Diplomarbeit, 2008
73 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsabgrenzungen
2.1 Personalbasiskosten
2.2 Personalzusatzkosten
2.2.1 Gesetzliche Sozialleistungen
2.2.2 Tarifliche Sozialleistungen
2.2.3 Betriebliche Sozialleistungen
2.3 Betriebliche Altersversorgung
3 Die betriebliche Altersversorgung als fester Bestandteil eines Gesamtvergütungssystems
3.1 Leistungszusage
3.1.1 Festbetragssystem
3.1.2 Gehaltsabhängige Zusagen
3.1.3 Bausteinpläne
3.1.4 Gesamtversorgungssystem
3.2 Beitragsorientierte Leistungszusage
3.2.1 Bausteinsystem
3.2.2 Beitragsorientiertes System
3.2.3 Unternehmensergebnisorientiertes System
3.2.4 Cafeteria-System
3.3 Beitragszusage mit Mindestleistung
4 Die Durchführungswege in der betrieblichen Altersversorgung
4.1 Versicherungsförmige Durchführungswege
4.1.1 Direktversicherung
4.1.2 Pensionskasse
4.1.3 Pensionsfonds
4.2 Nicht-versicherungsförmige Durchführungswege
4.2.1 Direktzusage
4.2.2 Unterstützungskasse
5 Abgrenzungen im Rahmen der Kostenrechnung
5.1 Kosten und Leistungen
5.2 Aufwendungen und Erträge
5.3 Einnahmen und Ausgaben
5.4 Ein- und Auszahlungen
6 Die Zuordnung der Kosten betrieblicher Altersversorgung für die kurzfristige Erfolgsrechnung in der Vollkosten- und Teilkostenrechnung
6.1 Die Vollkostenrechnung
6.2 Die Teilkostenrechnung
7 Kostenstrukturen bei den unterschiedlichen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung
7.1 Versicherungsförmige Durchführungswege
7.1.1 Direktversicherung
7.1.2 Pensionskasse
7.1.3 Pensionsfonds
7.2 Nicht-versicherungsförmige Durchführungswege
7.2.1 Direktzusage
7.2.1.1 Teilwertverfahren
7.2.1.2 Gegenwartswertverfahren
7.2.1.3 Quotierter Anwartschaftsbarwert
7.2.1.4 Projected Unit Credit Method (PUCM)
7.2.2 Unterstützungskasse
7.3 Zwischenergebnis
8 Nebenkosten der betrieblichen Altersversorgung
8.1 Versicherungsförmige Durchführungswege
8.1.1 Direktversicherung
8.1.2 Pensionskasse
8.1.3 Pensionsfonds
8.2 Nicht-versicherungsförmige Durchführungswege
8.2.1 Direktzusage
8.2.2 Unterstützungskasse
8.3 Zwischenergebnis
9 Transparente Kostengestaltung in der betrieblichen Altersversorgung
9.1 Vergleich der Durchführungswege
9.1.1 Darstellung der Abschluss- und Verwaltungskosten bei den versicherungsförmigen Durchführungswegen
9.1.2 Dynamisierung von Anwartschaften
9.1.3 Anpassung von laufenden Leistungen nach § 16 BetrAVG
9.2 Vergleich der Zusagearten
9.3 Arbeitsrechtliche Voraussetzungen
9.4 Zwischenergebnis
10 Fazit
Die Arbeit analysiert die Kostenstrukturen und die Kostentransparenz der verschiedenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland aus Sicht der Unternehmensführung. Ziel ist es, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, um die Kosten der betrieblichen Altersversorgung für Unternehmen transparenter zu gestalten und zu optimieren.
4.2.1 Direktzusage
Bei der Direktzusage, auch Pensionszusage oder unmittelbare Versorgungszusage genannt, handelt es sich um ein Versprechen des Arbeitgebers, Versorgungsleistungen an den Mitarbeiter aus eigenem Vermögen zu erbringen58. Das Versorgungsverhältnis besteht hierbei allein zwischen Arbeitgeber und dem versorgungsberechtigten Mitarbeiter59.
Entscheidend für eine Direktzusage ist, dass das Unternehmen – im Gegensatz zu den anderen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung – selbst Träger der Versorgung ist60 und keine Beiträge oder Zuwendungen an einen externen Versorgungsträger aufwendet, der die Versorgungsleistungen dem Versorgungsberechtigten gewährt61. Allerdings kann das Unternehmen sog. Rückdeckungsversicherungen bei einem Lebensversicherungsunternehmen abschließen, mit denen die Versorgungszusage ganz oder teilweise abgedeckt werden kann und die spätere Versorgungsleistung an das Unternehmen ausgezahlt wird62.
