Bachelorarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 1,3
0 Einleitung
TEIL A
1 Der Kunstmarkt
1.1 Preisbildung und Marktmechanismus
1.2 Kunst ist Ware
1.2.1 Funktionalität der Kunst
1.3 Die Marktteilnehmer und ihr Wirkungsbereich
1.3.1 Kunst und Konsum – Faktoren der Transformationsgesellschaft
1.3.2 Der Primärmarkt
1.3.2.1 Künstler
1.3.2.2 Sammler/Kunstinteressierte
1.3.2.3 Galeristen
1.3.2.4 Art Consultants
1.3.2.5 Kunstkritiker
1.3.3 Der Sekundärmarkt
1.3.3.1 Museen
1.3.3.2 Stiftungen, Unternehmen und Sponsoren
1.3.3.3 Messen
1.3.3.4 Auktionshäuser
2 Kunst im Raum
2.1 Raum und Wahrnehmung
2.2 Der Art Space
2.3 Verkaufsraum Galerie
2.4 Der virtuelle Raum
2.4.1 Virtualität und veränderte Arbeitswelt
2.4.2 Virtuelle Akquise neuer Käufergruppen
TEIL B
1 Die PROGRAM Galerie
1.1 Formen von Galerien
1.2 Kurzbeschreibung der PROGRAM Galerie
2 Organisationszweck und Ziel der Unternehmung – Das Mission Statement
3 Analyse externer und interner Bedingungen
3.1 Externe Bedingungen
3.1.1 Nachfrageanalyse
3.1.2 Umweltanalyse
3.1.2. Konkurrenzanalyse
3.1.3 Analyse des Beschaffungsmarktes
3.2 Interne Bedingungen
3.2.1 Potential- und Leistungsanalyse
3.2.2 Stärken von PROGRAM
3.2.3 Schwächen von PROGRAM
4 Konzeption und strategische Ziele
4.1 Inhaltliche Ziele und Wettbewerbsvorteil
4.2 Marketingstrategische Ziele
5 Synthese und Gestaltung der Unternehmenspolitik
5.1 Kommunikationspolitik
5.2 Qualitätsmanagement
5.3 Programmpolitik
5.4 Finanzierungspolitik
5.5 Distributionspolitik
5.6 Konzeptionspolitik
5.7 Kooperationspolitik
6 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept nichtkommerzieller Galerien in einem sich wandelnden Kunstmarkt, der durch Globalisierung und Virtualisierung geprägt ist. Dabei wird analysiert, wie diese alternativen Ausstellungsformen für Künstler neue Präsentationsmöglichkeiten schaffen und welche strategischen Potenziale sich aus ihrer Nichtkommerzialität und der Nutzung digitaler Räume für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst ergeben.
1.2 Kunst ist Ware
Kunst ist ein Produkt. Produkt im Sinne einer Schöpfung durch den Menschen - ein Werk, das im Prozess des Denkens unter Verwendung von Materialien in der Entwicklung und Verwendung von Instrumentarien entsteht. Kunst in dieser Definition als Produkt ist automatisch auch Ware. In ihrer Existenz bedingt sie Nachfrage und aus der Interaktion heraus entsteht umgehend ein Markt, zunächst ungeachtet der Aktionsschemata mit denen in und auf ihm agiert wird.
Auf dem freien Markt der Güter und Waren nimmt die Kunst eine Sonderstellung ein. Ein Kunstwerk existiert immer nur einmal, es ist einzigartig, ein knappes, begrenztes Gut, werbestrategisch gesprochen: limited. Die Eminenz dieser Sonderstellung durch Limitierung des Angebots findet Ausdruck, betrachten wir vergleichend die Marketingstrategie der Unternehmen für konventionelle Güter, die Limitierung als Werbestrategie einsetzen, um Käufern durch diese Begrenzung einen zusätzlichen Anreiz zu bieten. Ganzjährig angebotene Produkte in ihrer ständigen Verfügbarkeit mangelt es an diesem allein durch die Maßnahme der Verknappung geschaffenen Anreiz. Entscheidend ist hierbei auch die Tatsache des gesellschaftlichen Trends zur Individualisierung, zum Trieb immer aktuell zu sein und seine eigene Persönlichkeit auf allen Ebenen des Lebens zu verwirklichen und darzustellen.
