Masterarbeit, 2021
91 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
B. Technische Grundlagen und rechtliche Einordnung von Kryptowährungen
I. Technische Grundlagen
1. Grundelemente von Kryptowährungen
2. Technische Grundbegriffe im Zusammenhang mit Kryptowährungen
3. Ablauf einer Transaktion am Beispiel Bitcoin
4. Erwerb von Kryptowährungen
5. Überblick verschiedener Krypto-Token
II. Verhältnis von Fremd- und Kryptowährungen zu Geld
1. Funktionaler und volkswirtschaftlicher Geldbegriff
2. Zivilrechtlicher Geldbegriff
3. Zivilrechtliche Einordnung von Fremdwährungen
4. Ausblick auf steuerrechtliche Problemstellungen
C. Fremd- und Kryptowährungen im Rahmen von Gewinneinkünften
I. Erzielung von Gewinneinkünften im Zusammenhang mit Kryptowährungen
1. Einkunftsart und Steuerbarkeit von Gewinneinkünften
2. Der Begriff Wirtschaftsgut
II. Bilanzausweis von Fremd- und Kryptowährungsbeständen dem Grunde nach
1. Bilanzierungsfähigkeit von Kryptowährungen
2. Fremd- und Kryptowährungen als liquide Mittel
3. Kryptowährungen als finanzielles Wirtschaftsgut
4. Kryptowährungen als immaterielles Wirtschaftsgut
III. Bilanzausweis von Fremdwährungsbeständen der Höhe nach
1. Zugangsbewertung von Wirtschaftsgütern in Fremdwährung
2. Folgebewertung von nicht monetären Wirtschaftsgütern in Fremdwährung
3. Folgebewertung von monetären Wirtschaftsgütern in Fremdwährung
IV. Bilanzausweis von Kryptowährungsbeständen der Höhe nach
1. Zugangsbewertung von Kryptowährungsbeständen der Höhe nach
2. Folgebewertung von Kryptowährungsbeständen der Höhe nach
3. Wechselkursermittlung bei Kryptowährungsbeständen
D. Veräußerungsvorgänge von Fremd- und Kryptowährungsbeständen im Rahmen der Gewinneinkünfte
I. Begründung von Gewinneinkünften
1. Abgrenzung gewerblicher Einkünfte gegenüber der Vermögensverwaltung
2. Gewerbliche Tätigkeit durch Handel oder Mining von Kryptowährungen
a) Originär gewerbliche Tätigkeit durch Handel mit Kryptowährungen
b) Originär gewerbliche Tätigkeit durch Mining von Kryptowährungen
II. Veräußerungsvorgänge im Rahmen von Gewinneinkünften
1. Ermittlung des Veräußerungsergebnisses
a) Tausch von Kryptowährungen gegen Waren und Dienstleistungen
b) Tausch von Kryptowährungen gegen Euro
c) Anschaffungskosten der veräußerten Kryptowährungsbestände
2. Bewertungsvereinfachungsverfahren
a) Zulässigkeit von Verbrauchsfolgefiktionen
b) Bewertung von Veräußerungsvorgängen bei Anwendung der Lifo-Methode
c) Bewertungsvereinfachung durch Gruppenbewertung
3. Gewerbesteuer
E. Fremd- und Kryptowährungsbeständen im Rahmen von Überschusseinkünften
I. Grundlegendes zu Überschusseinkünften
1. Die verschiedenen Überschusseinkunftsarten
2. Einnahmen nach §8 EStG
3. Werbungskosten nach §9 EStG
II. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach §19 EStG
1. Fremdwährungen im Rahmen von Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit
2. Kryptowährungen im Rahmen von Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit
3. Steuerliche Behandlung von Sacheinnahmen
a) Grundlagen zu Sacheinnahmen nach §8 Abs.2 EStG
b) Steuerliche Bewertung von Sacheinnahmen
III. Fremd- und Kryptowährungen im Rahmen der privaten Vermögensverwaltung
1. Einkünfte aus Kapitalvermögen nach §20 EStG
a) Tatbestandsmerkmale des §20 EStG
b) Laufende Erträge aus Fremd- und Kryptowährungen nach §20 Abs.1 EStG
c) Veräußerungsgeschäfte nach §20 Abs.2 EStG
2. Fremd- und Kryptowährungsgeschäfte als private Veräußerungsgeschäfte
a) Einordnung in private Veräußerungsgeschäfte
b) Anschaffungs- und Veräußerungszeitpunkt
c) Ermittlung des Veräußerungsgewinns
3. Fiktive Veräußerungsvorgänge bei Fremdwährungen
a) Fiktive Anschaffungs- und Veräußerungsvorgänge von Fremdwährungen
b) Abgrenzung von Fremdwährungsvorgängen zu Kapitalvermögen
4. Kein Anschaffungsvorgang bei gelegentlichem Mining
F. Umsatzsteuerliche Behandlung von Fremd- und Kryptowährungen
I. Umsatzsteuerliche Leistung mit Fremd- und Kryptowährungen
1. Grundlagen zum umsatzsteuerlichen Leistungsbegriff
2. Gleichstellung von Kryptowährungen mit gesetzlichen Zahlungsmitteln
