Bachelorarbeit, 2021
39 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht den Spracheneinfluss im simultan bilingualen Erstspracherwerb, insbesondere im Kontext der Kopulaverben der Sprachen Spanisch, Deutsch und Englisch. Sie befasst sich mit der Frage, ob und in welcher Form ein Spracheneinfluss im Bereich der Kopulaverben stattfindet. Die Arbeit zielt darauf ab, die möglichen Auswirkungen und Richtungen des Spracheneinflusses in diesem Kontext zu analysieren.
Die Einleitung stellt das Thema Spracheneinfluss im simultan bilingualen Erstspracherwerb vor und beleuchtet die Relevanz der Kopulaverben in den Sprachen Spanisch, Deutsch und Englisch. Kapitel 2.1 definiert den Begriff der Bilingualität und differenziert zwischen simultanem und sukzessivem Spracherwerb. Kapitel 2.2 stellt die verschiedenen Kopulasysteme in den drei Sprachen vor und analysiert ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Kapitel 3.1 fokussiert auf L1-Erwerbstheorien, insbesondere den nativistischen Ansatz von Chomsky. Kapitel 3.2 beleuchtet den Spracheneinfluss, definiert den Begriff, skizziert seine Manifestationen und untersucht die möglichen Zusammenhänge mit Sprachentrennung und Sprachdominanz. Kapitel 3.2.4 analysiert die Anfälligkeit grammatischer Phänomene für Spracheneinfluss anhand der Kopulaverben. Kapitel 4 präsentiert ausgewählte Forschungsarbeiten zum Kopulaerwerb, die die Vorhersagen aus Kapitel 3.2.4 verifizieren oder falsifizieren sollen.
Simultaner Erstspracherwerb, Bilingualität/Bilinguismus, Kopulaverben, Spracheneinfluss, Sprachentrennung, Sprachdominanz, grammatische Phänomene, Forschungsarbeiten, Spanisch, Deutsch, Englisch.
Simultaner Spracherwerb bedeutet, dass ein Kind zwei Sprachen von Geburt an gleichzeitig lernt, während beim sukzessiven Erwerb die zweite Sprache erst nach der ersten erlernt wird.
Kopulaverben sind Verben, die ein Subjekt mit einem Prädikatsnomen verbinden. Im Deutschen ist dies das Verb „sein“, im Englischen „be“. Im Spanischen gibt es die Besonderheit der zwei Kopulaverben „ser“ und „estar“.
Spracheneinfluss tritt auf, wenn Strukturen einer Sprache in die andere übertragen werden. Die Arbeit untersucht, ob dies bei den komplexen spanischen Kopulaverben durch den Einfluss des Deutschen oder Englischen geschieht.
Die Dominanz einer Sprache kann dazu führen, dass deren grammatische Regeln auf die schwächere Sprache übertragen werden, was besonders bei Phänomenen wie der Unterscheidung zwischen „ser“ und „estar“ relevant ist.
Da das Spanische zwischen dauerhaften Eigenschaften (ser) und vorübergehenden Zuständen (estar) unterscheidet, während Deutsch und Englisch nur ein Verb nutzen, ist dies ein anfälliges Feld für grammatischen Spracheneinfluss.
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