Examensarbeit, 1999
60 Seiten, Note: 3
1. Einleitung: Intention und Struktur der Arbeit
2. Zur politischen Karikatur
2.1 Definition, Geschichte und Stilmittel der Karikatur
2.2 Politische Karikaturen in der Unterrichtspraxis
3. Unterrichtsvoraussetzungen
3.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen: Charakteristika der Klasse
3.2 Spezielle Unterrichtsvoraussetzungen: Rahmenbedingungen und Vorerfahrungen der Klasse
4. Planung der Unterrichtsreihe
4.1 Didaktisch-methodische Entscheidungen
4.1.1 Rahmenplanbezug
4.1.2 Entscheidungen zum methodischen Schwerpunkt
4.1.3 Konsequenzen aus den Unterrichtsvoraussetzungen
4.2 Synopse der Unterrichtsreihe und Lernziele
5. Darstellung ausgewählter Stunden
5.1 2. Stunde der Unterrichtseinheit (Didaktisch-methodische Überlegungen, Lernziele, Kurzübersicht, Durchführung und Analyse, Karikaturen)
5.2 5. Stunde der Unterrichtseinheit (Didaktisch-methodische Überlegungen, Lernziele, Kurzübersicht, Durchführung und Analyse, Karikaturen)
5.3 7. Stunde der Unterrichtseinheit (Didaktisch-methodische Überlegungen, Lernziele, Kurzübersicht, Durchführung und Analyse, Karikaturen)
6. Gesamtreflexion
6.1 Folgen des Einsatzes von Karikaturen
6.2 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Planung, Durchführung und Wirkungsanalyse des Einsatzes von Karikaturen als schüleraktivierendes Medium im Sozialkundeunterricht einer 8. Klasse. Ziel ist es, den oft als trocken empfundenen Lernstoff durch die intrinsisch motivierende Kraft der Karikatur interessanter zu gestalten und die Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Geschehnissen zu befähigen.
2.1. Definition, Geschichte und Stilmittel der Karikatur
Unbestritten kommt der Karikatur heute eine herausragende Stellung innerhalb der modernen Medienwelt zu. Ausstellungen, Buchveröffentlichungen, Flugblätter, Magazine und Broschüren, satirische Zeitschriften, selbst seriöse Geschichtswerke mit Hunderten von karikierenden Darstellungen aus der Neuzeit zeugen davon (siehe mit Quellenangaben MARIENFELD 1990a, 13). Sie ist auch im Fernsehen, u.a. in politischen Magazinen, weit verbreitet und hat sich nach Ansicht UPPENDAHLs „zunehmend zum geheimen Lehrmeister der Nation“ entwickelt (1980, 74). Entscheidend für die alltägliche Konfrontation mit Karikaturen sind die Tageszeitungen, von welchen kaum eine darauf verzichtet, das politische Tagesgeschehen an exponierter und feststehender Stelle zu karikieren. Es ist heutzutage - auch für die Schüler - kaum möglich, nicht mit Karikaturen konfrontiert zu werden (siehe LOCH; GÖRRES 1985, 12).
Was sind Karikaturen (italienisch caricare = beladen, überladen) nun genau? Die gesichteten Texte bieten eine Vielzahl von Definitionsversuchen und Erklärungen, von denen einige eher die gesellschaftskritische, auch gesellschaftsverändernde Absicht in den Vordergrund stellen (z.B. ROTH 1990, 534f.). Andere heben mehr auf die historischen Vorgänger und Entwicklungen ab (z.B. MARIENFELD 1990a, 13ff.), berücksichtigen dabei die begriffliche Entwicklung (z.B. GRÜNEWALD 1979, 10ff.) oder beziehen die künstlerisch-ästhetischen Aspekte stärker ein (z.B. UPPENDAHL 1985, 459ff. u. 1979, 8ff.). Eine abschließende, eindeutige Definition der Karikatur hat es nach GRÜNEWALD (1979, 14) bislang nicht gegeben.
1. Einleitung: Intention und Struktur der Arbeit: Diese Einführung erläutert das Ziel, Karikaturen als motivierendes Medium im Sozialkundeunterricht zu erproben und deren Wirkung auf die Schüler zu untersuchen.
2. Zur politischen Karikatur: Hier werden Definitionen, die geschichtliche Entwicklung und didaktische Positionen zum Einsatz von Karikaturen im Unterricht umfassend dargelegt.
3. Unterrichtsvoraussetzungen: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Lernbedingungen, die soziale Zusammensetzung der Klasse 8.1 und deren Vorerfahrungen mit dem Medium Karikatur.
4. Planung der Unterrichtsreihe: Es werden didaktisch-methodische Entscheidungen getroffen, ein Interpretationsschema entwickelt und die synoptische Übersicht der geplanten Stunden vorgestellt.
5. Darstellung ausgewählter Stunden: Dieser Abschnitt dokumentiert exemplarisch drei Unterrichtsstunden durch Planung, Durchführung und Analyse der Lernprozesse.
6. Gesamtreflexion: Das abschließende Kapitel bewertet den Erfolg der Unterrichtsreihe, reflektiert die Wirkungsanalyse und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit mit Karikaturen.
Sozialkundeunterricht, Politische Karikatur, Didaktik, Entdeckendes Lernen, Motivationsförderung, Medienkompetenz, Interpretationsmethode, Staats- und Verfassungsordnung, Unterrichtsplanung, Schüleraktivierung, Medienkritik, Politische Bildung, Demokratieerziehung, Interpretationsraster, Wirkungsanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Planung und wissenschaftlichen Wirkungsanalyse des Einsatzes von politischen Karikaturen im Sozialkundeunterricht einer 8. Klasse an einem Gymnasium.
Die Arbeit verknüpft fachdidaktische Überlegungen zum Medium Karikatur mit der praktischen Umsetzung innerhalb der Unterrichtseinheit „Grundlagen unserer Staats- und Verfassungsordnung“.
Das Ziel besteht darin, die intrinsisch motivierende und schüleraktivierende Wirkung der Karikatur zu untersuchen und zu prüfen, ob sie den Stoff interessanter und merkfähiger gestaltet.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Literaturrecherche, der Planung und Durchführung einer Unterrichtsreihe sowie einer anschließenden empirischen Auswertung mittels Fragebögen und Lernerfolgskontrollen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Ausgangslage, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe sowie die ausführliche Analyse ausgewählter Unterrichtsstunden.
Wichtige Begriffe sind Sozialkundeunterricht, Politische Karikatur, Didaktik, Entdeckendes Lernen, Motivationsförderung und Medienkompetenz.
Schüler dieser Altersstufe verfügen meist noch nicht über die notwendigen Fertigkeiten zur Decodierung der komplexen Symbolik und müssen daher erst durch ein gezieltes Methodentraining an die Analyse herangeführt werden.
Die Arbeit betont, dass Karikaturen als tagesaktuelle Medien besonders dann wirksam sind, wenn sie mit aktuellen politischen Ereignissen – wie etwa einer Bundestagswahl – verknüpft werden, um den Stoff relevanter zu machen.
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