Diplomarbeit, 2007
135 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Spagat zwischen der europäischen und regionalen Betrachtungsweise
2.1 Glokalisierung
2.2 Die regionale Dimension auf Europäischer Ebene
3 Innovationstheorie und Innovationsmodelle
3.1 Theorie der Innovation
3.1.1 Wissen, Lernen und Interaktion
3.2 Theorie der Innovationssysteme
3.2.1 Nationale Innovationssysteme
4 Regionale Innovationssysteme
4.1 Der Ursprung der RIS
4.2 Die Region als Betrachtungsebene
4.2.1 Regionalisierung
4.3 Rahmenbedingungen einer Region
4.4 Systembegriff
4.5 Konzept und Definitionsmerkmale der RIS
4.5.1 Akteure im RIS
4.5.2 Finanzen im RIS
4.5.2.1 Regionale Budgets
4.5.2.2 Finanzierung von Infrastruktur
4.5.3 Lernen im RIS
4.5.4 Netzwerke und Cluster
4.5.5 Politik im RIS
4.6 Modell nach Autio
4.7 Typisierung der RIS nach Cooke
4.8 Zwischenfazit
5 Forschungsrahmenprogramme der EU
5.1 Lissabon-Strategie und Europäische Forschungsraum
5.2 Die Forschungsrahmenprogramme
5.3 Fünftes Rahmenprogramm
5.3.1 Thematische Programme
5.3.2 Horizontale Programme
5.3.2.1 Sicherung der internationalen Stellung der Gemeinschaftsforschung
5.3.2.2 Förderung der Innovation und Einbeziehung von KMU
5.3.2.3 Ausbau des Potentials an Humanressourcen
5.4 Sechstes Rahmenprogramm
5.4.1 Spezielle Maßnahmen
5.4.2 Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums
5.4.2.1 Forschung und Innovation
5.4.2.2 Humanressourcen und Mobilität
5.4.2.3 Forschungsinfrastruktur
5.4.2.4 Wissenschaft und Gesellschaft
5.4.3 Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums
5.5 Siebtes Rahmenprogramm
5.5.1 Zusammenarbeit
5.5.2 Idee
5.5.3 Mensch
5.5.4 Kapazität
5.5.4.1 Forschungsinfrastruktur
5.5.4.2 KMU
5.5.4.3 Wissensorientierte Regionen
5.5.4.4 Forschungspotenzial
5.5.4.5 Wissenschaft und Gesellschaft
5.5.4.6 Internationale Zusammenarbeit
6 Ökonomische Analyse des siebten Rahmenprogramms
6.1 Datenbeschaffung und Problematik
6.2 Durchführung der ökonomischen Analyse
6.3 Netzwerkbeziehungen und räumliche Nähe
6.4 Humanressourcen
6.5 Unternehmensbeteiligung am Rahmenprogramm
6.6 Unterstützung der Regionen
6.7 Auswirkungen des Rahmenprogramms für Europa
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit führt eine ökonomische Analyse des siebten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union durch, indem sie dessen Ziele und Ergebnisse in den theoretischen Kontext der Regionalen Innovationssysteme (RIS) stellt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Parallelitäten zwischen den EU-Förderstrategien und den theoretischen Anforderungen regionaler Innovationssysteme bestehen und welchen ökonomischen Beitrag die Rahmenprogramme leisten können.
2.1 Glokalisierung
Dieser Abschnitt hat die „Glokalisierung“ zum Inhalt, d.h. wie Globalisierung und Regionalisierung in der heutigen Zeit parallel existieren. Die Auffassung, dass die Globalisierung der Märkte zur Wiederentdeckung der Regionen mit ihren wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungspotentialen führt, ist weit verbreitet. So räumt Schwarz (2001 : 21) mit dem Vorurteil auf, dass durch die Globalisierung die Regionen unter die Räder geraten. Als bekannten Werbespruch zitiert er „think global, act locally“.
Der Begriff Globalisierung stellt nach Schätzl (1999 : 97) „den Prozess der zunehmenden weltweiten Vernetzung ökonomischer Aktivitäten“ dar. Nuhn (1997) hebt hierbei als Globalisierungstendenzen das Handeln, die Finanzsysteme und die Produktion hervor. Die Entwicklung in ihrer bekannten Form wurde nach seiner Auffassung durch die technologische Innovation der Kommunikations- und Transportbereiche bereitet. Des Weiteren nennt er Liberalisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen der Wirtschaft und der institutionellen Rahmenbedingungen. Zur Globalisierung trugen auch private Wirtschaftsunternehmen bei, „die Produktion und Absatz im Weltmaßstab neu organisierten“ (Nuhn 1997 : 136). Genosko (1996) bezieht sich in seiner Auflistung der Ursachen, die zur Globalisierung führten, auf den politischen, sozioökonomischen und technologischen Wandel. Im ersten Punkt sorgen internationale Abkommen zu einem Hemmnissabbau im Handel und somit zu einem leichteren Austausch von Waren. Als Resultat wächst der Kapitaltransfer an, welcher wiederum auch durch internationale Abkommen liberalisiert und vereinfacht wird. Ein liberalisierter Kapitalmarkt fördert wiederum den Warenaustausch und die Investitionen.