Bildende Kunst ist (ausgenommen Kunstdrucke, Graphiken, Kunsthandwerk, Medienkunst und Photographie, außer sie wird auf eine Stückzahl begrenzt) nicht reproduzierbar und folgt daher bestimmten Marktbedingungen. Ihre oben beschriebene Einzigartigkeit macht sie zu einem nicht substituierbaren Gut. Kunst kann nicht durch andere Güter oder Waren ersetzt werden, schon gar nicht ein einzelnes Werk durch ein anderes, da ein jedes seine eigene Aussage und Darstellungsform hat. Steigt also der Preis eines Werkes, kann der Käufer nicht auf ein anderes Produkt zurückgreifen, und somit kann auch die Nachfrage nicht gestillt werden. Daher greift hier auch nicht die zyklische Anlage von Angebot und Nachfrage. Zu viele unsichere Komponenten beeinflussen den Markt, als dass er wie z.B. bei existenziellen Gütern in ein Schema zu fassen wäre.
0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Marktsituation, die durch Rekordpreise und eine zunehmende Kommerzialisierung geprägt ist, und führt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten nichtkommerzieller Galerien ein.
1 Der Kunstmarkt: Dieses Kapitel analysiert die ökonomischen Mechanismen, die Preisbildung und die verschiedenen Akteure im Primär- und Sekundärmarkt, um den Kontext der aktuellen Marktsituation zu klären.
2 Kunst im Raum: Der Fokus liegt hier auf der Bedeutung des Ausstellungsraumes für die Kunstwahrnehmung, einschließlich der Debatte um den White Cube sowie der zunehmenden Virtualisierung.
1 Die PROGRAM Galerie: Hier werden verschiedene Galerieformen unterschieden und die spezifische Ausrichtung der nichtkommerziellen PROGRAM Galerie in Berlin vorgestellt.
2 Organisationszweck und Ziel der Unternehmung – Das Mission Statement: Dieses Kapitel definiert die Mission der Galerie als gemeinnützige Institution, die kulturellen statt finanziellen Gewinn anstrebt.
3 Analyse externer und interner Bedingungen: Es folgt eine tiefgehende Untersuchung der Standortfaktoren, Nachfragestrukturen und der internen Stärken sowie Schwächen der Galerie.
4 Konzeption und strategische Ziele: Die Autoren leiten aus der Analyse inhaltliche und marketingstrategische Ziele ab, um die langfristige Etablierung am Kunstmarkt zu sichern.
5 Synthese und Gestaltung der Unternehmenspolitik: Dieses Kapitel konkretisiert die Umsetzung der Strategien in den Bereichen Kommunikation, Programmgestaltung, Finanzierung und Kooperation.
6 Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der PROGRAM Galerie als innovative Schnittstelle im Kunstmarkt.
Kunstmarkt, PROGRAM Galerie, Nichtkommerzielle Galerie, Kunst als Ware, White Cube, Virtueller Raum, Kulturmarketing, Kunstförderung, Kunstmanagement, Strategische Ziele, Galeriewesen, Kunstvermittlung, Standortanalyse, Digitale Transformation, Gemeinnützigkeit.
Die Arbeit untersucht die Rolle nichtkommerzieller Galerien und deren Bedeutung als alternative Ausstellungsräume in einem zunehmend kommerziell geprägten Kunstmarkt.
Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen des Kunstmarktes, der Wahrnehmung von Kunst im Raum, der Virtualisierung und der praktischen Fallanalyse der PROGRAM Galerie.
Das Ziel ist es, das Konzept nichtkommerzieller Galerien zu analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese ihre Position durch innovative Ansätze und Vernetzung stärken können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu soziologischen und ökonomischen Kunstmarkttheorien sowie eine praxisorientierte Betriebsanalyse am Fallbeispiel der PROGRAM Galerie.
Der Hauptteil analysiert externe Marktbedingungen, interne Managementprozesse sowie strategische Konzepte für Kommunikation und Programmgestaltung von Non-Profit-Galerien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kunstmarkt, nichtkommerzielle Galerie, Kunstförderung, Kulturmarketing, Standortanalyse und digitale Strategien.
Die Galerie kombiniert einen nichtkommerziellen Ausstellungsraum mit einem Studioangebot für Residents und integriert Ansätze aus der Architektur und der täglichen Lebenswelt.
Da die Zielgruppe der "digital natives" stark wächst, ist die digitale Präsenz entscheidend, um den Kreis der Kunstinteressierten zu erweitern und die Reichweite global zu erhöhen.
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