Bachelorarbeit, 2007
63 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einleitende Worte
1.2 Begründung und Motivation zur Themenwahl
1.3 Fragestellung
1.4 Literaturlage
1.5 Methodischer Hinweis dieser Arbeit
2 Gesellschafts- und bildungstheoretische Aspekte
2.1 Gesellschaftliche Entwicklungen und demographischer Wandel
2.2 Veränderte gesetzliche Vorgaben in der Pflege
2.3 Paradigmenwechsel von Lernzielen zu Kompetenzen
2.3.1 Kompetenzen nach der KMK
2.3.2 Stufen der Kompetenzentwicklung nach Benner
2.4 Lernen im Wandel
3 Der Ansatz des situierten Lernens
3.1 Vorstellung und Prinzipien des situierten Lernens
3.2 Erkenntnistheoretische Grundlagen
3.2.1 Die Sichtweise von Lev S. Vygotskij
3.2.2 Die Sichtweise von John Dewey
3.2.3 Beiträge aus phänomenologischer Perspektive
3.3 Populäre Modelle des situierten Lernens
3.3.1 Der Anchored-Instruction-Ansatz
3.3.2 Der Cognitive-Apprenticeship-Ansatz
3.3.3 Die Cognitive-Flexibility-Theory
4 Der situierte Ansatz in der Pflegeausbildung
4.1 Die Relevanz des situierten Ansatzes in der Pflegeausbildung
4.2 Gestaltung des situierten Ansatzes in der Pflegeausbildung
5 Schlussbetrachtung
5.1 Kritische Würdigung des situierten Ansatzes in der Pflegeausbildung
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Konzepts des situierten Lernens für die Pflegeausbildung und bewertet, ob es als effektives Instrument zur Verbesserung der Theorie-Praxis-Verknüpfung sowie zur Förderung beruflicher Handlungskompetenz dienen kann.
3.1 Vorstellung und Prinzipien des situierten Lernens
Zahlreiche Lerntheorien versuchen seit dem letzten Jahrhundert zu deuten, wie menschliches Lernen funktioniert. Bei den meisten Theorien steht der Mensch als lernendes Individuum im Mittelpunkt. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen des Lernens zu analysieren. Eine der Theorien, die den sozialen Aspekt des Lernens beleuchtet, ist das situierte Lernen109. Das situierte Lernen ist keinesfalls revolutionär, es entstand vielmehr im Rahmen philosophischer Überlegungen und kann keinesfalls als neue Lerntheorie bezeichnet werden, sondern eher als Ansatz des Lernens in einer adäquaten Lernumgebung.
In den USA gewinnt der situierte Ansatz in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zunehmend an schulpädagogischer Bedeutung. Etwa zehn Jahre später wurde er in Deutschland von der Berufspädagogik und der Weiterbildungsforschung vereinzelt aufgegriffen110. Im traditionellen Unterricht wird zwar teilweise effektiv gelernt, das Problem besteht jedoch in der Anwendung des „trägen Wissens“ auf Situationen. Nun sollte erreicht werden, dass Wissen flexibel, verfügbar und intelligent111 wird, die Lernenden sollen mit diesem Wissen anstehende Probleme lösen können, um somit die nötige Handlungskompetenz zu erwerben.
„Im Mittelpunkt des Situiertheitsansatzes steht die transaktionale Sichtweise, die Wechselwirkung zwischen Individuen und Gruppen, die Bedeutung von Partizipationen und Aktivitätspotential von Lernumgebungen, eingebunden in soziokulturelle Kontexte, in den Vordergrund gerückt.“112 Demnach steht bei dem situierten Lernen gegenwärtig nicht das individuelle Lernen des einzelnen Menschen, sondern vielmehr der soziale Lernkontext im Mittelpunkt. Nun sollen die Lernenden ihr Wissen selbst konstruieren113.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik der Theorie-Praxis-Kluft in der Pflegeausbildung und führt in den situierten Ansatz als möglichen Lösungsansatz ein.
2 Gesellschafts- und bildungstheoretische Aspekte: Dieses Kapitel thematisiert den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf die pflegeberufliche Bildung, inklusive der neuen gesetzlichen Anforderungen und Kompetenzmodelle.
3 Der Ansatz des situierten Lernens: Hier werden die theoretischen Fundamente und erkenntnistheoretischen Grundlagen des situierten Lernens sowie prominente Lernmodelle detailliert vorgestellt.
4 Der situierte Ansatz in der Pflegeausbildung: Das Kapitel diskutiert die spezifische Anwendung und notwendige didaktische Gestaltung des situierten Lernens im pflegepädagogischen Kontext.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt den Ansatz kritisch unter Berücksichtigung von Ressourcen und Rahmenbedingungen und gibt einen Ausblick.
Situierte Lernen, Pflegeausbildung, Theorie-Praxis-Transfer, Handlungskompetenz, Konstruktivismus, Pflegepraxis, Kompetenzentwicklung, Modelllernen, Pflegedidaktik, Wissenstransfer, Reflexion, Pflegepädagogik, Unterrichtsgestaltung, soziale Kontexte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Ansatz des situierten Lernens und dessen Potenzial, die Theorie-Praxis-Verknüpfung in der pflegeberuflichen Ausbildung zu verbessern.
Zu den zentralen Themen gehören bildungstheoretische Aspekte, der Wandel von Lernzielen zu Kompetenzen, erkenntnistheoretische Fundamente sowie spezifische Modelle wie "Anchored Instruction" und "Cognitive Apprenticeship".
Die zentrale Fragestellung ist, ob der situierte Ansatz für die Pflegeausbildung relevant ist und als sinnvolle Methode zur Gestaltung moderner Lehr-Lernarrangements dienen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse pädagogischer Modelle basiert.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die praktische Implementierung des situierten Lernens in der Pflege.
Die Arbeit ist insbesondere geprägt durch Begriffe wie situierte Kognition, Handlungskompetenz, Theorie-Praxis-Transfer und Pflegepädagogik.
Das Stufenmodell von Benner dient als Grundlage, um den Kompetenzerwerb von Pflegeschülern zu verstehen und diesen gezielt durch situierte Lernmodelle zu unterstützen.
Reflexion wird als unabkömmlicher Bestandteil betrachtet, um aus pflegerischen Erfahrungen zu lernen und die Qualität des professionellen Handelns kontinuierlich zu sichern.
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