Bachelorarbeit, 2007
49 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert die Tagelieder von Wolfram von Eschenbach und dem Marner, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Form und Intention aufzuzeigen. Es werden ausgewählte Lieder beider Autoren hinsichtlich ihrer formalen Struktur und ihrer Bedeutung untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage nach einer einheitlichen Form des Tageliedes und nach charakteristischen Abweichungen in der Aussage der Lieder. Die Rolle des Wächters und die These von Wolframs Einfluss auf das Genre werden ebenfalls beleuchtet.
Die Einleitung beschreibt den Gegenstand der Arbeit und die Forschungsfragen. Das Kapitel Das mittelhochdeutsche Tagelied behandelt die typische Ausgangssituation, die Problematik der verbotenen Liebe und unterschiedliche Theorien zur Entstehung des Genres. Die Kapitel Die Dichter geben kurze biografische Informationen über Wolfram von Eschenbach und den Marner. Die Kapitel Die Tagelieder des Marners und Das Tagelied bei Wolfram von Eschenbach bieten Formanalyse und Interpretation ausgewählter Lieder. Das Kapitel Vergleichende Betrachtung der Lieder (ohne Zusammenfassung, da es sich um den Vergleich aller vorangegangenen Kapitel handelt) dient der Gegenüberstellung der Ergebnisse.
Tagelied, Wolfram von Eschenbach, Marner, mittelhochdeutsche Lyrik, Formanalyse, Interpretation, Minnesang, Wächterfigur, intertextuelle Bezüge, Vergleichende Literaturwissenschaft.
Das Tagelied thematisiert den Abschied zweier Liebender bei Tagesanbruch nach einer gemeinsam verbrachten Nacht, meist im Kontext einer heimlichen oder verbotenen Minnebeziehung.
Der Wächter warnt die Liebenden vor dem anbrechenden Tag und der damit verbundenen Entdeckung durch die Gesellschaft oder den Ehemann. Wolfram von Eschenbach gilt als derjenige, der diese Figur maßgeblich etabliert hat.
Wolfram ist bekannt für seine epische Tiefe und die psychologische Ausgestaltung der Figuren, während der Marner als Sangspruchdichter eher formale Variationen in seine zwei überlieferten Tagelieder einbringt.
Dies sind zwei der bekanntesten Tagelieder von Wolfram von Eschenbach. "Sine klawen" ist besonders berühmt für seine drastische Metaphorik des anbrechenden Tages, der seine "Klauen" durch die Wolken schlägt.
Die Minne im Tagelied ist meist eine erfüllte, aber gefährliche Liebe. Der Schmerz über die Trennung bei Licht unterstreicht die Intensität der heimlichen Beziehung.
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