3. Fremdwährungen als gesetzliche Zahlungsmittel
II. Umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage bei Fremd- und Kryptowährungen
1. Grundlagen zur umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage
2. Maßgeblicher Umrechnungskurs von Fremdwährungsbeträgen
3. Umrechnungskurs von Kryptowährungen
4. Händlertätigkeit bei Fremd- und Kryptowährungen
III. Umsatzsteuerliche Aspekte bei Mining-Tätigkeit
G. Fremd- und Kryptowährungen im Erbschaftsteuerrecht
I. Erwerb im erbschaftssteuerlichen Sinn
1. Erwerb von Todes wegen und durch Schenkung
2. Kryptowährungen im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge
II. Erbschaftssteuerliche Bewertung von Fremd- und Kryptowährungen
1. Bewertung von Kryptowährungen
2. Bewertung von Fremdwährungen
III. Vererbung von Kryptowährungsbeständen im Betriebsvermögen
1. Erbschaftsteuerliches Betriebsvermögen
2. §13b Abs.4 ErbStG (begünstigungsunfähiges Betriebsvermögen)
3. Erweiterung des erbschaftsteuerlichen Finanzmittel-Begriffs
H. Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der steuerrechtlichen Einordnung von Fremd- und Kryptowährungen in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die steuerlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen konventionellen Fremdwährungen und Kryptowährungen herauszuarbeiten und die Leitfrage zu beantworten, inwieweit die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen aus der steuerlichen Behandlung von Fremdwährungen hergeleitet werden kann.
1. Grundelemente von Kryptowährungen
Die Grundidee hinter Kryptowährungen soll im Folgenden überwiegend anhand der wohl bekanntesten und bedeutsamsten Kryptowährung, Bitcoin, erläutert werden. Die Idee hinter Bitcoin, welche zugleich die erste Kryptowährung überhaupt war, geht auf ein Whitepaper, welches unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 veröffentlicht wurde, zurück.
Das wesentliche Anliegen von Nakamoto bei der Entwicklung und Einführung von Bitcoin war es, angesichts der steigenden Bedeutung von E-Commerce, Internethandel und steigenden Transaktionsvolumina im elektronischen Zahlungsverkehr ein sicheres Bezahlsystem zu entwickeln. Bis zur praktischen Umsetzung des Bitcoin-Systems im Januar 2009 konnte eine elektronische Zahlung ausschließlich mittels eines zwischengeschalteten treuhänderisch agierenden Intermediares abgewickelt werden. Dabei besteht das Problem, dass der Zahlungsempfänger einer Transaktion zu einem gewissen Maß auf die Zahlungsfähigkeit des Gegenübers bzw. die Glaubwürdigkeit des zwischengeschalteten Finanzintermediäres vertrauen muss, da er selbst keine Informationen darüber hat. Nakamotos Idee war es, durch Bitcoin ein elektronisches Bezahlsystem zu entwickeln, welches keine Zwischenschaltung eines Finanzintermediäres benötigt. Es beruht nicht auf der Glaubwürdigkeit eines Intermediäres, sondern basiert auf kryptographischem Beweis. Jedem Teilnehmer im Bitcoin-Bezahlsystem ist dabei die verfügbare Menge an Bitcoins anonym bekannt, über die der andere Teilnehmer verfügen kann. Das Ziel ist es, eine Transaktion zum einen ohne Zahlungsausfallrisiko und zum anderen ohne Einbindung eines Dritten durchzuführen. Bitcoins stellen in diesem Bezahlsystem die Währungseinheit dar und fungieren als Zahlungsmittel zwischen den Teilnehmern dieses Bezahlsystems. Sie werden aufgrund der Kryptografie hinter den Bitcoins als virtuelle Währungen, Coins oder auch als Currency-Token bezeichnet, da sie ausschließlich als Zahlungsmittel genutzt werden. Bitcoins sind folglich wie Werteinheiten im digitalen Bitcoin-Netzwerk zu betrachten. Sie werden nicht von einer zentralen Instanz ausgegeben oder reguliert und können grundsätzlich von jedermann erworben werden. Bitcoins liegen nicht physisch vor, sondern stellen eine gespeicherte Abfolge digitaler Transaktionen dar.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung digitaler Zahlungsmittel und die damit einhergehende Notwendigkeit einer steuerlichen Würdigung in Deutschland.
