Bachelorarbeit, 2022
91 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Ziel
2 Die Posttraumatische Belastungsstörung
2.1 Geschichte der Diagnose von PTBS
2.2 Klassifikation von Traumata
2.3 Die Entstehung der PTBS
2.4 Symptome
2.5 Diagnostik
2.6 Komorbiditäten
2.7 Verlauf einer PTBS
2.8 Epidemiologie
3 Die PTBS bei Soldat:innen der Bundeswehr
3.1 Prävalenz von PTBS in der Bundeswehr
3.2 Ursachen für Traumatisierungen bei Soldat:innen in Auslandseinsätzen
3.2.1 Belastungsfaktoren in Auslandseinsätzen
3.2.2 Ressourcenverluste
4 Strategien zur Traumabewältigung
4.1 Akutinterventionen nach einer Traumatisierung
4.1.1 Therapiemethoden
4.1.2 Traumapädagogik
4.2 Versorgungsstrukturen der Bundeswehr
4.2.1 Rechtsstellung der Soldat:innen
4.2.2 Prävention durch CISM
4.2.3 Behandlung von PTBS in der Bundeswehr
4.3 Angebote der Bundeswehr zur Traumabewältigung
5 Fazit
5.1 Persönliches Fazit
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Entstehung, Diagnostik und den Versorgungsstrukturen der Bundeswehr zu analysieren und kritisch zu bewerten, um Verbesserungspotenziale für die psychische Gesundheitsversorgung aufzuzeigen.
2.1 Geschichte der Diagnose von PTBS
Die ersten Ansätze zur heutigen Beschreibung der Posttraumatischen Störung stehen im Zusammenhang mit der Einführung der Eisenbahn. Die am Ende des 19. Jahrhunderts eingeführte Eisenbahn etablierte sich zwar zu einem Massentransportmittel, führte aber auch zu häufigen Bahnunfällen. Infolge dieser Unfälle wurde festgestellt, dass die Betroffenen nicht nur unter physischen, sondern auch unter psychischen Folgen wie z.B. Lähmungen, Gedächtnisdefiziten, Verwirrung oder Arbeitsunfähigkeit zu litten schienen (vgl. Löwe et al. 2006: 183).
Der Londoner Chirurg, John Eric Erichsen, stellte in diesem Zusammenhang als erster eine ätiologische Konzeption auf. Er vertrat die These, dass die aufgetretenen psychischen Symptome eine Konsequenz der Erschütterung des Rückenmarks seien, da es durch diese zu molekularen Veränderungen gekommen sei (vgl. ebd.). Die psychischen Folgen nach Eisenbahnunfällen wurden aufgrund dieser Annahme daher „railway spine syndrome“ genannt (vgl. Maecker 2009: 14). Die These von Erichsen stieß bei anderen einflussreichen Medizinern auf Kritik.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der PTBS im militärischen Kontext und definiert das Ziel der literaturbasierten Übersichtsarbeit sowie die Motivation der Verfasserin.
2 Die Posttraumatische Belastungsstörung: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung der Diagnose, den Klassifikationen, der Entstehung, Symptomatik sowie der Diagnostik und Epidemiologie der PTBS.
3 Die PTBS bei Soldat:innen der Bundeswehr: Hier wird die Prävalenz innerhalb der Bundeswehr dargestellt und die spezifischen Belastungsfaktoren sowie Ressourcenverluste bei Auslandseinsätzen anhand von Modellen analysiert.
4 Strategien zur Traumabewältigung: Es werden gängige Akutinterventionen, Therapiemethoden und traumapädagogische Ansätze vorgestellt sowie die existierenden Versorgungsstrukturen der Bundeswehr bewertet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert abschließend die Notwendigkeit zur Optimierung der medizinischen und sozialen Betreuung einsatzgeschädigter Soldat:innen.
Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Bundeswehr, Auslandseinsatz, Trauma, Traumapädagogik, CISM, psychische Gesundheit, Versorgungsstrukturen, Diagnostik, Stress, Resilienz, Prävention, Einsatzsoldaten, Traumatherapie.
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Soldat:innen der Bundeswehr, insbesondere nach traumatischen Erlebnissen in Auslandseinsätzen.
Die Schwerpunkte liegen auf den wissenschaftlichen Grundlagen der PTBS, den spezifischen militärischen Belastungsfaktoren, den Bewältigungsstrategien und den Versorgungsangeboten der Bundeswehr.
Das Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur PTBS-Versorgung zu sichten und die Maßnahmen der Bundeswehr auf Basis dieser Standards kritisch zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Übersichtsarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und fachliche Standards zum Thema PTBS auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der PTBS, die spezifischen Herausforderungen im Dienst der Bundeswehr und eine detaillierte Prüfung der Traumabewältigungsstrategien und Versorgungsstrukturen.
PTBS, Bundeswehr, Auslandseinsatz, Trauma, Traumapädagogik, CISM und psychische Gesundheit sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit stellt dar, dass die Prävalenzraten bei der Bundeswehr niedriger ausfallen als bei US-amerikanischen oder britischen Einheiten, was unter anderem auf unterschiedliche Ausbildungs- und Einsatzbedingungen zurückgeführt wird.
Die Autorin kritisiert insbesondere das Debriefing-Verfahren, da eine Konfrontation mit dem Trauma kurz nach dem Ereignis retraumatisierend wirken kann.
Sie wird als essenzielle Ergänzung zur klassischen Traumatherapie hervorgehoben, die auf die Verbesserung der Lebensumstände und die Ressourcenaktivierung abzielt.
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