Diplomarbeit, 2003
56 Seiten, Note: 1,25
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Begriffsklärung
1.3.1 Corporate Fashion
1.3.2 Mode
1.4 Praxisbeispiel - Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation
2 Corporate Fashion als strategische Maßnahme im Museumsmanagement
2.1 Corporate Fashion im Zusammenhang
2.1.1 Management im Museum
2.1.2 Die Corporate Identity Strategie
2.2 Idealtypische Aufgaben von Corporate Fashion
3 Bewertung des langfristigen Potentials von Corporate Fashion
3.1 Chancen eines einheitlichen Bekleidungskonzeptes
3.2 Mögliche Problemkreise
3.3 Bewertungskriterien der Trageakzeptanz
3.4 Aspekte der Wirkungskontrolle
4 Corporate Fashion in der Praxis – Ansätze zur Umsetzung in der Museumsstiftung Post und Telekommunikation
4.1 Anweisungsentwurf zur Umsetzung der Corporate Fashion
4.2 Ausblick
5 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und das Potenzial von Corporate Fashion als Instrument der Corporate Identity im Museumswesen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen sowie die potenziellen Konflikte bei der Einführung eines einheitlichen Bekleidungskonzeptes zu bewerten und anhand der Museumsstiftung Post und Telekommunikation eine praktische Umsetzung aufzuzeigen.
1.3.1 Corporate Fashion
Wo früher noch von Dienstkleidung, Berufsbekleidung, Uniform oder gar Zunftkleidung die Rede war, wird heute aufgrund ihrer neuen modischen Aspekte von „Corporate Fashion“ gesprochen. Nach einer aktuellen Definition von Schirrmacher ist Corporate Fashion „lang eingesetzte Berufskleidung, welche die vorhandene Identität eines Unternehmens nach deren Corporate Design in einer modernen, zeitgemäßen Gestaltung umsetzt.“ Sie umfasst die klassischen „blauen“ und „weißen“ Sparten der Berufsbekleidung (Workwear), Unternehmensbekleidung (Careerwear, Corporate Casualwear) sowie Schutzbekleidung (Protectivewear) für alle Arten von Organisationen und Hierarchien.
Zwar sollte CF nicht allein aus modischen Aspekten entwickelt werden und kann aufgrund ihrer Zielsetzung (u. a. Kontinuität) kaum kurzfristigen Trends entsprechen, sollte aber dennoch, besonders im Hinblick auf die Trageakzeptanz der Mitarbeiter, den Grundtendenzen der Bekleidungsindustrie folgen, die über einige Jahre Gültigkeit haben. Die CF kann dann nach Schirrmacher so gestaltet werden, dass sie für knapp eine Dekade den zeitgemäßen Gestaltungserwartungen an Bekleidung folgen kann.
Der Ursprung der Berufskleidung reicht bis in das Mittelalter zurück, wo sie hauptsächlich eine Schutzfunktion einnahm, wie bspw. die mit Wappen verzierte Ritterrüstung oder der Lederschutz der Schmiede. Später wurde ein anderer Schwerpunkt auf die Kennzeichnung z. B. eines Berufsstandes (Schornsteinfeger, Krankenschwester et al.) und den Ausdruck von Zugehörigkeit zu einer staatlichen Einrichtung (Uniformen des Militärs, des Zolls, der Polizei), einem Transportunternehmen (z. B. Schonkleidung von Bahn, Post) oder einem privaten Unternehmen gelegt. Die Berufskleidung diente hier nach außen hin vornehmlich der Abgrenzung zu anderen Menschen und verlieh Autorität.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Museumsmanagements und führt in die Problematik ein, dass Museen in einem Umfeld verschärften Wettbewerbs ihre Identität durch Instrumente wie Corporate Fashion stärken müssen.
2 Corporate Fashion als strategische Maßnahme im Museumsmanagement: Dieses Kapitel ordnet Corporate Fashion in den übergeordneten Rahmen der Corporate Identity Strategie ein und definiert die funktionalen, motivierenden und kommunikativen Aufgaben des Instruments.
3 Bewertung des langfristigen Potentials von Corporate Fashion: Hier werden die internen und externen Nutzenpotenziale gegenüber den Herausforderungen wie Kosten und Akzeptanzbarrieren abgewogen und Bewertungskriterien für die Trageakzeptanz erarbeitet.
4 Corporate Fashion in der Praxis – Ansätze zur Umsetzung in der Museumsstiftung Post und Telekommunikation: Das Kapitel stellt die konkrete Anwendung und den Anweisungsentwurf zur Einführung von Corporate Fashion in einer Museumsstiftung dar und gibt einen Ausblick auf die schrittweise Implementierung.
5 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die das Potenzial von Corporate Fashion unterstreicht, jedoch den Bedarf an weiterer Forschung und individueller Anpassung an die jeweilige Institution betont.
Corporate Fashion, Corporate Identity, Museumsmanagement, Dienstkleidung, Trageakzeptanz, Museumsidentität, Mitarbeiteridentifikation, Corporate Design, Organisationsstrategie, Imagewirkung, Markenbildung, Arbeitskultur, Personalkommunikation, Dienstleistungssektor, Museumsmarketing.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Einführung eines einheitlichen Bekleidungskonzeptes, der sogenannten Corporate Fashion, als strategisches Instrument innerhalb der Corporate Identity für Museen.
Die zentralen Themen sind das Museumsmanagement, der Einsatz von Corporate Identity Strategien, die Gestaltung und Bewertung von Berufskleidung sowie die Faktoren der Akzeptanz bei den Mitarbeitern.
Das Hauptziel ist es, den potenziellen langfristigen Erfolg von Corporate Fashion zu bewerten und zu ermitteln, unter welchen Voraussetzungen die Einführung dieses Instruments in einem Museum erfolgreich und akzeptiert gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien. Ergänzend dazu wurde die Museumsstiftung Post und Telekommunikation als Praxisbeispiel herangezogen, inklusive qualitativer Mitarbeitergespräche und einer kurzen Umfrage.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen von Corporate Identity und Design erläutert, das Potenzial von Corporate Fashion detailliert analysiert und die spezifische Situation bei der Einführung dieses Konzeptes in der Museumsstiftung Post und Telekommunikation dargestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Corporate Fashion, Museumsmanagement, Trageakzeptanz, Corporate Identity, Mitarbeiteridentifikation und Imagewirkung charakterisiert.
Die Autorin schlägt vor, den Mitarbeitern durch Gestaltungsspielräume bei der Kleidung, die Einbindung in den Auswahlprozess und die Kombination mit Privatkleidung oder ausgewählten Accessoires entgegenzukommen, um den Zwang zur Uniformität zu mildern.
Das Beispiel dient der Veranschaulichung der theoretischen Konzepte unter realen Bedingungen. Es zeigt auf, dass finanzielle Engpässe und die Voreingenommenheit der Belegschaft zu einer schrittweisen Umsetzung führen können, statt einer sofortigen Komplettausstattung.
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