B. Technische Grundlagen und rechtliche Einordnung von Kryptowährungen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Kryptowährungen sowie deren zivilrechtliche Einordnung im Vergleich zu Fremdwährungen.
C. Fremd- und Kryptowährungen im Rahmen von Gewinneinkünften: Hier erfolgt die Analyse der steuerlichen Behandlung bei Gewinneinkünften, insbesondere die Bilanzierungsfähigkeit und Bewertung.
D. Veräußerungsvorgänge von Fremd- und Kryptowährungsbeständen im Rahmen der Gewinneinkünfte: Das Kapitel behandelt die steuerliche Erfassung von Veräußerungen, die Abgrenzung zur Vermögensverwaltung und Bewertungsvereinfachungen.
E. Fremd- und Kryptowährungsbeständen im Rahmen von Überschusseinkünften: Dieser Abschnitt widmet sich den Überschusseinkünften, wie etwa Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und privater Vermögensverwaltung.
F. Umsatzsteuerliche Behandlung von Fremd- und Kryptowährungen: Die umsatzsteuerliche Würdigung von Transaktionen und Mining-Aktivitäten steht hierbei im Fokus.
G. Fremd- und Kryptowährungen im Erbschaftsteuerrecht: Dieses Kapitel analysiert erbschafts- und schenkungssteuerliche Sachverhalte sowie die Bewertung dieser Bestände.
H. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine präzisere gesetzliche Regelung zur steuerlichen Handhabung.
Kryptowährungen, Bitcoin, Steuerrecht, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Erbschaftsteuer, Betriebsvermögen, Privatvermögen, Mining, Bilanzierung, Bewertung, Zahlungsmittel, Gewinneinkünfte, Überschusseinkünfte, Veräußerungsgeschäft
Die Arbeit untersucht die steuerrechtliche Würdigung von Transaktionen mit Kryptowährungen in Deutschland und vergleicht diese mit der steuerlichen Behandlung von Fremdwährungen.
Die zentralen Felder umfassen die technische und zivilrechtliche Einordnung, die einkommenssteuerliche Behandlung bei Gewinnen und Überschüssen, die umsatzsteuerliche Erfassung sowie erbschaftssteuerliche Aspekte.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen aus der etablierten steuerlichen Behandlung von Fremdwährungen hergeleitet werden kann.
Es handelt sich um eine juristische Ausarbeitung, die auf der Analyse aktueller Gesetzestexte, höchstrichterlicher Rechtsprechungen und der einschlägigen steuerrechtlichen Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Einkommensteuer (Gewinn- und Überschusseinkünfte), die umsatzsteuerliche Einordnung (Leistungsbegriff) sowie die Bewertung und Versteuerung im Erbschaftssteuerrecht.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Kryptowährungen, Einkommensteuer, Bilanzierung, Mining, Private Veräußerungsgeschäfte und Erbschaftsteuer definieren.
Mining wird je nach Umfang der Tätigkeit entweder als private Vermögensverwaltung oder als gewerbliche Tätigkeit eingestuft, wobei gewerbliches Mining häufiger bei regelmäßigen Investitionen in Hardware und Mining-Pools bejaht wird.
Die größte Herausforderung liegt im Fehlen einer gesetzlich festgelegten Methode zur Umrechnung in Euro zum Bilanzstichtag, da Kurse auf Handelsplattformen stark voneinander abweichen und volatil sind.
Weil das deutsche Steuerrecht eng mit dem zivilrechtlichen Geldbegriff verknüpft ist. Da Kryptowährungen zivilrechtlich nicht als Geld, sondern als sonstige Gegenstände oder immaterielle Güter gelten, unterscheiden sich die steuerlichen Folgen (z.B. bei der Bewertung oder Einnahmenermittlung) grundlegend.
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