Diplomarbeit, 2008
136 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung
1.2 Ziele und Struktur
2 Hintergründe
2.1 Beispiel
2.2 Ausfallartenanalyse
2.2.1 Induktive Ausfallartenanalyse: FMEA, FMECA, ETA
2.2.2 Deduktive Ausfallartenanalyse: FTA
2.3 Systemzustandsanalyse
2.4 Ausfallratenanalyse
3 Mathematische Grundlagen
3.1 Statistische Beschreibung der Zuverlässigkeit
3.2 Verteilungsfunktionen
3.2.1 Exponentialverteilung
3.2.2 Weibullverteilung
3.2.3 Normalverteilung
3.2.4 Log-Normal-Verteilung
3.3 Von der Komponenten- zur Systemzuverlässigkeit
3.3.1 Serienschaltung
3.3.2 Parallelschaltung
3.3.3 Heiße, warme und kalte Redundanz
3.3.4 Weitere redundante Elementanordnungen
4 Die Komponentenausfallrate
4.1 Typische Modellannahmen
4.1.1 Die konstante Ausfallrate
4.1.2 Allgemeiner Modellaufbau
4.1.3 Darstellungsweisen der Ausfallrate
4.2 Gewinnung von Daten zur Zuverlässigkeitsmodellierung
4.2.1 Auswertung von Feld- oder Testdaten
4.2.2 Physikalisch motivierte Parametrisierung des Ausfallverhaltens
4.2.3 Bestimmung der Variablen
4.2.4 Korrelationsanalysen
4.3 Einfache Regressionsanalysen
4.3.1 Qualitative Faktoren
4.3.2 Quantitative Faktoren
4.3.3 Anwendung der Korrelationsanalyse
4.3.4 Lineare Regressionsanalyse
4.3.5 Temperaturabhängigkeit
4.3.6 Arrhenius-Funktion zur Beschreibung der Temperaturabhängigkeit
4.4 Multiple Regressionsanalyse
4.4.1 Anwendung auf multiplikative Ausfallratenmodelle
4.4.2 Anwendungsbeispiel
4.4.3 Auswertung des Beispiels
4.5 Anwendungsgebiete der Standards
5 Multiplikative Modelle
5.1 MIL-HDBK-217F (Notice 2)
5.1.1 Modellaufbau
5.1.2 Berücksichtigung mechanischer Belastung
5.2 SAE (PREL 5.0)
5.2.1 Modellaufbau
5.2.2 Berücksichtigung mechanischer Belastung
5.3 Telcordia (SR-332)
5.3.1 Modellaufbau
5.3.2 Berücksichtigung mechanischer Belastung
5.3.3 Kritikpunkte
5.4 CNET (RDF 2000/UTE C80-810/IEC 62380)
5.4.1 Entwicklungsgeschichte, Komponentengruppen, Einflussgrößen
5.4.2 Modellaufbau
5.4.3 Diskussion und Kritikpunkte
5.5 BT (HRD5) und Italtel (IRPH)
5.6 Weitere Standards
6 Additive Modelle
6.1 217PLUS
6.1.1 Zur Entwicklungsgeschichte
6.1.2 Die Methodik
6.1.3 Das Komponentenmodell
6.1.4 Das Systemmodell
6.1.5 Berechnung der Vibrationsbelastung
6.1.6 Deutung und Interpretation des Einflusses mechanischer Belastung
6.1.7 Kritikpunkte
6.2 FIDES
6.2.1 Hintergrund
6.2.2 Vorgehensweise
6.2.3 Physikalische Ausfallrate eines Bauteils
6.2.4 Die Berücksichtigung mechanischer Belastung
6.2.5 Kritikpunkte
7 Vergleich
7.1 Geschichtliche Hintergründe
7.2 Erfahrungsberichte zu modernen Standards
7.3 Vergleich anhand eines Beispiels
7.4 Software zur Zuverlässigkeitsvorhersage
7.5 Charakteristische Eigenschaften der beschriebenen Standards
8 Zusammenfassung und Ausblick
8.1 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
8.2 Ausblick
9 Anhang
9.1 Methode I des Telcordia SR-332 Standards
9.2 Methode II des Telcordia SR-332 Standards
9.3 Methode III des Telcordia SR-332 Standards
9.4 Die Berechnung der Ausfallrate eines Mikroschaltkreises nach RDF2000/IEC62380 (TR-62380, 2004)
9.5 Die Berechnung der Ausfallrate von bestückten Leiterplatinen nach RDF2000/IEC62380 (TR-62380, 2004)
9.6 Auszüge aus dem Standard 217Plus
9.7 Auszüge aus dem Standard FIDES
9.8 Softwarelösungen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, verschiedene Verfahren zur Zuverlässigkeitsvorhersage elektronischer Komponenten systematisch darzustellen und hinsichtlich ihrer Berücksichtigung externer Einflüsse – insbesondere mechanischer Belastungen wie Vibrationen und Stöße – zu bewerten und zu vergleichen.
