Diplomarbeit, 2009
75 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Inhalt der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Einleitung
2.2 Begriffsdefinition
2.2.1 Einleitung
2.2.2 Aggressives Verhalten
2.2.3 Sozialisation im Jugendalter
2.2.4 Hip Hop Kultur
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Problemstellung
2.3.1 Einleitung
2.3.2 Situation der Schüler
2.3.3 Aggressives Verhalten der Schüler
2.3.4 Konzept der Janusz- Korczak- Schule
2.3.5 Zusammenfassung
2.4 Bestehende Erklärungsansätze von Aggression
2.4.1 Einleitung
2.4.2 Aggressionstheorien
2.4.3 Sozialisation im Jugendalter
2.4.4 Zusammenfassung
2.5 Zusammenfassung
3 „Rapscool“ Workshop
3.1 Einleitung
3.2 Das Konzept
3.2.1 Einleitung
3.2.2 Organisatorischer Rahmen
3.2.3 Ablauf und Inhalt
3.2.4 Zielsetzung
3.2.5 Zusammenfassung
3.3 Umsetzung
3.3.1 Einleitung
3.3.2 Pädagogische Grundhaltung des Leiters
3.3.3 Rap als Selbstreflektion
3.3.4 Methodische Interventionen
3.3.5 Erfolge und Komplikationen
3.3.6 Zusammenfassung
3.4 Zusammenfassung
4 Qualitative Evaluation am „Rapscool“ Workshop
4.1 Einleitung
4.2 Forschungsmethode
4.2.1 Einleitung
4.2.2 Forschungsdesign
4.2.3 Fragebogen
4.2.4 Thesenaufstellung
4.2.5 Validität und Reliabilität
4.2.6 Zusammenfassung
4.3 Forschungsergebnisse
4.3.1 Einleitung
4.3.2 Selbstwertgefühl
4.3.3 Konzentration und Motivation
4.3.4 Provokationstoleranz
4.3.5 Gruppenfähigkeit
4.3.6 Aggressives Verhalten
4.3.7 Zusammenfassung
4.4 Zusammenfassung
5 Anwendung der Ergebnisse
5.1 Einleitung
5.2 Evaluation
5.2.1 Einleitung
5.2.2 Was macht den Rapworkshop besonders?
5.2.3 Ist der Fragebogen als Messinstrument für Qualität einsetzbar?
5.2.4 Zusammenfassung
5.3 Perspektive
5.3.1 Eileitung
5.3.2 Innovative Projekte in der Schulsozialarbeit
5.3.3 Weitere HipHop Workshopkonzepte
5.3.4 Zusammenfassung
5.4 Resümee
Diese Arbeit untersucht die Effektivität des Rap-Workshops "Rapscool" als pädagogisches Instrument zur Reduktion von aggressivem Verhalten bei Schülern einer Förderschule. Dabei wird ein Instrument zur Qualitätssicherung und Messung der pädagogischen Wirksamkeit entwickelt und evaluiert, um neue Handlungskonzepte für die Schulsozialarbeit abzuleiten.
3.3.3 Rap als Selbstreflektion
Im Folgenden soll deutlich werden wie das Schreiben über sich als Person, den Jugendlichen hilft, negative Erfahrungen auf diese Art und Weise zu verarbeiten. Sie teilen ihre negativen Erlebnisse in Rap- Form, als eine Art „message“, ihren Zuhörern mit. Meine 4- jährige Hip Hop- Projektarbeit an Schulen verschiedenster Form, machte mich zur Zeugin phänomenaler Beobachtungen, einen großen Teil dieser trug die Schülergruppe der Janusz- Korczak- Schule bei.
Es scheint als wäre die Sprache und somit der Inhalt des Gesagten durch den „Rapflow“ codiert und somit nur für die bestimmt, an die er sich richtet. Es ist verblüffend festzustellen, dass Jugendliche einen persönlich, emotionalen Text eines Klassenkameraden in reiner Textform belächeln, wird derselbe Text jedoch von ihm gerappt, bekommt er Respekt und Anerkennung von seinen Mitschülern. Die Angst über Gefühle zu sprechen schwindet, in dem die Teilnehmer das negative Erlebte in etwas „Coolem“, zu etwas „Positiven“ machen. Eigene Songs über das eigene Leben zu schreiben, zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein.
