Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 2.0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN UND THEORETISCHE ASPEKTE
2.1 Unternehmenszusammenschlüsse: Die Fusion & Akquisition
2.1.1 Abgrenzung von M&A zur Fusion und Akquisition
2.1.2 Klassifikation von Fusionen und Akquisitionen
2.2 Theoretische Erklärungsansätze für M&A Transaktionen
2.2.1 Neoklassische Ansätze
2.2.1.1 Marktmacht-, Monopolhypothese
2.2.1.2 Synergiehypothese
2.2.2 Institutionenökonomische Ansätze
2.2.2.1 Overpayment- und Hybris- Hypothese
2.2.2.2 Empire-Building-Hypothese
2.3 Theoretische Ansätze zur Konzentrationsmessung und Marktstruktur
2.3.1 Konzentrationsrate
2.3.2 Hirshman-Herfindahl-Index
2.3.3 SCP-Paradigma
3 DIE BEDEUTUNG DER BETRIEBSGRÖßE UND DES EXTERNEN WACHSTUMS FÜR BANKEN
3.1 Optimale Bankengröße
3.1.1 Verbesserung der Transformations-, und Vertriebsleistung
3.1.2 Vom Synergiepotenzial zum Synergieeffekt
3.1.3 Zusammenschlusseffekte
3.1.3.1 Economies of Scale
3.1.3.2 Economies of Scope
3.1.3.3 Effizienzwirkungen
3.1.3.4 Negative Synergien
3.2 Wertschaffung: Das primäre Ziel
3.2.1 Methoden zur Wertmessung für Bankfusionen
3.2.1.1 Economic Value Added™
3.2.1.2 Market Value Added
3.2.1.3 Future Growth Value
3.3 Erfolgreiche Integration: Voraussetzung für Wertschaffung
4 INTERNATIONALE BANKEN- M&A UND DIE BEDINGUNGEN DES DEUTSCHEN BANKENSEKTORS
4.1 Europäischer Bankensektor
4.2 Treiber für grenzüberschreitende Zusammenschlüsse
4.2.1 Europäische Konsolidierungsfaktoren
4.2.1.1 globalisierte Bankenmärkte
4.2.1.2 EWU
4.2.1.3 Technologischer Wandel
4.2.1.4 Harmonisierung und Deregulierung
4.3 Besonderheiten des deutschen Bankensektors
4.3.1 Sektor-interne Konsolidierung
4.3.2 Sektor-übergreifende Konsolidierung
4.4 Bisherige Fusionen unter Beteiligung deutscher Institute
5 FOLGEN DER KONSOLIDIERUNGSPROZESSE
5.1 Effekte von Zusammenschlüssen für Banken im Allgemeinen
5.2 Auswirkungen auf die Stabilität von Finanzsystemen
5.3 Effekte für den europäischen- und deutschen Bankenmarkt
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Wirkungen von Fusionen und Akquisitionen (M&A) im Bankensektor. Das primäre Ziel ist es, die strategischen Motive für externes Wachstum zu analysieren, die ökonomischen Erfolgsfaktoren (insbesondere Wertschaffung durch Synergien) zu identifizieren und die spezifischen Herausforderungen bei der Konsolidierung im deutschen und europäischen Bankenmarkt zu beleuchten.
2.1.1 ABGRENZUNG VON M&A ZUR FUSION UND AKQUISITION
Im Vergleich zu Fusionen und Akquisitionen, erfolgt für „Merger & Aquisitions“ als Begriffspaar der angelsächsischen Literatur keine einheitliche Abgrenzung. Die Begriffe M&A sind Dachbegriffe und dementsprechend weit gefasst, weswegen sie je nach Untersuchungsziel spezifiziert werden müssen. Anhand von strategischen und wirtschaftlichen Kriterien sollen unter „M&A“ in der Bankenindustrie alle Transaktionen zusammengefasst werden, die aus zwei oder mehreren rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Banken eine Einheit unter gemeinsamer Unternehmensleitung zu schaffen. Dabei zählen neben der vollständigen Verschmelzung (Merger) nur Beteiligungen (Aquisitions) die einen Stimmenrechtsanteil von mehr als 50% bei der Target-Bank erreichen. Bei einem Merger werden zwei oder mehrere Unternehmen zu einem neuen Unternehmen verbunden und ein rechtlich selbständiges, gemeinsames Unternehmen gegründet.
