Bachelorarbeit, 2008
54 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Triebkräfte der Programmentwicklung und –entstehung
2.1 Ausrichtung am Rezipienten
2.1.1 Lebenszyklen zur Antizipation veränderter Zuschauerinteressen
2.1.2 Indirekte Bedürfnisorientierung mittels Stripping und Audience-Flow
2.2 Faktoren aus Programmumgebung und Produktionsplanung
2.3 Branchenkonkurrenz und Timing als Einflussgröße
3 Das Programm im Wandel
3.1 Konstanz der Elemente des Flow
3.1.1 Werbung und Trailer
3.1.2 Zur Integration kurzfristiger Sendungswiederholungen
3.1.3 Die Rolle des (Fernseh-)films
3.2 Dynamische Inhalte im Programm
3.2.1 Fiktionale Serien im US-Trend
3.2.2 Mehr Wirklichkeit und ‚echtes’ Leben
3.2.3 Shows - Aktives und Interaktives als Quotenbringer
3.2.4 Infotainment als Tendenz televisueller Informationen
4 Intermediale Ausweitung des Televisiven
4.1 Netzinhalte als nonlineare Mosaikbausteine
4.2 Zur Temperatur des Web-TVs
4.3 Aktualität des akustischen Raumes
5 Die televisuelle Gegenwart im Wandel der Zeit
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die Programmplanung der Fernsehsender beeinflussen, sowie die programmatischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts. Zudem werden die rezeptionstechnischen Konsequenzen beleuchtet, die aus dem intermedialen Verhältnis von Internet und Fernsehen erwachsen.
3.1.1 Werbung und Trailer
Werbung war seit jeher – vor allem bei den privaten Sendern – Teil der Sendung. Während der Konsument also das Programm rezipiert, hat er in regelmäßigen Abständen auch den doch meist leidlichen Kontakt mit Werbung oder Trailern zu akzeptieren.
„Normalerweise werden uns 20 oder 25 Minuten des Films gezeigt, um unser Interesse für ihn zu wecken; dann vier Minuten Werbung, dann ungefähr weitere 15 Minuten Film; wieder etwas Werbung; und so weiter, hin zu kontinuierlich kürzer werdenden Stücken des Films“.
Während die öffentlich-rechtlichen Sender von 1999 bis 2007 mit einem täglich konstanten Werbeanteil von 1,3 – 1,7 Prozent kaum ins Gewicht fallen, strahlte ein privater Fernsehsender im Jahr 1999 durchschnittlich 16 Prozent Werbung an einem Sendetag aus. VOX verbucht dabei mit 20 Prozent den Höchsten und Kabel1 mit 14 Prozent den niedrigsten Anteil. (Tab.1)
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die veränderte Fernsehlandschaft im 21. Jahrhundert und beschreibt die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Triebkräfte der Programmentwicklung und –entstehung: In diesem Kapitel werden die zentralen Faktoren wie Zuschauernachfrage, Konkurrenz und Produktionsplanung analysiert, die die Strategien der Sender prägen.
3 Das Programm im Wandel: Hierbei werden die konstanten Strukturen des Fernseh-Flows sowie die inhaltlichen Trends, wie der Trend zu mehr Realität und Infotainment, untersucht.
4 Intermediale Ausweitung des Televisiven: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung des Internets für das Fernsehen und analysiert neue Rezeptionsformen anhand von Marshall McLuhans Theorien.
5 Die televisuelle Gegenwart im Wandel der Zeit: Der abschließende Teil reflektiert den Wandel der Fernsehkultur und diskutiert das zukünftige Potenzial des Mediums im intermedialen Wettbewerb.
Fernsehkultur, Programmplanung, Audience-Flow, Fernsehsender, Medienwandel, Internetfernsehen, Rezipienten, TV-Formate, Infotainment, Intermedialität, Marshall McLuhan, Programmentwicklung, Digitalisierung, Zuschauerbindung, Medienkonsum.
Die Arbeit analysiert, wie sich das Fernsehen im 21. Jahrhundert unter dem Einfluss neuer Technologien und veränderter Zuschauerbedürfnisse gewandelt hat.
Im Zentrum stehen die Programmstrategien der Sender, der Wandel von Sendeformaten und die zunehmende Intermedialität durch die Einbindung des Internets.
Das Ziel ist es, die Faktoren der Programmplanung und die programmatischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts sowie die Konsequenzen aus dem Verhältnis von Internet und Fernsehen zu verdeutlichen.
Die Arbeit nutzt eine programmanalytische Perspektive, um Entwicklungen über den Zeitraum von 1998 bis 2007 aufzuzeigen, ergänzt durch medientheoretisches Gedankengut von Marshall McLuhan.
Der Hauptteil analysiert die Triebkräfte der Programmentwicklung, konstante Strukturen des Fernseh-Flows, den Wandel hin zu dynamischen Inhalten und die Ausweitung des Televisiven in digitale Umgebungen.
Zu den Kernbegriffen gehören Fernsehkultur, Programmplanung, Audience-Flow, Medienwandel und Intermedialität.
Privatsender sind stärker bedürfnisorientiert und marktwirtschaftlich ausgerichtet, um Quoten zu maximieren, während öffentlich-rechtliche Sender auch einen Bildungsauftrag verfolgen.
Das Internet fungiert als neue televisuelle Quelle, die nicht nur linearen Konsum durch Abruf-Möglichkeiten ergänzt, sondern auch neue, fragmentierte Sehgewohnheiten fördert.
Der "Flow" dient dazu, Zuschauer durch aufeinander abgestimmte Sendungen und Strategien wie Blocking oder Hammocking möglichst lange im Programm eines Senders zu halten.
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