeit untersucht, wie Geschäftsprozesse in Unternehmen visuell so aufbereitet werden können, dass sie für alle Prozessbeteiligten verständlich und motivierend sind.
Die zentralen Felder sind die Theorie der Kommunikation, die visuelle Wahrnehmung, Methoden der Prozessmodellierung (wie EPK und Swimlanes) sowie das IT Service Management (ITIL).
Das Ziel ist es, herauszufinden, welchen Mehrwert eine geschickte Prozessvisualisierung bietet, um Mitarbeiter besser in den Prozessgedanken einzubinden und Widerstände gegen Veränderungen abzubauen.
Der Autor führt eine Literaturrecherche durch, leitet daraus einen Anforderungskatalog ab und entwickelt eine neue Visualisierungsmethode (GOF-Methode), die anschließend im Rahmen einer Fallstudie bei der Berliner Stadtreinigung praktisch angewendet und überprüft wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Kommunikation & Prozesse), die Analyse bestehender Techniken sowie die Entwicklung und Implementierung der eigenen GOF-Visualisierungsmethode.
Die wichtigsten Schlagworte sind Prozessvisualisierung, Geschäftsprozessmanagement, Visuelle Kommunikation, GOF-Methode und ITIL.
Die GOF-Methode ist ein vom Autor entwickeltes, dreistufiges Visualisierungskonzept bestehend aus den Ebenen General Idea (Grobstruktur), Orientation (Orientierung) und Full description (Feindarstellung), die mittels Piktogrammen und Farben für Wiedererkennung sorgen.
ITIL bietet eine komplexe, prozessorientierte Struktur, die in vielen modernen Unternehmen als Standard für IT-Services dient und daher ideal geeignet ist, um die Vorteile einer gestuften Visualisierung bei unterschiedlichen Zielgruppen (Techniker, Management, Endanwender) zu demonstrieren.
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