Allgemein muss vorausgesetzt werden, dass Rap durch seine Interpreten einen Auftrag bekommt. Die „Message“, die in Rap- Songs transportiert wird, ist den Künstlern sehr wichtig. Tine Zeise erläutert hierzu in ihrer Doktorarbeit folgendes:
…“Die Inhalte, die in den Mitteilungen enthalten sind reflektieren zum großen Teil die Identität des Rappers, denn nur wenige geben an, dass ihre Aussagen nur bedingt im Zusammenhang mit der eigenen Persönlichkeit stehen. Etwas mehr als die Hälfte der Rapper entscheiden sich für eine bewusste Sendung einer Botschaft und nur wenige dagegen“ (Zeise T. 2006, S. 134)….
Die Vermittlung dieser Botschaft hat nicht nur den Verkündungseffekt, sondern auch die Selbsterfüllung und Identitätsfindung des Künstlers zur Aufgabe.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik des aggressiven Verhaltens an der Janusz-Korczak-Schule und definiert die zweisträngige Zielsetzung der Evaluation eines Rap-Workshops.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel liefert den theoretischen Unterbau durch die Definition zentraler Begriffe wie Aggression, Sozialisation und Hip Hop Kultur sowie eine Analyse der Problemlage der Schüler.
3 „Rapscool“ Workshop: Hier werden das Konzept, der Ablauf und die methodische Umsetzung des Rap-Workshops „Rapscool“ detailliert beschrieben und aus der Beobachtersicht reflektiert.
4 Qualitative Evaluation am „Rapscool“ Workshop: Dieser Abschnitt fasst das Forschungsdesign, die angewandte Methodik mittels Fragebögen und die empirischen Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Kompetenzbereiche zusammen.
5 Anwendung der Ergebnisse: Das letzte Kapitel evaluiert die Eignung des Workshops als pädagogisches Interventionsmittel und diskutiert zukünftige Perspektiven sowie innovative Projekte in der Schulsozialarbeit.
Hip Hop, Rapmusik, Aggressives Verhalten, Sozialisation, Pädagogik, Workshop, Schüler, Evaluation, Selbstwertgefühl, Gruppenfähigkeit, Schulerfolg, Sozialkompetenz, Jugendkultur, Schulsozialarbeit, Respekt.
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Nutzung von Hip-Hop-Workshops, um das aggressive Verhalten von Schülern an einer Förderschule durch die Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen zu verringern.
Zentral sind die Aggressionsforschung, die Sozialisation von Jugendlichen in schwierigen Lebensumständen sowie die Hip-Hop-Kultur als Medium für Identitätsbildung und Selbstreflektion.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit eine halbjährige Teilnahme am "Rapscool"-Workshop positive Auswirkungen auf das aggressive Verhalten der Jugendlichen hat und ob sich dies durch ein entwickeltes Instrument messen lässt.
Es wird eine qualitative Evaluationsforschung durchgeführt, bei der Lehrer mittels eines standardisierten Fragebogens in drei Phasen (vor, während, nach dem Workshop) die Kompetenzentwicklung der Schüler bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse, die Beschreibung des konkreten Workshop-Konzepts sowie die qualitative Evaluation und Interpretation der erzielten Ergebnisse.
Neben Hip-Hop und Aggressivität stehen vor allem Begriffe wie Selbstwertgefühl, Gruppenfähigkeit, Eigenreflektion und Qualitätssicherung im pädagogischen Kontext im Fokus.
Der Prozess, eigene Lebensinhalte in Raptexte zu verwandeln und diese vor Publikum zu präsentieren, führt zu gesteigerter Wertschätzung durch andere und stärkt das Vertrauen in die eigene Person.
Die Botschaft ermöglicht den Schülern eine konstruktive Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Biografie und bietet eine produktive Alternative zum Ausdruck von Frustration durch Gewalt.
Ja, laut der Autorin ist das entwickelte Instrument modifizierbar und für die Qualitätssicherung bei zukünftigen Workshop-Programmen polyvalent einsetzbar.
Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Rap-Workshops als Brücke zur Gesellschaft dienen können, wobei sie zwar keine Lebensumstände "heilen", aber wichtige Impulse für die Sozialisation setzen.
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