Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. David Chalmers
2.1.1. Definition von Bewusstsein
2.1.2. Zwei Konzepte des Bewussten
2.1.2.a. Dualismus des Mentalen
2.1.2.b. Zwei Probleme des Leib-Seelischen
2.1.2.c. Zwei Bewusstseins Konzepte
2.1.3. Supervenienz
2.1.3.a. Lokale Supervenienz
2.1.3.b. Globale Supervenienz
2.1.3.c. Logische Supervenienz
2.1.3.d. Natürliche (nomologische) Supervenienz
Exkurs: Physikalismus/Materialismus
2.1.3.e. Voraussetzung, dass der Physikalismus wahr ist
2.1.4. Reduktive Erklärungen in der Welt
2.1.5. Kann das Bewusstsein auf das Physikalische reduziert werden?
2.1.5.a. Die logische Möglichkeit von Zombies
2.1.5.b. Invertierte (Farb-) Spektren
2.1.5.c. Epistemische Asymmetrie
2.1.5.d. Wissen Argument – Gedankenexperiment Mary von Jackson (1982)
2.1.5.e. Fehlende Analysierbarkeit
2.1.6. Reduktive Erklärungen von Bewusstsein versagen
2.1.6.a. Neurobiologische Erklärungen
2.1.6.b. Wäre eine neue Physik eine Lösung?
2.1.6.c. Evolutionäre Erklärungen
2.1.7. Naturalistischer Dualismus
2.1.7.a. David Chalmers Argument, warum der Physikalismus/Materialismus falsch ist
2.1.7.b. Spezieller Eigenschaftsdualismus
2.1.7.c. Ist Chalmers Position epiphänomenalistisch und ist das ein Problem?
2.1.7.d. Positionen und Typen von Meinungen über bewusste Erfahrung
2.1.8. Phänomenale Urteile
2.1.8.a. Definition phänomenaler Urteile
2.1.8.b. Das Paradox phänomenaler Urteile
2.2. Daniel C. Dennetts Gegenposition zu Chalmers
2.2.1. Quining Qualia
2.2.2. Phänomenologie und Heterophänomenologie
2.2.2.a. Ein Besuch im phänomenologischen Garten
2.2.2.b. Heterophänomenologie
2.2.3. Mit Chalmers Zombie Argument kann man nichts zeigen
2.2.4. Gegen den Dualismus
2.2.5. Phänomenale Urteile
2.3. Eigene Ansichten über die Reduzierbarkeit des Bewusstseins
3. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage nach der Irreduzibilität des Bewusstseins, indem sie die theoretischen Positionen von David J. Chalmers und Daniel C. Dennett gegenüberstellt. Das primäre Ziel ist es, Chalmers Argumente gegen eine rein physikalistische Erklärung des Bewusstseins darzulegen, Dennetts reduktionistische Gegenposition kritisch zu analysieren und eine eigene Einschätzung zur Problematik der Bewusstseinsforschung zu formulieren.
2.1.1. Definition von Bewusstsein
Bewusstsein ist für David Chalmers einer der letzten, aber auch größten Rätsel der Menschheit. Es ist durchaus vorstellbar, dass das Bewusstsein von materiellen, den Gesetzen der Physik unterliegenden Dinge, wie dem Gehirn, erzeugt wird, es ist jedoch völlig unklar, wie dies geschehen kann, sodass selbst wenn wir ein detailliertes Wissen von der Funktionsweise des Gehirns und den neuronalen Korrelaten des Bewusstseins hätten, wir trotzdem nicht erklären könnten, wie und warum Menschen eine bewusste Erfahrung haben. Was versteht Chalmers unter Bewusstsein? Grundsätzlich sieht Chalmers Bewusstsein als einen primitiver Begriff, d.h. einen Begriff, wo es keinen Sinn mehr macht ihn weiter zu zerlegen, analog wie wir auch bei Begriffen wie Raum, Zeit oder Materie keine Grundlegendere finden können.
Wie Thomas Nagel in seinem berühmten Aufsatz „Wie es ist eine Fledermaus zu sein“ sagt, hat ein Organismus dann eine bewusste Erfahrung, wenn es sich für diesen irgendwie anfühlt, diese Erfahrung zu haben (What is it like to...). Und es ist diese bewusste Erfahrung, die Chalmers unter consciousness versteht, die bewusste Erfahrung aus der ersten Person oder auch die subjektive Qualität der Erfahrung, er beschreibt es so:
„[…] we can say that a mental state is conscious if it has a qualitative feel – an associated quality of experience. These qualitative feels are also known as phenomenal qualities, or qualia for short. The problem of explaining these phenomenal qualities is just the problem of explaining consciousness. This is the really hard part of the mind-body problem.”
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Bewusstseins als philosophisches Problem und Darstellung der Vorgehensweise bei der Untersuchung von Chalmers und Dennett.
2. Hauptteil: Detaillierte Analyse von Chalmers' naturalistischem Dualismus, seinen Argumenten für die Irreduzibilität des Bewusstseins, Dennetts eliminativistischer Gegenposition sowie eine eigene Stellungnahme des Autors.
3. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Reflexion über die Tragweite der Bewusstseinstheorien hinsichtlich des Leib-Seele-Problems.
Bewusstsein, Qualia, David Chalmers, Daniel Dennett, Physikalismus, Naturalistischer Dualismus, Hard Problem, Supervenienz, Zombieargument, Heterophänomenologie, Phänomenale Urteile, Bewusstseinsforschung, Mentale Zustände, Reduktionismus, Erkenntnistheorie
Die Arbeit untersucht, ob Bewusstsein auf rein physische Prozesse im Gehirn reduziert werden kann oder ob es fundamentale Aspekte gibt, die einer solchen Erklärung entgehen.
Im Fokus stehen das "harte Problem" des Bewusstseins, die Bedeutung von Qualia, die logische Supervenienz des Mentalen über dem Physischen sowie die Auseinandersetzung zwischen dualistischen und materialistischen Positionen.
Das Ziel ist die Darstellung und kritische Diskussion von David Chalmers These der Irreduzibilität des Bewusstseins im Kontrast zu Daniel C. Dennetts eliminativistischer Sichtweise.
Es handelt sich um eine analytische philosophische Arbeit, die primär auf der Interpretation und Diskussion zentraler Texte der Philosophie des Geistes (insb. Chalmers' "The Conscious Mind" und Dennetts "Consciousness Explained") basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Darlegung von Chalmers' Theorie (einschließlich Zombieargument und Supervenienz), eine Analyse von Dennetts Gegenposition und eine abschließende eigene Bewertung des Autors.
Wesentliche Begriffe sind Qualia, consciousness, awareness, Supervenienz, physikalisches Duplikat und die Unterscheidung zwischen phänomenalen und psychologischen Konzepten des Mentalen.
Chalmers argumentiert, dass die phänomenalen Eigenschaften des Bewusstseins nicht logisch aus physikalischen Tatsachen ableitbar sind, was er insbesondere durch die denkbare Existenz von physikalisch identischen, aber bewusstseinslosen "Zombies" begründet.
Dennett argumentiert, dass Qualia keine kausale Rolle spielen und wissenschaftlich nicht objektiv messbar sind; er betrachtet sie daher als Fiktion bzw. als eine Art "Benutzeroberfläche" des Gehirns.
Der Autor diskutiert kritisch den Panpsychismus als mögliche Erweiterung und reflektiert über die Grenzen naturalistischer Theorien, insbesondere im Hinblick auf Phänomene wie Nahtoderlebnisse.
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