Die Versorgungsverpflichtung eines Unternehmens aus einer Direktzusage wird im Anwartschaftsdeckungsverfahren durch die Bildung von Pensionsrückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz gem. § 249 HGB bzw. § 6a EStG abgebildet63. Beim Anwartschaftsdeckungsverfahren werden die erforderlichen Deckungsmittel zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtung vor bzw. spätestens zum Eintritt des Versorgungsfalles angesammelt64. Die Pensionsrückstellung soll demzufolge die sich aus der Pensionsverpflichtung ergebende Versorgungsleistung abdecken65.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung als Fürsorgeleistung und ordnet sie als wichtigen Bestandteil moderner Vergütungssysteme in den wirtschaftlichen Kontext ein.
2 Begriffsabgrenzungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Personalkosten, unterscheidet zwischen Personalbasis- und Personalzusatzkosten und grenzt die betriebliche Altersversorgung als freiwillige soziale Leistung ab.
3 Die betriebliche Altersversorgung als fester Bestandteil eines Gesamtvergütungssystems: Hier werden verschiedene Arten der Leistungszusage sowie beitragsorientierte Zusagen und deren Ausgestaltungen (z.B. Bausteinsysteme) detailliert erläutert.
4 Die Durchführungswege in der betrieblichen Altersversorgung: Das Kapitel bietet eine Übersicht über die fünf gesetzlich zugelassenen Durchführungswege, unterteilt in versicherungsförmige und nicht-versicherungsförmige Finanzierungsformen.
5 Abgrenzungen im Rahmen der Kostenrechnung: Hier werden grundlegende betriebswirtschaftliche Konzepte wie Kosten/Leistungen sowie Aufwand/Ertrag im Kontext der betrieblichen Altersversorgung methodisch geklärt.
6 Die Zuordnung der Kosten betrieblicher Altersversorgung für die kurzfristige Erfolgsrechnung in der Vollkosten- und Teilkostenrechnung: Dieses Kapitel untersucht die methodischen Herausforderungen bei der Zurechnung von Altersversorgungskosten zu den Kostenstellen oder Kostenträgern.
7 Kostenstrukturen bei den unterschiedlichen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung: Eine vertiefte Analyse, wie sich die Kosten bei den jeweiligen Durchführungswegen zusammensetzen und rechnerisch erfassen lassen.
8 Nebenkosten der betrieblichen Altersversorgung: Hierbei liegt der Fokus auf administrativen Nebenkosten, Outsourcing-Möglichkeiten, der Anpassung laufender Renten nach § 16 BetrAVG sowie Beiträgen zum Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG).
9 Transparente Kostengestaltung in der betrieblichen Altersversorgung: Das Kapitel diskutiert Ansätze zur Erhöhung der Kostentransparenz und vergleicht Durchführungswege sowie Zusagearten unter Gesichtspunkten wie Kalkulationssicherheit und Liquiditätsrisiken.
10 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer individuellen Strategieentwicklung für Unternehmen hinsichtlich der Wahl von Zusageart und Durchführungsweg.
Betriebliche Altersversorgung, bAV, Personalkosten, Personalzusatzkosten, Direktzusage, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Kostentransparenz, Kostenrechnung, Betriebsrentengesetz, BetrAVG, Pensionsrückstellung, PSVaG.
Die Abschlussarbeit beschäftigt sich mit den Kostenstrukturen und der Transparenz der betrieblichen Altersversorgung aus Sicht eines Unternehmens, um Entscheidungsgrundlagen für das Personalmanagement zu bieten.
Im Zentrum stehen die Durchführungswege (Direktzusage, Direktversicherung etc.), die Kostenrechnungsmethoden, die Behandlung von Nebenkosten und die verschiedenen Zusagearten.
Das Ziel ist es, die Kosten der unterschiedlichen Durchführungswege transparent zu erläutern, damit Unternehmen fundierte Entscheidungen zur Kostenoptimierung treffen können.
Es wird eine betriebswirtschaftliche Literaturanalyse der einschlägigen Gesetzgebung (BetrAVG, EStG) sowie der aktuellen Kostenrechnungslehre durchgeführt, ergänzt durch Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Durchführungswege, deren kostentechnische Einordnung, die Analyse von Nebenkosten und den Vergleich der verschiedenen Zusagearten.
Die wichtigsten Begriffe sind Betriebliche Altersversorgung (bAV), Kostenstrukturen, Durchführungswege, Kostentransparenz und Personalzusatzkosten.
Die Anpassungspflicht kann für den Arbeitgeber erhebliche Kostenfolgen haben, da sie das Risiko einer inflationsbedingten Rentenanpassung birgt, die oft rückwirkend für alle Dienstjahre kalkuliert werden muss.
Die Direktzusage ist komplexer, da sie über Pensionsrückstellungen bilanziell abgebildet wird, was versicherungsmathematische Bewertungsverfahren (z.B. Teilwertverfahren) und die Berücksichtigung von Zinskosten und dem Langlebigkeitsrisiko erfordert.
Der PSVaG stellt eine Insolvenzsicherung dar. Die Beiträge hierzu variieren je nach Durchführungsweg und können für das Unternehmen eine zusätzliche, teilweise volatile Kostenbelastung darstellen.
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