Im Vergleich zur angelsächsischen Literatur überschneiden die deutschen Begriffe „Fusion und Akquisition“ die Auslegung der „Merger & Aquisitions“. Deshalb ist es naheliegend, dass in dieser Arbeit die Begriffe Merger/Fusion/Zusammenschlüsse, sowie Aquisitions/Akquisition/Beteiligung/Unternehmenskäufe und -übernahmen synonym Verwendung finden. Eine Trennung von Fusion und Akquisition könnte sinnvoll sein, wenn angenommen würde, dass Fusionen ein höheres Wertsteigerungspotenzial besitzen als Akquisitionen. Da verschiedene Integrationsgrade mit entsprechenden Synergien auch bei Akquisitionen vorhanden sind, müssen Fusionen nicht unbedingt ein höheres Wertsteigerungspotenzial erlangen.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Marktanforderungen und des Konsolidierungsdrucks im Bankensektor sowie der Problemstellung dieser Arbeit.
2 GRUNDLAGEN UND THEORETISCHE ASPEKTE: Erläuterung der Begrifflichkeiten, theoretischer Erklärungsansätze für M&A sowie Methoden zur Konzentrationsmessung und Marktanalyse.
3 DIE BEDEUTUNG DER BETRIEBSGRÖßE UND DES EXTERNEN WACHSTUMS FÜR BANKEN: Analyse der optimalen Bankengröße, der Synergiepotenziale und der Anforderungen an eine wertschaffende Integration.
4 INTERNATIONALE BANKEN- M&A UND DIE BEDINGUNGEN DES DEUTSCHEN BANKENSEKTORS: Untersuchung der Konsolidierungstreiber im europäischen Kontext und der spezifischen Besonderheiten des deutschen Drei-Säulen-Systems.
5 FOLGEN DER KONSOLIDIERUNGSPROZESSE: Erörterung der Auswirkungen von Fusionen auf Banken, die Finanzsystemstabilität und den europäischen Bankenmarkt.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Konsolidierungsentwicklung.
Fusion, Akquisition, M&A, Bankensektor, Konsolidierung, Synergieeffekte, Shareholder Value, Marktkonzentration, SCP-Paradigma, Economic Value Added, Market Value Added, Bankengröße, Integration, Finanzsystemstabilität, Drei-Säulen-System.
Die Arbeit behandelt das Phänomen der Bankenzusammenschlüsse und deren Bedeutung für das externe Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von Banken in einem internationalen Kontext.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Ursachen für Fusionen, die Bestimmung der optimalen Bankengröße, die Realisierung von Synergien und die speziellen Bedingungen des deutschen und europäischen Bankensektors.
Das primäre Ziel ist es, die strategischen Motive für M&A zu analysieren und zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Bankfusionen tatsächlich einen Mehrwert (Wertschaffung) für die beteiligten Parteien erzeugen können.
Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte (neoklassische und institutionenökonomische Ansätze) sowie quantitative Messmethoden für Marktkonzentration (z.B. Hirshman-Herfindahl-Index, Konzentrationsraten) zur fundierten Analyse.
Im Hauptteil werden die betriebswirtschaftlichen Vorteile externen Wachstums, Instrumente zur Wertmessung bei Fusionen (EVA, MVA, FGV) sowie die Rahmenbedingungen für Banken in Deutschland und Europa detailliert diskutiert.
Die zentralen Begriffe umfassen Fusion, Akquisition, M&A, Synergieeffekte, Shareholder Value, Konsolidierung und das 3-Säulen-System der deutschen Bankenlandschaft.
Obwohl sie oft synonym verwendet werden, diskutiert die Arbeit, ob eine fachliche Trennung sinnvoll ist, um festzustellen, ob Fusionen möglicherweise ein höheres Wertsteigerungspotenzial besitzen als Akquisitionen.
Die Arbeit erläutert, dass bankspezifische Bilanzstrukturen (z.B. hohe Passivseite durch Kundeneinlagen, aufsichtsrechtliches Eigenkapital) die Anwendung von Bewertungsmethoden wie dem DCF-Verfahren erschweren und die Nutzung der Equity-Methode nahelegen.
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