1 Einleitung: Die Einleitung bettet die europäische Forschungspolitik in den historischen und globalen Kontext ein und erläutert den Ansatz der Arbeit, das siebte Forschungsrahmenprogramm ökonomisch unter Einbezug der RIS-Theorie zu analysieren.
2 Der Spagat zwischen der europäischen und regionalen Betrachtungsweise: Dieses Kapitel diskutiert das Konzept der "Glokalisierung" und erläutert, warum die supranationale EU-Ebene und die regionale Ebene für eine erfolgreiche Innovationspolitik synergetisch betrachtet werden müssen.
3 Innovationstheorie und Innovationsmodelle: Hier werden grundlegende Innovationstheorien, Modelle (linear vs. interaktiv) sowie die Konzepte nationaler und regionaler Innovationssysteme theoretisch fundiert.
4 Regionale Innovationssysteme: Dieses Kapitel vertieft das Konzept der RIS, beleuchtet die Definition der Region, die Bedeutung von institutionellen Rahmenbedingungen, Netzwerken, Clustern sowie die steuernde Rolle der Politik.
5 Forschungsrahmenprogramme der EU: Ein systematischer Überblick über die EU-Forschungsförderung von den Anfängen über das fünfte und sechste bis hin zum siebten Rahmenprogramm, wobei der Schwerpunkt auf den jeweils zugrunde liegenden Strategien wie dem Europäischen Forschungsraum liegt.
6 Ökonomische Analyse des siebten Rahmenprogramms: Der Hauptteil der Arbeit analysiert Daten zur KMU-Beteiligung, Netzwerkeffekten, Humanressourcen und der Additionalität der EU-Förderung und gleicht diese mit theoretischen Erkenntnissen ab.
7 Fazit und Ausblick: Abschließende Bewertung der Verknüpfung von europäischer Ebene und regionaler Innovationspolitik mit einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Regionale Innovationssysteme, Forschungsrahmenprogramm, Europäischer Forschungsraum, Wissensmanagement, Innovationstheorie, KMU-Förderung, Netzwerkbildung, Glokalisierung, Humankapital, Additionalität, Wissensspillovers, Innovationspolitik, EU-Technologiepolitik, Technologietransfer, Clusterentwicklung.
Die Arbeit analysiert ökonomisch das siebte Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. Dabei wird untersucht, wie sich EU-weite Fördermaßnahmen zu den theoretischen Grundlagen der Regionalen Innovationssysteme (RIS) verhalten.
Die zentralen Felder sind die Innovationsökonomie, die EU-Forschungs- und Technologiepolitik, die Struktur regionaler Innovationssysteme sowie die Rolle von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Netzwerken.
Das Ziel ist die ökonomische Analyse des siebten Rahmenprogramms, um zu ermitteln, ob und wie die EU-Strategien mit den Anforderungen und Erfolgsfaktoren regionaler Innovationssysteme korrespondieren und welchen Mehrwert die Förderung bietet.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse der RIS sowie auf einer empirischen Datenanalyse der EU-Rahmenprogramme. Hierbei werden statistische Berichte der EU, Eurostat-Daten und bestehende Evaluationsstudien (z.B. Assessment Reports) ausgewertet.
Im Hauptteil (Kapitel 6) erfolgt die ökonomische Analyse. Themen sind u.a. die Datenbeschaffung, Netzwerkbeziehungen, die Rolle der Humanressourcen, die Beteiligung von KMU sowie die Auswirkungen der Rahmenprogramme auf die europäischen Regionen.
Wichtige Begriffe sind Regionale Innovationssysteme (RIS), Forschungsrahmenprogramm, Additionalität, Innovationsnetzwerke, Wissensspillovers und KMU-Beteiligung.
KMU gelten als Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Die Arbeit beleuchtet, warum sie für den Innovationserfolg zentral sind und mit welchen Hürden (Bürokratie, Finanzierung) sie bei einer EU-Förderung konfrontiert sind.
Glokalisierung beschreibt die parallele Existenz von Globalisierungs- und Regionalisierungstendenzen. Die Arbeit nutzt diesen Begriff, um zu verdeutlichen, dass regionale Identität und Innovationsfähigkeit in einem globalen Wettbewerbsumfeld nicht untergehen, sondern als strategische Einheiten an Bedeutung gewinnen.
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