4.1.1 Die konstante Ausfallrate
Die konstante Ausfallrate entspricht einer exponentiell verteilten Ausfallwahrscheinlichkeit, siehe Abbildung 3.1..Dies ist eine stark vereinfachende Annahme, denn: «Aus Lebensdauertest und Ausfällen im Feld lässt sich häufig ein bestimmtes zeitliches Verhalten der Ausfallrate ermitteln. Das grundlegende Schema stellt die sogenannte „Badewannenkurve“ dar» (Meyna & Pauli, 2003).
Beschrieben werden kann dieser Verlauf beispielsweise durch die Addition zweier Weibullverteilungen mit den Parametern b1 = 0,5 , b2 = 5 und T = 1, siehe Abbildung 4.1.
Birolini (1991) teilt die Badewannenkurve in drei Bereiche auf:
- Bereich I: Phase der Frühausfälle (Frühausfallphase, burn in-Phase): λ(t) nimmt rasch ab. Ausfälle in dieser Phase lassen sich in der Regel auf Materialschwächen, Qualitätsschwankungen in der Fertigung oder Anwendungsfehler (Dimensionierung, Prüfung, Bedienung usw.) zurückführen.
- Bereich II: Phase der Ausfälle mit konstanter Ausfallrate: λ(t) ist näherungsweise konstant und gleich λ. In dieser Phase treten die Ausfälle meistens plötzlich und rein zufällig auf.
- Bereich III: Phase der Verschleißausfälle (Spätausfallphase): λ(t) steigt mit zunehmender Betriebszeit immer schneller an. Ausfälle in dieser Phase sind auf Alterung, Abnützung, Ermüdung usw. zurückzuführen.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der Zuverlässigkeitsvorhersage und Definition der Ziele sowie der Struktur der Diplomarbeit.
2 Hintergründe: Einordnung der Zuverlässigkeitsvorhersage in den Kontext technischer Risikoanalysen und Vorstellung gängiger Analyseformen.
3 Mathematische Grundlagen: Erläuterung der für die Arbeit notwendigen statistischen Definitionen, Verteilungsfunktionen und Systemkonfigurationen.
4 Die Komponentenausfallrate: Beschreibung der Modellannahmen, Datenquellen und statistischen Methoden (Regressionsanalysen) zur Bestimmung von Ausfallraten.
5 Multiplikative Modelle: Detaillierte Darstellung klassischer Standards wie MIL-HDBK-217F, Telcordia SR-332 und RDF2000, die auf multiplikativen Modellen basieren.
6 Additive Modelle: Vorstellung modernerer Ansätze wie 217PLUS und FIDES, die sich durch einen additiven Modellaufbau auszeichnen.
7 Vergleich: Vergleichende Analyse der verschiedenen Standards anhand von Praxisbeispielen, Erfahrungsberichten und Softwareanwendungen.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen im Bereich der Zuverlässigkeitsmodellierung.
Zuverlässigkeitsvorhersage, elektronische Komponenten, Ausfallrate, mechanische Belastung, Vibrationsbelastung, MIL-HDBK-217F, 217Plus, FIDES, statistische Methoden, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, Systemzuverlässigkeit, Qualitätsfaktoren, Umwelteinflüsse, Standardisierung.
Die Arbeit untersucht Methoden zur Vorhersage der Zuverlässigkeit elektronischer Komponenten, insbesondere im Hinblick auf deren Verhalten unter mechanischer Belastung (wie Vibrationen oder Stöße).
Die Untersuchung deckt die mathematischen Grundlagen, die Beschreibung von Ausfallraten durch verschiedene Standards (multiplikative und additive Modelle) sowie die praktische Anwendung dieser Standards in der Industrie ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche internationale Standards mechanische Einflüsse bei der Berechnung der Zuverlässigkeit berücksichtigen, und ihre Eignung für sicherheitskritische Anwendungen zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der Handbücher sowie statistische Methoden wie einfache und multiple Regressionsanalysen, um Zusammenhänge zwischen Umgebungsparametern und Ausfallraten zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematischen Grundlagen, die methodische Herleitung der Komponentenausfallrate sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Diskussion multiplikativer und additiver Standards.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Zuverlässigkeitsvorhersage, Ausfallratenmodelle (multiplikativ/additiv), mechanische Belastung und Prozessfaktoren definiert.
Multiplikative Modelle (wie MIL-HDBK-217) basieren primär auf der Multiplikation von Einflussfaktoren, während additive Modelle (wie FIDES oder 217Plus) auch additive Anteile verwenden, um beispielsweise prozessbedingte Fehlerursachen besser abzubilden.
Die Arbeit zeigt, dass die meisten klassischen Standards mechanische Belastung nur sehr grob über allgemeine Umweltfaktoren berücksichtigen, während modernere Standards (FIDES) versuchen, diese über spezifische physikalische Modelle detaillierter zu erfassen.
Softwareprogramme wie Reliability Workbench oder RAM-Commander sind essenziell, um komplexe Modellberechnungen nach den verschiedenen Standards effizient durchzuführen, wobei die Qualität der Ergebnisse stark von der Genauigkeit der Eingabedaten abhängt.
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