Diplomarbeit, 2009
74 Seiten, Note: 2,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einleitung
B. Verfassungsmäßigkeit des Squeeze out
I. Eingriff in das grundrechtlich geschützte Aktieneigentum
II. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
III. Verhältnismäßigkeit des Grundrechtseingriffs
IV. Ergebnis
C. Voraussetzungen für das Verlangen des Hauptaktionärs gem. § 327a Abs. 1 S. 1 AktG
I. Rechtsform der Gesellschaft
II. Beteiligung des Hauptaktionärs
1. Rechtsform des Hauptaktionärs
2. Eigentümerstellung des Hauptaktionärs
3. Zurechnung gem. § 327a Abs. 2 AktG i.V.m. § 16 Abs. 4 AktG
4. Maßgeblicher Zeitpunkt und Dauerhaftigkeit der Beteiligung
III. Formelle Voraussetzungen
D. Die Barabfindung, ihre Gewährleistung und Prüfung
I. Barabfindung
1. Verpflichteter
2. Berechtigte
3. Höhe
a) Ermittlung der angemessenen Höhe
b) Relevanter Bewertungszeitraum
II. Gewährleistung durch Kreditinstitut
1. Umfang
2. Ausgestaltungsmöglichkeiten
III. Prüfungspflicht
1. Prüferauswahl
2. Prüfungsumfang
3. Parallelprüfung
E. A-priori-Minderheitenschutz durch Informationsrechte und Beschlussfassung
I. Übertragungsbericht
1. Berichtsverpflichteter
2. Umfang der Berichtspflicht
II. Auslage von Unterlagen
III. Erläuterungen und Auskunftsrechte in der Hauptversammlung
IV. Hauptversammlungsbeschluss
1. Erforderliche Mehrheit
2. Kein Stimm- und Sonderbeschlussrecht der Vorzugsaktionäre
F. A-posteriori-Minderheitenschutz, insbesondere Rechtsschutzmöglichkeiten
I. Handelsregistereintragung, Negativerklärung und Registersperre
II. Nichtigkeitsklage
III. Anfechtungsklage
1. Anfechtungsbefugnis
2. Denkbare Anfechtungsgründe
a) Inhaltliche Mängel
aa) Erfordernis der sachlichen Rechtfertigung
bb) Verstöße gegen Einzelnormen
b) Verfahrensmängel
aa) Verfahrensmängel im Zusammenhang mit der Hauptversammlung
bb) Abfindungswertbezogene Informationsmängel
IV. Unbedenklichkeitsverfahren
1. Einleitung des Verfahrens
2. Voraussetzungen eines Unbedenklichkeitsbeschlusses
a) Unzulässigkeit der Klage
b) Offensichtliche Unbegründetheit der Klage
c) Interessenabwägung
V. Wirkungen der Handelsregistereintragung und ihrer Bekanntmachung
1. Übergang der Aktien auf den Hauptaktionär
2. Beginn der Verzinsung gem. § 327b Abs. 2, 1. Hs. AktG
VI. Spruchverfahren
G. Zusammenfassung
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den aktienrechtlichen Squeeze-out (§§ 327a ff. AktG) in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die in der Rechtsprechung intensiv behandelten Zweifelsfragen bei der Durchführung, dem Minderheitenschutz und den prozessualen Rechtsschutzmöglichkeiten.
I. Eingriff in das grundrechtlich geschützte Aktieneigentum
Die Rechtsposition aller Aktieneigentümer ist ungeachtet ihrer Beteiligungshöhe durch Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG geschützt. Dieser Schutz umfasst einerseits die vermögensrechtliche Komponente des Aktieneigentums wie z.B. Dividendenansprüche. Andererseits sind auch die durch die Aktien vermittelten Verwaltungsbefugnisse vom Schutzbereich des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG umfasst. Durch den Squeeze out verlieren die Minderheitsaktionäre unfreiwillig ihr Aktieneigentum. Dieser Rechtsverlust ist demnach als Eingriff in den Schutzbereich des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG zu qualifizieren.
A. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Beweggründe für die Einführung des Squeeze-out im deutschen Aktienrecht zur Effizienzsteigerung und zur Beseitigung von Missbrauchspotenzial bei Minderheitsaktionären.
B. Verfassungsmäßigkeit des Squeeze out: Es wird dargelegt, dass der Zwangsausschluss verfassungsrechtlich als Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums (Art. 14 GG) zulässig ist, sofern eine angemessene wirtschaftliche Entschädigung erfolgt.
C. Voraussetzungen für das Verlangen des Hauptaktionärs gem. § 327a Abs. 1 S. 1 AktG: Das Kapitel analysiert die Anforderungen an die Rechtsform, die notwendige 95%-Beteiligung sowie die Problematik der Zurechnung von Anteilen und den maßgeblichen Zeitpunkt.
D. Die Barabfindung, ihre Gewährleistung und Prüfung: Dieses Kapitel widmet sich der Bestimmung der angemessenen Abfindungshöhe, der Sicherung durch Kreditinstitute sowie den Anforderungen an den gerichtlich bestellten Prüfer.
E. A-priori-Minderheitenschutz durch Informationsrechte und Beschlussfassung: Der Fokus liegt hier auf den Informationsrechten wie dem Übertragungsbericht und der Auslage von Unterlagen vor der Hauptversammlung.
F. A-posteriori-Minderheitenschutz, insbesondere Rechtsschutzmöglichkeiten: Hier werden die prozessualen Möglichkeiten wie Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen, das Unbedenklichkeitsverfahren und das Spruchverfahren zur Überprüfung der Abfindung detailliert untersucht.
G. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Auslegung der Zweifelsfragen durch Gesetz und Rechtsprechung zusammen.
Squeeze-out, Aktiengesetz, Aktieneigentum, Minderheitenschutz, Barabfindung, Hauptaktionär, Verfassungsrecht, Anfechtungsklage, Spruchverfahren, Unternehmensrecht, Aktien, Kapitalmehrheit, Unbedenklichkeitsverfahren, Informationsrechte, Rechtsmissbrauch.
Die Diplomarbeit behandelt das Instrument des Squeeze-out gem. §§ 327a ff. AktG und analysiert dabei insbesondere die in der Rechtsprechung kontrovers diskutierten Zweifelsfragen.
Die Arbeit fokussiert auf die Verfassungsmäßigkeit, die materiellen Voraussetzungen des Ausschlusses, die Bestimmung und Prüfung der Barabfindung sowie die Rechtsschutzmöglichkeiten für Minderheitsaktionäre.
Das Ziel ist eine fundierte wissenschaftliche Untersuchung der in der Praxis relevantesten Fragen zum Squeeze-out, um den Anwendern bei der Umsetzung dieser Strukturmaßnahme Rechtssicherheit zu bieten.
Die Arbeit nutzt die klassische juristische Auslegungsmethode, bestehend aus Wortlautanalyse, systematischer Auslegung, historischer Auslegung und teleologischer Auslegung unter Einbeziehung aktueller obergerichtlicher Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der verfassungsrechtlichen Rechtfertigung, die detaillierte Analyse der Voraussetzungen für den Hauptaktionär, die Ausgestaltung der Barabfindung und die umfassende Darstellung der Minderheitenschutzmechanismen (vor und nach Beschlussfassung).
Kernbegriffe sind Squeeze-out, Barabfindung, Minderheitenschutz, Anfechtungsklage, Hauptaktionär und die entsprechende aktienrechtliche Auslegung der §§ 327a ff. AktG.
Die Arbeit erklärt, dass eine Zurechnung von Anteilen Dritter, von denen der Hauptaktionär abhängig ist, zur Erreichung der 95%-Schwelle ausreicht, wobei keine 100%-ige Beteiligung an diesem Dritten erforderlich ist.
Ja, die Arbeit gelangt zum Ergebnis, dass parallele Prüfungen (durch den gerichtlich bestellten Prüfer und den vom Hauptaktionär beauftragten Prüfer) mit dem Gesetz und dem Schutzzweck für die Minderheit vereinbar sind.
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